Abgasskandal bei Volkswagen So kommen Sie auch nach dem VW-Vergleich zu Ihrem Recht

Seit September 2015 ist bekannt, dass Abgaswerte von Dieselfahrzeugen des VW-Konzerns durch eine verwendete Software manipuliert sind. Da der Automobilkonzern die gleiche Technologie auch bei den Tochterunternehmen Audi, Porsche, Seat und Skoda einsetzt, sind diese ebenfalls betroffen.

Inzwischen sind massenhaft Urteile zugunsten der Geschädigten erstritten worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 25. Mai 2020 die sittenwidrige und vorsätzliche Schädigung von Verbrauchern durch VW höchstrichterlich festgestellt und den Autobauer verurteilt. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer ist dabei eine der führenden und erfolgreichsten Kanzleien und Wegbereiter im VW-Skandal. Doch jetzt sollten Sie schnell handeln: Zwar ist das Thema Verjährung abschließend höchstrichterlich noch nicht geklärt und es gibt sogar die Möglichkeit, VW selbst bis zu zehn Jahren nach dem Autokauf zu verklagen. Um aber auf der sicheren Seite zu sein, ist sollte schnell anwaltlicher Rat eingeholt werden. Teilenehmer der Musterfeststellungsklage, die den Vergleich nicht angenommen haben, können ebenfalls noch klagen. Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten auch in Fragen der Verjährung.

Die Abgaswerte, die ausgestoßen werden, sind höher als angegeben. Die Lösung, die VW vornehmlich anbietet, ist ein Software-Update. Das Update ist übrigens vom Landgericht Dortmund am 28. August 2020 für als unzulässig angesehen worden. Die Kunden sind mit dem gleichen Auto zweimal getäuscht und geschädigt worden. Betroffen sind vor allem VW Modelle mit der Euronorm 5 und 6. Geschädigte haben, auch nach dem Vergleich in der Musterfeststellungsklage, die Möglichkeit, ihre Rechte geltend zu machen. Erfahren Sie hier, wie Ihnen Dr. Stoll & Sauer dabei helfen, zu Ihrem Recht zu kommen.

Inhaltsverzeichnis

So funktioniert die Abgasmanipulation bei VW

VW wurde und wird vorgeworfen, über mehrere Jahre die Softwares ihrer Dieselfahrzeuge vorsätzlich manipuliert zu haben, sodass diese im Normalbetrieb gesundheitsschädliche Stickoxide freisetzen. Für ältere Modelle mit dem Motor-Typ EA189 ist sittenwidrige Täuschung der Verbraucher inzwischen auch vom BGH bestätigt worden. Doch auch neue Motoren vom Typ EA288 stehen unter Verdacht. Zu diesem Fall gibt es noch viele laufende Verfahren.

Grundsätzlich geht es jedoch um den folgenden Umstand: Nur auf dem Prüfstand hielt der EA189 die Abgasgrenzwerte für Stickoxide ein, im realen Straßenverkehr verpestete der Diesel die Umwelt und schädigt die Gesundheit der Bürger. Mit dem Urteil vom Bundesgerichtshof vom 25. Mai 2020 wurde der Vorwurf auch offiziell bestätigt: VW hat seine Kunden vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht. Die Software wurde mithilfe von illegalen Abschaltvorrichtungen in der Motorsteuerung der Fahrzeuge verbaut. Dr. Stoll & Sauer hat am 6. Oktober 2015 die erste Klage gegen VW vor dem Landgericht Freiburg eingereicht. Damit ebneten die Inhaber den Weg zum Gesetz über die Musterfeststellungsklage und letztlich auch zum ersten BGH-Urteil.

Was passiert bei der Abgasmanipulation? Abschaltung und Thermofenster

Der zunächst bekannt gewordene Weg der Manipulation ist eine illegale Abschalteinrichtung. Diese funktioniert grob so: Der Motor Ihres Fahrzeuges wird über eine Software gesteuert. Diese Software wurde so manipuliert, dass automatisch ein Prüfmodus eingestellt wird, sobald Sie Ihr Fahrzeug auf einen Abgas-Prüfstand fahren. In diesem Prüfmodus wird die Aufbereitung der Abgase optimiert und es verlassen weniger Stickoxide den Auspuff. Sobald Ihr Fahrzeug den Prüfstand verlässt, schaltet sich die Abgaskontrolle ab und es kommt zu weitaus höheren Abgasmengen, als es der eigentliche Grenzwert erlaubt.

Die zweite Technik zur Täuschung, die ebenfalls von VW bei Fahrzeugen mit neueren Motoren verwendet wird, nennt sich Thermofenster. Dabei wird anhand der Außentemperatur die Abgasreinigung beeinflusst. Diese Technik wird offenbar im neuen Motor EA288 verwendet. Der Europäische Gerichtshof hat am 17. Dezember 2020 auch temperaturabhängige Abschalteinrichtungen für unzulässig erklärt. Aber auch das Software-Update, welches VW als Lösung für die illegale Abschaltvorrichtung des EA189 zur Verfügung stellt, beinhalltet offensichtlich ebenfalls dieses illegale Thermofenster – und das, obwohl VW mit dem Software-Update die Probleme beheben wollte. So sieht es zumindest die Deutsche Umwelthilfe und das Landgericht Dortmund am 28. August 2020 in einem ersten Urteil zum Software-Update.

Video über den VW Abgasskandal – Manipulationsveracht EA 288 Motor

Auch Benzin-Motoren im VW-Konzern manipuliert?

Nun der nächste Schock für den Verbraucher: Immer mehr Modelle mit Benzin-Motoren weisen Indizien für eine manipulierte Abschaltvorrichtung auf. Die Vorwürfe richten sich gegen das Volkswagen-Tochterunternehmen Audi. Laut einem Gerichtsgutachten ist auch bei Benzinern aus dem VW-Konzern manipuliert worden. Vom Landgericht Offenburg wurde ein Audi Q5 TFSI 2.0 Euro 6 (Typ EA888) geprüft, in welchem die Steuersoftware ebenfalls erkennt, wenn sich das Auto im Prüfstand befindet. Die neue Erkennung findet anhand einer Analyse des Lenkeinschlages statt. Denn: Im Prüfbetrieb wird das Lenkrad üblicherweise nicht verwendet. Der Audi stößt laut Gutachten 24,5 Prozent mehr Stickoxide aus, wenn das Lenkrad eingeschlagen wird.

Dieselskandal

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Wie reagierte VW auf die Vorwürfe?

Wenige Tage nach der Bekanntmachung des Abgasskandals bezog VW öffentlich Stellung. Dabei stellten sie klar, dass es sich bei den weltweit rund 11 Millionen geschädigten Fahrzeugen um Modelle mit Motoren vom Typ EA189 handelt. Weiter sagte VW, dass sie dazu im engen Kontakt mit Behörden und dem Kraftfahrt-Bundesamt stehen. Volkswagen dulde keine Gesetzesverstöße und der Konzern wolle den Schaden der Kunden abwenden.

Im weiteren Verlauf des VW Skandals wurde deutlich, dass dieser weitaus umfangreicher war als zu Beginn gedacht. Zahlreiche weitere Modelle und Motoren waren und sind in die Manipulationen verwickelt. Nach jahrelangem Abwiegeln ist inzwischen aber ganz klar, dass VW vorsätzlich getäuscht hat. Aber auch der Nachfolgemotor des Typ EA189, der EA288 wurde offenbar manipuliert. Der Dieselskandal 2.0 ist in vollem Gange.

Übrigens: VW hat nie eingestanden, seine Kunden getäuscht zu haben. Selbst heute noch wird vor Gerichten behauptet, dass mit den Fahrzeugen alles in Ordnung sei. Auf eine Entschuldigung waren die VW-Kunden heute noch.

Prüfung eines vom Abgasskandal betroffenen VW-Fahrzeugs
Mechaniker prüft die Motorsteuerung von einem vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeugs.
Immer mehr Fahrzeuge werden geprüft – Der Dieselskandal 2.0 schreitet voran

Einigung in der Musterfeststellungsklage

Im April 2020 gab VW bekannt, dass nach der außergerichtlicher Einigung in der zuvor geführten Musterfeststellungsklage bereits 200.000 Kläger den Vergleich angenommen haben. Rund 460.000 Verbraucher hatten sich an der Klage beteiligt. Nur rund 260.000 Kunden sollten am Vergleich teilnehmen können. An die Kläger sollte eine Summe von rund 620 Millionen Euro ausgezahlt worden sein. Die Beträge schwankten zwischen 1.350 und 6.250 Euro. Die insgesamt rund 260.000 Kläger hatten die Möglichkeit, diesen Vergleich bis zum 30. April 2020 anzunehmen oder abzulehnen. Die Frist zur Annahme wurde zweimal verlängert. Diejenigen, die den Vergleich nicht angenommen haben, können auch heute noch Klage gegen VW einreichen. Der Bundesgerichtshof hat das Thema Verjährung abschließend noch nicht geklärt. Zudem verjähren nach § 852 BGB Restschadensansprüche bei vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung erst zehn Jahre ab Kauf. Wer nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals bei VW seinen Diesel gekauft hat, kann trotzdem klagen. Denn das aufgespielte Software-Update für den EA189 ist offensichtlich ein unzulässiges Thermofenster, dass erneut die Abgasreinigung manipuliert. Kunden, die einen EA288 oder einen ggf. manipulierten Benziner besitzen, haben noch länger Zeit. Die Inhaber der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer waren federführend an den Verhandlungen in der ersten Musterfeststellungsklage der Bundesrepublik Deutschland beteiligt.

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Welche Modelle des VW-Konzerns sind vom Abgasskandal betroffen?

Diese Übersicht zeigt Modelle mit der verschiedenen VW-Dieselmotoren, die vom Skandal betroffen sind.

VW-Modell Euro-Norm Hubraum Grund der Betroffenheit Motoren-Typ
Amarok, Beetle, Caddy, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran 5 1,2; 1,6; 2,0 Liter amtlicher Rückruf EA189
Amarok, Arteon, Beetle, Caddy, Crafter, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T-Roc 5, 6 1,4; 1,6; 2,0 Liter Abschalteinrichtung Thermofenster EA288
T5 5 2,0 Liter Abschalteinrichtung EA189
T6 6 2,0 Liter amtlicher Rückruf EA288
Touareg 6 3,0; 4,2 Liter Abschalteinrichtung Thermofenster EA897, EA896
Touareg 5 4,2 Liter Abschalteinrichtung Thermofenster
Phaeton Phaeton 5, 6 3,0 Liter Abschalteinrichtung Thermofenster EA897, EA896

Audi, Seat, Porsche und Skoda: Auch Tochterunternehmen von VW betroffen

Zu dem Volkswagen-Konzern gehören noch mehrere Töchterunternehmen, die ebenfalls vom Abgasskandal betroffen sind. So sind neben der VW-Marke selbst auch die Hersteller SeatSkodaPorsche und Audi betroffen. Auch Modelle dieser Hersteller besitzen eine manipulierte Abschaltvorrichtung: Sie können folglich ebenfalls gegen diese klagen. Beispielsweise sind es die Modelle Audi A1, Skoda Fabia oder Seat Ibiza – und noch viele weitere.

Fahrzeugschein Abgasnorm
Fahrzeugschein und Zulassungsbescheinigung Teil 1 mit Hinweisen zur Abgasnorm
Einschränkend ist zu erwähnen, dass es künftig dennoch zu Beschränkungen für Eigentümer und Besitzer von Euro 6 Fahrzeugen kommen könnte.

Sie können sich mithilfe Ihrer Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) direkt bei VW informieren, ob Ihr Fahrzeug von erhöhten Stickstoff- oder CO2-Werten betroffen ist. Diese finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (ehemalig Fahrzeugschein) im Feld E. Hier informieren.

 

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VW steht vor dem Dieselskandal 2.0: Auch der EA288 ist betroffen

Auch wenn sich Verbraucher mit dem Nachfolge-Motor lange in Sicherheit gefühlt haben, droht jetzt der nächste Schock: Auch der Motor EA288 wurde manipuliert. Nach einem Urteil des Landesgerichts Offenburg vom 23. Juni 2020 ist im Audi A3 mit dem Motor EA288 Euro 6 ebenfalls eine illegale Abschaltvorrichtung verbaut. Damit droht dem VW-Konzern nun der Dieselskandal 2.0. Die Chancen, sich gegen den Autokonzern zu wehren, stehen nun besser als je zuvor.

Was können Geschädigte im VW Skandal tun?

Individualklage weiter möglich

Unabhängig von der Musterfeststellungsklage, ist auch jetzt immer noch eine Individualklage gegen Volkswagen möglich. Dr. Stoll & Sauer unterstützen Sie bei dieser Lösung und setzen Ihre Ansprüche gegen VW durch. Eine Beteiligung an der Musterfeststellungsklage ist nicht mehr möglich, da das Klageregister geschlossen ist und sich die Parteien bereits geeinigt haben.

Rückabwicklung des Kaufvertrages Ihres Diesel-Fahrzeuges

Als weitere Option steht Ihnen die Rückabwicklung Ihres Kaufvertrages zur Verfügung. Dabei geben Sie Ihr manipuliertes Fahrzeug an den Hersteller zurück und erhalten im Gegenzug den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung. Dadurch müssen Sie sich nicht auf ein Software-Update einlassen, der Erstattungsbetrag liegt meist höher als über dem aktuellen Gebrauchtwagenpreis.

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Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer ist eine der führenden Kanzleien im VW-Skandal. Mit über 15.000 erfolgreich abgeschlossenen Verfahren sind wir eine der erfolgreichsten Kanzleien im Kampf für Verbraucher gegen den Volkswagen Konzern. Auch der Verbraucherverband vertraute in der ersten Musterfeststellungsklage der Bundesrepublik auf unsere Expertise im Verbraucherschutz.

Wir beraten Sie kostenlos hinsichtlich Ihrer Chancen und Möglichkeiten im VW-Dieselskandal. Handeln Sie jedoch schnell. Wir beraten Sie diesbezüglich gerne.

 

Was kostet eine Klage gegen Volkswagen?

Sofern Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, müssen Sie sich in den meisten Fällen keine Gedanken machen, da die Versicherung die Streitigkeiten zwischen Ihnen und VW übernimmt.

Gerne informieren wir Sie ausführlich zu den anfallenden Gebühren. Weitere Informationen erhalten Sie bei der kostenlosen Erstberatung in unserem Mandanten-Portal. Mit unserer kostenlosen Online-Erstberatung gehen Sie kein Risiko ein und erfahren schnell Ihre möglichen Erfolgsaussichten. Dafür müssen Sie sich lediglich einen Online-Zugang anlegen und anschließend die zur Prüfung nötigen Daten eingeben. Wir kümmern uns schnellstmöglich um Ihren Fall.