Abgaskandal bei Opel Diesel und Benziner: So wehren sich Geschädigte!

Der Dieselskandal, der seit 2015 primär mit dem Volkswagenkonzern in Verbindung gebracht wird, weitete sich in den Folgejahren auf diverse Automobilhersteller aus. Darunter auch die Opel Automobile GmbH, die einige seiner Modelle mit einer illegalen Abgasmanipulationssoftware ausgestattet haben soll. Der Hersteller kommt seit dem 23.01.2020 dem Rückruf seiner Modelle Opel Zafira (1.6), Cascada (2.0) und Insignia (2.0) nach, der 2018 vom Kraftfahrt Bundesamt (KBA) angeordnet wurde. Dagegen ging Opel juristisch vor. Im November 2019 lehnte das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein die Beschwerde von Opel im Eilverfahren erst einmal ab. Das abschließende Hauptsacheverfahren steht noch aus.

In den genannten Modellen wird die unzulässige Abschaltvorrichtung im Emissionskontrollsystem durch ein Software-Update entfernt. Leider ist es mit dem Software-Update nicht getan, denn die dadurch verursachten Schäden, Kosten und Konsequenzen belasten die Opel-Fahrer weiterhin. Eine Klage gegen Opel sehen wir als einzigen Lösungsweg – auch für Besitzer eines Opel-Benziners, der aktuellen Erkenntnissen nach ebenfalls von der Abgasmanipulation betroffen sein könnte.

Inhaltsverzeichnis

So hat Opel die Abgaswerte seiner Fahrzeuge manipuliert

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete im April 2018 der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, dass auch Opel die Stickoxidwerte seiner Fahrzeuge manipuliert. Einige Modelle des deutschen Kraftfahrzeugherstellers sind mit einem Motor ausgestattet, der über eine unzulässige Abschaltvorrichtung verfügen soll. Diese Schummel-Software erkennt, wenn sich das Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet und fährt die Abgasreinigung hoch. Sobald sich das betroffene Fahrzeug auf der Straße befindet, die Drehzahlen höher und die Außentemperaturen niedriger sind, wird die Abgasregulierung gedrosselt oder ganz abgeschaltet und es kommt zu einer erhöhten Stickoxidemission. Zudem ist der AdBlue-Tank betroffener Modelle zu klein, sodass der Katalysator, der mithilfe der Harnstoffeinspritzung die Abgase reduziert, nicht dauerhaft funktionieren kann.

Zapfsäule mit Diesel und Benzin im Abgasskandal
Zapfsäule mit Diesel und Benzin. Sowohl Benziner als auch Diesel-Fahrzeuge sind in Abgasskandal verwickelt.
Nicht nur Diesel: Auch Benziner-Fahrzeuge wurden von Opel manipuliert.

Opels Reaktion auf die Vorwürfe im Dieselskandal

Noch bevor das KBA Opel beschuldigte, seine Abgaswerte manipuliert zu haben, warb der Hersteller 2016 mit einer freiwilligen Service-Aktion. Opel-Fahrer bekamen die Möglichkeit, ihr Fahrzeug durch ein kostenloses Update „sauberer“ zu machen. Was als ein Entgegenkommen Opels ausgelegt werden sollte, entpuppte sich als vorzeitige Schadensbegrenzung im Falle des Dieselskandals. Im Jahr 2018, nachdem sich der Verdacht einer Abgasmanipulation bei Opel erhärtete, forderte das KBA einen Rückruf der Modelle Insignia, Cascada und Zafira.

Bei rund 100.000 Fahrzeugen, auch zahlreichen neueren Modellen mit Euro-6-Norm, soll ein Software-Update eingespielt werden, das die illegale Abschaltvorrichtung löscht. Opel wehrte sich gegen die Forderung des KBA und reichte im November 2018 eine Klage bei dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein ein. Im Eilverfahren scheiterte Opel auch in der zweiten Instanz. Das Hauptsachverfahren steht noch aus.

Abgasskandal: Das sind die Folgen für Opel

Neben sinkenden Verkaufszahlen, Verlusten in Millionenhöhe und einer immensen Rufschädigung ist Opel momentan mit der Behebung seiner Fehler im Zuge der Rückrufaktion beschäftigt, was für den Hersteller weitere Verluste bedeutet. Aber auch diese stehen in keiner Relation zu den Konsequenzen, die geschädigte Opel-Fahrer tragen müssen.

Benziner ebenfalls manipuliert: Rückruf von Opel Adam und Corsa

Mittlerweile weiß man, dass auch Benziner diverser Hersteller von dem Abgasskandal betroffen sind. Das KBA fordert nun auch den Zwangsrückruf der Benziner-Modelle Opel Adam und Corsa aus den Jahren 2018 und 2019.

Die Konsequenz: Wertverlust, Fahrverbote und Stilllegung

Für Sie als Opel-Besitzer stehen spätestens nach Bekanntgabe der Betroffenheit von Opel im Dieselskandal nervenaufreibende Zeiten bevor. Denn letztlich tragen Sie die Konsequenzen für die Motorenmanipulation des Herstellers mit. Es ist außerordentlich wichtig, dass Sie Ihren persönlichen Schaden so gering wie möglich halten, indem Sie sich gegen Opel zur Wehr setzen. Anderenfalls müssen Sie mit den kostenintensiven Folgen rechnen:

  • Wertverlust: Leider ist nicht davon auszugehen, dass Ihr Fahrzeug nach dem durchgeführten Software-Update mangelfrei ist. Zahlreiche betroffene, die das Update haben vornehmen lassen, beklagen einen hohen Anstieg ihrer Betriebskosten und eine Beeinträchtigung der Motorleistung des Fahrzeugs. Ein Wiederverkauf Ihres Opels ist unter den genannten Umständen unwahrscheinlich. Sie müssen mit einem Wertverlust rechnen, für den Sie nichts können.
  • Fahrverbote: Es wurden bereits in vielen deutschen Städten Fahrverbote verhängt, die Sie mit dem Software-Update umgehen können, allerdings müssen Sie künftig mit einer Verschärfung der Fahrverbote rechnen. Diese können eine Ausweitung der Betroffenheit auf Euro-5 und Euro-6-Fahrzeuge bedeuten.
  • Stilllegung: Im Endeffekt werden Ihnen zur Zeit zwei Lösungswege vorgeschlagen: Sie kommen der Rückrufaktion nach und lassen ein Update an Ihrem Opel vornehmen, das weitere Probleme zur Folge hat oder Sie weigern sich, der Rückrufforderung nachzukommen und müssen mit einer Stilllegung Ihres Opels rechnen. Sie müssen sich mit diesen Lösungsalternativen nicht zufrieden geben! Wir von der Kanzlei Stoll & Sauer haben bereits vielen Geschädigten zu Ihrem wohlverdienten Recht verholfen.
Symbolbild: Gegen Konzerne im Abgasskandal klagen

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Betroffene Opel-Modelle im Benziner- und Dieselskandal

In der folgenden Tabelle haben wir alle betroffenen Opel-Modelle für Sie aufgelistet. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge, die in dem Zeitraum 2008 bis 2017 gebaut worden sind. Erschreckenderweise sind auch aktuelle Opel-Modelle, die Euro-6-Norm zertifiziert sind und in den Jahren 2012 bis 2016 gefertigt wurden, vom Abgasskandal geschädigt.

Beachten Sie, dass nicht nur Diesel-Motoren im Abgasskandal manipuliert worden sind, sondern auch Benziner der Baujahre 2018 und 2019.

Modell Motor / Treibstoff
Astra 1.6-Liter-Motor / Diesel
Cascada 2.0-Liter-Motor / Diesel
Insignia 2.0-Liter-Motor / Diesel
Mokka 1.6-Liter-Motor / Diesel
Zafira 1.6- und 2.0-Liter-Motor / Diesel
Adam 1.2- und 1.4-Liter-Motor / Benziner
Corsa 1.2- und 1.4-Liter-Motor / Benziner

Diese Möglichkeiten haben Geschädigte im Fall Opel

Wir von der Kanzlei Stoll & Sauer haben tausende Mandanten im Abgasskandal erfolgreich vertreten. Unter anderem haben unsere beiden Inhaber Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer mit der ersten Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen 260.000 Verbrauchern zu ihrem Recht verholfen. Im Folgenden möchten wir Sie über Ihre Möglichkeiten aufklären. Nutzen Sie auch unsere kostenlosen Online-Erstberatung und erfahren Sie sofort eine mögliche Schadensersatzsumme und wie Ihre Chancen stehen. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, Ihre Chancen stehen gut, sich gerichtlich mit Opel zu einigen.

Diese Optionen stehen Ihnen offen:

  • Schadensersatz: Sie behalten Ihren Wagen und verlangen für den Verlust einen Schadenersatz. Vergangene Prozesse haben gezeigt, dass Sie mit bis zu 25% des Kaufpreises entschädigt werden können.
  • Rücktritt vom Kaufvertrag: Da Ihr Opel im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) mit dem manipulierten Motor einen Sachmangel ausweist, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis abzüglich der Nutzungsentschädigung verlangen.
  • Tausch gegen mangelfreies Auto: Es besteht außerdem die Möglichkeit, Ihr neues Auto gegen ein sauberes Modell einzutauschen. Wenn Sie das Fahrzeug als Verbraucher erworben haben, müssen Sie nicht einmal Nutzungsersatz für die gefahrenen Kilometer bezahlen

Das kostet Sie eine Klage gegen Opel

Wenn Sie einen Rechtsschutz haben, dann kostet Sie die Klage gegen Opel lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung. Diese Kosten stehen in keiner Relation zu dem möglichen Gewinn, den Sie vor Gericht einfordern können. Wir von Stoll und Sauer übernehmen gerne die Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung.

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