Diesel- und Benzin-Motoren manipuliert Doppelter Abgasskandal bei Porsche: Ihre Rechte

Seit 2015 steht der Abgasskandal im Fokus der Öffentlichkeit. Dass auch das VW-Tochterunternehmen Porsche davon betroffen ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Vorwürfe: Auch Porsche habe das Abgassystem bei Dieselfahrzeugen manipuliert und somit falsche Angaben bei den Verbrauchswerten gemacht. Doch nun ein weiterer Paukenschlag: Porsche stellte am 31. Januar 2019 selbst wegen fehlerhafter Verbrauchswerte des Sportwagen-Modells 911 Strafanzeige. Nun ermittelt auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gegen Porsche. Die VW-Tochter soll nach der Typgenehmigung Abgasanlage und Motorenkomponenten verändert – und somit illegal manipuliert – haben.

Inhaltsverzeichnis
Symbolbild: Rückrufaktion von Dieselfahrzeugen
Schild mit Rückruf wegen manipulierten Dieselfahrzeugen von Porsche
Die freiwillige Rückruf-Aktion von Dieselfahrzeugen von Porsche untermauert den Abgasskandal

So hat Porsche bei Dieselabgas- und Verbrauchswerten betrogen

Zunächst galten nur die Porsche-Modelle Cayenne und Macan als manipuliert. Seit Sommer 2018 steht jedoch fest, dass im Porsche Panamera ebenfalls eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde. Somit sind alle Dieselfahrzeuge der Marke Porsche betroffen, da alle anderen Fahrzeuge mit einem Benzinmotor ausgestattet sind. Und die wähnten sich lange auf der sicheren Seite. Doch seit einem Medienbericht vom 23. August 2020 deuten alle Zeichen daraufhin, dass nun auch einige Porsche-Benziner manipuliert wurden.

Welche Fakten sind im Abgasskandal von Porsche bekannt?

Am 31. Januar 2019 erstattete Porsche eine Selbstanzeige beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Dabei ging es um fehlerhafte Verbrauchswerte des Sportwagen-Modells 911 von Porsche. Die Verbrauchswerte der 911er-Modelle mit den Baujahren 2016 und 2017 wurden zu niedrig angegeben. In diesen beiden Jahren wurden rund 64.500 Modelle dieser Baureihe verkauft. Die Porsche-Modelle mit Dieselmotor sind überwiegend mit einem 3,0 Liter TDI Motor ausgestattet, den Porsche von dem VW-Tochterunternehmen Audi übernommen hatte. Bereits 2016 wurde der Porsche Macan zum VW Abgasskandal geprüft und als auffällig eingestuft – Porsche reagierte mit einem freiwilligen Rückruf und der Option eines Software-Updates. Im Jahr 2017 wurde das KBA hinsichtlich des Porsche Cayenne aktiv und ordnete einen Rückruf für die Modelle der Euro 6 Norm an. Porsche stellte im Februar 2018 kurzfristig die Produktion von Dieselfahrzeugen ein und teilte inzwischen mit, keine Dieselfahrzeuge mehr herstellen zu wollen: ein aus unserer Sicht offensichtliches Eingeständnis in die tiefen Verwicklungen im Abgasskandal.

Porsche manipuliert auch bei Benzinern!

Nachdem nun bekannt wurde, dass auch die weitere VW-Tochter Audi bei Benzinern manipuliert haben soll, folgt Porsche dicht darauf. Bereits 2016 hat Porsche die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und US-Behörden unterrichtet, dass es auch bei Benzinern Probleme gibt. Lange wurde dieser Meldung jedoch keine Beachtung geschenkt: Erst vier Jahre später nahm das KBA eigene Ermittlungen auf. Am 23. August 2020 folgte nun daraufhin ein Pressebericht: Die Modelle Panamera und die gesamte 911er-Reihe mit Benziner-Motoren sind vom Skandal betroffen. Porsche versichert jedoch, dass es sich lediglich um Fahrzeuge handelt, die zwischen 2013 und 2016 verkauft wurden. Wir von Dr. Stoll & Sauer sehen das jedoch skeptisch. Schon in der Vergangenheit benutzten Hersteller wie VW oder Daimler die Salamitaktik: Es wird stets nur das zugegeben, was unvermeidbar ist. Der Rest kommt scheibchenweise an die Öffentlichkeit.

Welche Schäden sind für Porsche-Fahrer entstanden?

Aufgrund unserer Erfahrungen im Abgasskandal mit VW schätzen wir die Lage für die betroffenen Porsche-Modelle ähnlich ein wie bei VW selbst. Verbraucher müssen mit einem Wertverlust ihres Fahrzeugs rechnen, ebenfalls könnten Fahrverbote in den Umweltzonen auf sie zukommen. Des Weiteren sind auch Nachzahlungen bei der Kfz-Steuer vorstellbar. Bei den Benzinmodellen sollen durch die Manipulation mehr CO2-Abgase ausgestoßen werden. Die Höhe der Kfz-Steuer ist jedoch von der CO2-Emission abhängig: Je höher die Emission, desto mehr Steuern müssen gezahlt werden – möglicherweise auch nachträglich. Wie Porsche diesen Problemen entgegenkommen will, ist belang noch nicht bekannt. Ebenfalls entsteht ein drastischer Abfall des Wiederverkaufswertes der kostspieligen Sportwagen.

Software-Update bringt wahrscheinlich auch bei Porsche keine Besserung

Generell ist das Thema Abgasskandal ein heikles Thema bei Porsche: Der Hersteller wirbt mit einem umweltfreundlichen Fahrerlebnis. Zudem erwartet der Verbraucher hohe Qualität, da es sich bei Porsche um ein hochwertiges und luxuriöses Fahrzeug handelt. Auch wenn die Umwelt nur für wenige Porsche-Kunden ein Kaufgrund sein mag: Das Unternehmen schadet der Umwelt und belügt damit Kunden und Behörden. Bei einem Software-Update hat man schon in der Vergangenheit gesehen, dass es zu Leistungseinbrüchen kommt. Ein Umstand, der besonders Sportwagenfahrer nicht erfreuen wird. Dazu kommt: Das in der Vergangenheit verteilte Software-Update beinhaltete eine weitere illegale Technik. Dort ist ein sogenanntes Thermofenster verbaut, welches anhand der Außentemperatur die Abgasreinigung beeinflusst, sodass der Ausstoß in den meisten Situationen deutlich höher ist. Der Europäische Gerichtshof hält solche Manipulationen für illegal.

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Diese Porsche-Modelle sind vom Abgasskandal betroffen

Bisher sind alle Porsche-Diesel betroffen, nun werden aber auch Benziner geprüft. Bislang sind zwei Modelle von Porsche-Benzinern als manipuliert eingestuft worden, weitere dürften folgen. Das trifft Porsche-Besitzer hart, denn Fahrzeuge der Luxus-Marke sind kostspielig. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie alle Fahrzeuge, die vom Porsche-Abgasskandal betroffen sind.

Porsche-Modell Motor Abgasnorm
Diesel
Cayenne 4,2 Liter Euro 5
Cayenne 3,0 Liter Euro 5
Cayenne 3,0 und 4,2 Liter Euro 6
Macan 3,0 Liter Euro 5
Macan 3,0 Liter Euro 6
Panamera 3,0 Liter Euro 5 und Euro 6
Panamera 4,0 Liter Euro 5 und Euro 6
Panamera 4,0 Liter Euro 6
Benziner
Panamera Euro 6
911 Euro 6

Häufige Fragen und Antworten zum Porsche-Abgasskandal

Dem Dieselskandal folgt nun auch der Benzinerskandal: Auch Benzinermotoren von Porsche wurden manipuliert. Das geht aus einem Medienbericht vom 23. August 2020 hervor, der die Modelle Panamera und die gesamte 911er-Reihe als manipuliert einordnet.

Betroffen sind alle Dieselfahrzeuge von Porsche (Cayenne, Macan und Panamera) sowie die Benziner Porsche Panamera und die 911er-Reihe, die vor 2017 verkauft wurden. Dr. Stoll & Sauer schließen jedoch nicht aus, dass noch weitere Benziner von Porsche folgen.

Wir von Dr. Stoll & Sauer empfehlen Ihnen, kein Software-Update vorzunehmen, sondern Schadensersatz oder die Rücknahme Ihres Fahrzeuges zu verlangen. In der Vergangenheit angebotene Software-Updates des VW-Konzern haben die Fehler nicht behoben, sondern führten zu neuen Problemen. Zudem wurde abermals eine illegale Abschaltvorrichtung in Form eines Thermofensters verbaut. Dr. Stoll & Sauer helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

 

Was können Geschädigte jetzt tun?

Lassen Sie sich nicht von großen Konzernen wie Porsche täuschen und klagen Sie auf Ihr Recht! Mithilfe einer Individualklage können Sie Ihre Rechte geltend machen. Die Chancen, im Porsche-Abgasskandal zu gewinnen, stehen gut: Dr. Stoll & Sauer konnten im Abgasskandal bereits tausenden Autokäufern zu Ihrem Recht verhelfen

Kosten und Erfolgsaussichten bei einer Klage gegen Porsche

Die Chancen, gegen Hersteller im Abgasskandal zu klagen, waren noch nie besser. Mit dem Urteil vom 25. Mai 2020, bei welchem der Bundesgerichtshof (BGH) VW höchstrichterlich verurteilte, seine Kunden vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt zu haben, steht das Recht offiziell auf Seiten der Autofahrer. Besitzen Sie eine Rechtsschutzversicherung, kostet Sie eine Klage höchstens die vereinbarte Selbstbeteiligung: Die Versicherung übernimmt alle darüber hinaus anfallenden Kosten in einem Prozess. Dr. Stoll & Sauer bieten Ihnen eine kostenlose Erstberatung an: Wir prüfen Ihre Chancen im Abgasskandal und errechnen Ihnen sofort eine mögliche Entschädigungssumme. Melden Sie sich dafür in unserem kostenlosen Online-Portal an und geben Sie die nötigen Daten ein. Wir kümmern uns umgehend um Ihren Fall.

Unsere Expertise im Abgasskandal: Mit Dr. Stoll & Sauer zu Ihrem Recht

Dr. Stoll & Sauer ist eine der führenden Kanzleien im Abgasskandal. Unsere Kanzlei hat schon tausende Vergleiche und Urteile für unsere Mandanten gegen Porsche und andere Autohersteller erstritten: So verurteilte das Landgericht Baden-Baden die Porsche AG beispielsweise am 11. November 2019 zur Zahlung von Schadensersatz (Az. 4 O 90/19). Mit der Musterfeststellungsklage, die federführend von den beiden Inhabern unserer Kanzlei, Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer, geführt wurde, haben wir Geschichte geschrieben und gezeigt, dass Rechte auch für Verbraucher und nicht nur für Konzerne gelten. Die Erfolge zeigen: Lassen Sie sich nicht von Herstellern wie Porsche täuschen und ziehen Sie vor Gericht. Ihnen steht Schadensersatz im Abgasskandal zu oder die Rückabwicklung des Kaufvertrags. Wehren Sie sich – mit unserer Hilfe.

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