Lexikon

Umweltfonds

Umweltfonds sind geschlossene Fonds, die in verschiedene Träger erneuerbarer Energien investieren. Die wichtigsten Umweltfonds sind hierbei Windkraftfonds, Solarenergiefonds und Biomassefonds, es gibt aber auch etliche andere Formen, wie z.B. Geothermiefonds und Waldfonds. Anleger von Umweltfonds beteiligen sich hierbei als Kommanditisten an einer GmbH & Co. KG und nehmen somit als Mitunternehmer am Gewinn der Gesellschaft teil.

 

Dadurch, dass natürliche Rohstoffe nicht in unendlichen Mengen auf der Erde vorhanden sind, wurde schon frühzeitig entdeckt, dass deutlich mehr in Erneuerbare Energien investiert werden muss. In der Energiewirtschaft nehmen aber bereits heute die wichtigsten regenerativen Energieträger wie z.B. Biomasse, Geothermie, Wasserkraft, Solar- und Windenergie, mit ca. 10 % einen festen Platz ein. Da sich in der Europäischen Union der Anteil der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 % erhöhen soll, in Deutschland alleine sogar auf mindestens 25 -30 %, sind die Umweltfonds schon jetzt eine sehr gefragte Anlageform.

 

Der Bundestag verabschiedete deshalb zur Sicherung dieses politischen Ziels das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches im Jahr 2004 und 2009 geändert wurde, wodurch eine Mindestvergütung für die Abnahme von Ökostrom von bis zu 20 Jahren je Anlage garantiert ist. Durch dieses Gesetz wird die nötige Sicherheit für Anleger von Umweltfonds hergestellt.
 

Durch den wachsenden Anstieg dieser Energien erscheinen Umweltfonds äußerst profitabel, aber nicht nur die Rendite ist vielversprechend, sondern auch das dahinterstehende Ziel: durch eine Anlage in Umweltfonds wird in die Zukunft der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien investiert und somit auch die Umwelt geschützt.

 

Allerdings sind auch Umweltfonds, wie alle Fondsanlagen nicht risikolos. Auch hier folgt durch die unternehmerische Beteiligung an einer GmbH & Co. KG gegebenenfalls ein Totalverlustrisiko, denn der Anleger ist nicht nur an den Gewinnen der Fondsgesellschaft beteiligt, sonder auch an deren Verlusten. Anleger sollten sich also nicht ohne Weiteres auf eine solche Anlage an Umweltfonds einlassen, denn es ist trotz „guten Gewissens“, dass durch die Anlage der Umwelt geholfen wird, eine genaue Prüfung in die zu investierenden Umweltfonds geboten.

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