Dieselskandal trifft Reise- und Wohnmobilbranche sowie Transport-Gewerbe Neben Fiat-Chrysler auch Iveco und Jeep in Abgasskandal verwickelt

Der Automobilhersteller Fiat-Chrysler (Stellantis) ist in den Fokus des Diesel-Abgasskandals gerückt. Ermittler aus Deutschland, Italien und der Schweiz haben am 22. Juli 2020 unter anderem mehrere Standorte von Fiat durchsucht. Es geht laut Staatsanwaltschaft Frankfurt um den Verdacht, dass in Diesel-Motoren von Fiat bei der Abgasreinigung mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung getrickst worden ist. Beim Tochterunternehmen Jeep hat die niederländische Verkehrsaufsicht RDW bereits Anfang 2020 den SUV „Grand Cherokee“ zurückrufen lassen.

+++++++++++++Eilmeldungen+++++++++++

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wird endlich aktiv: Die Zulassungsbehörde hat erhöhte Stickoxid-Abgaswerte bei Wohnmobilen durch eigene Untersuchungen bestätigt. Jetzt prüft das KBA Schritte, wie die Abgasmanipulation an den Motoren wieder entfernt werden kann - mehr dazu hier.  

Staatsanwaltschaft Frankfurt geht davon aus, dass FCA-Motoren der Abgasnormen Euro 5 und 6 mit Abschalteinrichtungen manipuliert werden. Der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH liegt dazu ein Schreiben vom 15. April 2021 der Ermittlungsbehörde vor. Damit steigen die Chancen geschädigter Verbraucher enorm, Ansprüche auf Schadensersatz gegen FCA vor Gericht durchzusetzen - mehr dazu hier

Nach einem TV-Bericht des ARD-Magazins Plusminus vom 21. April 2021 verpesten auch Wohnmobile der Abgasnorm Euro 6b die Umwelt und halten die gesetzlichen Grenzwerte nicht ein. Der getestete Challenger mit einem 2.3l-Multijet-Motor von Fiat überschritt den Normwert für Stickoxid um den Faktor 19 - mehr dazu hier.

Unsere Kanzlei hat das erste verbraucherfreundliche Urteil gegen Fiat-Chrysler (jetzt Stellantis) erwirkt. Am Landgericht Stade ist der Autobauer am 16. April 2021 zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt worden (Az2 0 12/21) - mehr dazu hier.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat erstmals im Abgasskandal von Fiat-Chrysler und Iveco einen Rückruf in seiner Datenbank veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Iveco mit dem Transporter Daily. Die meisten Hersteller von Wohnmobilen setzen beim Fahrgestell und Motor auf den Fiat Ducato oder auf den Daily von Iveco. Beide Motoren sind Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt - mehr dazu hier.

Im Diesel-Abgasskandal ist Fiat Chrysler Automobiles (FCA, jetzt Stellantis) erstmals verurteilt worden. Das Landgericht Koblenz verurteilte am 1. März 2021 FCA zur Zahlung von Schadensersatz  (Az. 12 O 316/20). FCA muss dem Kläger für sein Wohnmobil 52.484,12 Euro bezahlen - mehr dazu hier.

Das erste Verfahren im Abgasskandal von Fiat-Chrysler hat ein Oberlandesgericht erreicht. Unsere Kanzlei hat Berufung in Karlsruhe eingelegt. Damit beschleunigt sich die juristische Aufarbeitung - mehr dazu hier

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist sich wohl sicher, dass der Konzern Fiat-Chrysler Motoren manipuliert. Unserer Kanzlei liegt ein entsprechendes Schreiben vom 30. Dezember 2020 vor. Es „ist davon auszugehen, dass Ihr Fahrzeug von den Abgasmanipulationen betroffen ist“, heißt es - mehr dazu hier.

+++++++++++++Ende++++++++++++++++

Auch das Kraftfahrt-Bundesamt hat den „Cherokee“ unter Beobachtung. Wie beim VW-Skandal sollen bei Fiat die Grenzwerte für Stickoxide im Realbetrieb auf der Straße nicht eingehalten werden. Sie als betroffener Fiat-Kunde sind geschädigt worden. Verwickelt in den neuen Abgasskandal ist auch das mit dem Fiat-Imperium verbundene Unternehmen Iveco, das neben Nutzfahrzeugen auch Motoren für kostspielige Reise- und Wohnmobile verkauft. Unsere Verbraucher-Kanzlei Dr. Stoll & Sauer verrät Ihnen Ihre Rechte gegen den Fiat-Konzern, wie Sie sich zur Wehr setzen und welche Modelle vom Dieselskandal betroffen sein könnten.

Übrigens: Sie können Fiat nach einem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auch in Deutschland verklagen.

Inhaltsverzeichnis

Illegale Abschalteinrichtung bei Fiat-Chrysler – 200.000 Fahrzeugen droht die Stilllegung

Der Diesel-Abgasskandal ist nicht nur ein Problem deutscher Automobilhersteller. Das zeigen die Razzien bei Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und CNH Industrial. CNH hat sich unter anderem auf Nutzfahrzeuge wie Transporter, Busse, Lkw und Feuerwehrautos spezialisiert. Die Verstrickungen im Diesel-Abgasskandal haben mittlerweile eine internationale Dimension eingenommen. Hier wird wahrscheinlich im großen Stil europäisches Recht gebrochen.

Dr. Stoll & Sauer rät Dieselfahrern mit einem manipulierten Fahrzeug, sich dringend anwaltlich beraten zu lassen und ihre Rechte im Abgasskandal geltend zu machen. Mindestens 200.000 in Deutschland zugelassene Fahrzeuge des Konzern sind betroffen, denen im schlimmsten Fall die Stilllegung droht – wehren Sie sich jetzt gegen den Fiat-Konzern! Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe die Käufer der betroffenen Fahrzeuge nun aufgerufen, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Der Diesel-Abgasskandal bei Fiat und Fiat-Chrysler

Bereits 2016 wurden dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Auffälligkeiten bei der Abgasreinigung in Fiat-Fahrzeugen bekannt: Der Fiat-Chrysler-Konzern solle unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut haben. Bei den ersten Tests im Mai 2016 handelte es sich um das Fiat-Modell 500X: Dort wurde festgestellt, dass die Abgasreinigung nach rund 20 Minuten abgeschaltet wird.

  • Beide Konzerne werden von der italienischen Industriellenfamilie Agnelli über die Holdinggesellschaft Exor kontrolliert.
  • Zu FCA gehören die Unternehmen Fiat, Alfa Romeo und Jeep.
  • Die Nutzfahrzeuge von CNH werden von den Herstellern Iveco (Busse, Transporter und Lkw) und Magirus (Feuerwehrfahrzeuge) vertrieben.
  • FCA  fusionierte Anfang 2021 mit dem französischen Konzern Peugeot Société Anonyme (PSA) zur Die Automobilholding Stellantis. Zur PSA gehören die Hersteller Peugeot, Citroën, DS und Opel. Stellantis ist der viertgrößte Automobilkonzern der Welt.
  • In den USA zahlte Fiat Chrysler bereits 2019 in einem Vergleichsverfahren rund 800 Millionen Dollar Strafe wegen möglicher Dieselmanipulationen.
  • Wie das Handelsblatt berichtete, sollen in Deutschland mehr als 200.000 Fahrzeuge von einer Stilllegung bedroht sein. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe die Käufer der betroffenen Fahrzeuge aufgerufen, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden.

Die Behörde ließ Gewerbeobjekte in Baden-Württemberg und Hessen durchsuchen. Zudem kam es an mehreren Standorten in der italienischen Region Piemont sowie im Schweizer Kanton Thurgau zu Durchsuchungen. Neun Personen, die in Italien leben, werden des Betrugs beschuldigt.

Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll

"Der Abgasskandal von Fiat Chrysler umfasst auch die Wohn- und Reisemobilbranche. Zehntausende Verbraucher sind mit kostspieligen Wohnmobilen unterwegs, die einen Fiat-Ducato als Basisfahrzeug installiert haben."

Dr. Ralf Stoll , Rechtsanwalt und Geschäftsführer

Abgasskandal bei Fiat weitet sich aus - Euro 5 und Euro 6 betroffen

Die Kunden von FCA sind natürlich zu recht verunsichert. Denn der Skandal ist noch größer als es im Sommer 2020 den Anschein hatte, als die Staatsanwaltschaft Frankfurt bei FCA Büroräume durchsuchte. Der Umweltexperten Axel Friedrich spricht im Interview mit unserer Kanzlei davon, dass alle Euro-5- und Euro-6-Motoren von Fiat in den Skandal verwickelt sind. Dadurch steigt die Zahl der betroffenen Verbraucher dramatisch an. Vor allem weil die ersten Motoren mit Euronorm 5 bereits 2008 bei Fiat vom Band liefen. Ein Blick in die Statistik verrät die Dimension des Skandals:

  • Rund 1,2 Millionen Fahrzeuge von Fiat sind in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen (Stand 1. Januar 2020).
  • Davon knapp 290.000 vom reinen Diesel-Modell Ducato.
  • In weiteren 12 Fahrzeug-Modellen von Fiat werden Dieselmotoren angeboten.

Hinzu kommen knapp 290.000 Fahrzeuge der FCA-Marken Jeep, Chrysler und Alfa Romeo. Auch hier kommen Dieselmotoren zum Einsatz. Chrysler spielt jedoch mit rund 47.000 Fahrzeugen auf deutschen Straßen kaum eine Rolle.

Da der Skandal bereits seit 2016 von behördlicher Seite aus bekannt war und 2018 medienöffentlich wurde, drängt die Zeit. Es besteht die Gefahr, dass Ende 2021 der Skandal bereits verjährt. Daher raten wir zum schnellen Handeln und Klagen. Denn die Autobauer spielen gerne auf Zeit. Eine anwaltliche Beratung sollte unbedingt in Anspruch genommen werden.

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Fiat, Iveco und Jeep: Welche Modelle sind laut Behörden vom Abgasskandal betroffen?

Offiziell sind bisher drei Modelle des Fiat-Konzerns ins Visier von europäischen Behörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt geraten. Die Informationspolitik des Unternehmens ist als sparsam zu bewerten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt zeigen jedoch, dass der Skandal viel größer ist, als die Verkehrsbehörden es bisher öffentlich angenommen haben. Unsere Kanzlei geht davon aus, dass bei Fiat alle Motoren und somit alle Modelle mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 vom Skandal betroffen sind. Erst ab Euro 6dTemp ist mit normkonformen Motoren zu rechnen. Hier zuerst Fahrzeug-Modelle die behördlich mit überhöhten Abgaswerte aufgefallen sind:

Marke Handelsbezeichnung Hubraum in ccm Leistung in KW EU Emissionsstufe
Fiat 500x 1956 103 Euro 6
Fiat Ducato 2999 130 Euro 5
Jeep Cherokee 1956 125 Euro 5
Jeep Renegade Multijet Euro 6
Fiat Panda Euro 5
Fiat Tipo Euro 6
Fiat Ducato Euro 6
Iveco Daily Hi-Matic
Iveco Daily 4x4
Iveco Eurocargo

Fiat-Tochter Jeep unter Beobachtung der niederländischen Behörde

Iveco baut nicht nur LKWs, sondern liefert auch Motoren an Reise- und Wohnmobilhersteller. Iveco ist ein Teil der CNH Industrial, die zum Unternehmensimperium der Familie Agnelli gehört, die Fiat gegründet hat. Dabei stehen Motoren unter Verdacht, die EU-Abgasnorm nicht einzuhalten und eine manipulierte Abgasreinigung verbaut zu haben. Betroffen ist beispielsweise der Motor Daily Hi-Matic von Iveco, welcher von zahlreichen anderen Wohnmobil-Herstellern, wie Dethleffs, Laika oder Phoenix, verwendet wird. Damit könnten demnach nicht nur Fahrzeuge des Fiat-Konzerns vom Skandal betroffen sein, sondern auch Marken, die lediglich die technische Basis der Autoherstellers nutzen.

Die niederländische Behörde RDW hat unlängst Jeep-Modelle untersucht. Das Pikante: Wenn ein Hersteller ein neues Dieselauto auf den Markt bringen will, wird es zunächst von einer europäischen Fahrzeugbehörde wie dem RDW getestet und eine Genehmigung für den europäischen Markt erteilt. Nach der erneuten Untersuchung drohte RDW Jeep mit dem Widerruf der europäischen Typengenehmigung, sollte Jeep keine Verbesserung für die untersuchten Fahrzeuge vorweisen können, denn auch bei Jeep seien „verbotene Emissionsstrategien“ festgestellt worden. Ohne die Typengenehmigung dürfen die Fahrzeuge in keinem EU-Land mehr zugelassen oder betrieben werden.

Diese Motoren stehen im Fiat Abgasskandal unter Verdacht

Das Polizeipräsidium Frankfurt hatte bis zum 8. Februar 2020 in einem Zeugenaufruf detailliert verschiedene Motoren vom Typ Multijet der Baujahre 2014 bis 2019 (Euro 5 und Euro 6) aufgelistet, die unter Verdacht stehen, die Abgasreinigung zu manipulieren. Mittlerweile hat die Polizei die Webseite geändert und teilt mit: 

„Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen Fahrzeugen (PKWs, Transporter und Wohnmobile) des Hersteller Fiat Chrysler (der Marken Fiat, Jeep und Alfa Romeo), die die Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 erfüllen. Neuere Fahrzeuge, die die Abgasnorm EUR 6dTemp erfüllen, sind nicht Bestandteil der hier geführten Ermittlungen.“

Damit bestätigt sich letztlich das, was wir und der Umweltexperte Axel Friedrich von Anfang an im Abgasskandal von Fiat Chrysler vermutet haben. Alle Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 sind in den Abgasskandal bei Fiat-Chrysler verwickelt  - auch der 2,3 Liter Motor Multijet2. Erst ab Euro 6dTemp entspricht die Abgasreinigung den gesetzlichen Vorgaben.

Hier die mittlerweile vom Netz genommene Liste des Polizeipräsidiums Frankfurt, in der die unter Verdacht stehenden Motoren der Baujahre 2014 bis 2019 (Euro 5 und Euro 6) benannt waren:

Weiter hat die Polizei Motoren der sogenannten Light-Duty- / Heavy-Duty-Reihe aufgelistet, die in Kraftfahrzeugen der Marken Fiat und Iveco verbaut und mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehen worden sein sollen:

  • 110 Multijet F1AE3481G
  • 115 Multijet 250A1000
  • 150 Multijet F1AE3481D
  • 180 Multijet F1CE3481E

Zum Fiat-Chrysler-Konzern gehören die Automarken Fiat und Alfa Romeo. Alle Diesel-Modelle dieser Hersteller stehen erst einmal unter Verdacht. Sie als Verbraucher könnten geschädigt sein. Lassen Sie sich das nicht gefallen. Wir helfen Ihnen, damit Sie zu Ihrem Recht kommen.

Umweltexperte Friedrich: Betroffen sind Motoren mit Euro 5 und Euro 6

Welches Ausmaß der Skandal noch annehmen wird, zeigt die Aussage des Umweltexperten Axel Friedrich, der bei zahlreichen Fiat-Modellen die Abgaswerte auch im normalen Straßenbetrieb überprüft hat. Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 sind nach seinen Untersuchungen im Skandal verwickelt. Letztlich werden keine Abgasnormen bei diesen Motoren eingehalten. Friedrich nennt das im Interview mit unserer Kanzlei Euro 0. 

Nur Antriebe mit Euro 6dTemp und Euro 6d hielten die vorgeschriebene Abgasnormen ein. Friedrich hatte 2016 den Diesel-Skandal bei Fiat aufgedeckt und war auch maßgeblich an der Aufarbeitung des VW-Skandals beteiligt. Da alle Euro-5-Motoren im Skandal involviert sind, hat die Manipulation am Abgaskontrollsystem bereits 2008 begonnen. Damals gingen die ersten Motoren mit der Euronorm 5 bei Fiat vom Band.

Camper-Szene durch Abgasskandal bei Fiat in Schockstarre

Seit 2016 ist dem Kraftfahrt-Bundesamt bekannt, dass Fiat die Motorensteuerung so manipuliert, dass nur auf dem Prüfstand die Abgasnormen eingehalten werden. Die Motoren hätten daher nie in Reisemobilen eingebaut werden dürfen. Mit Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft bei FCA am 24. Juli 2020 ist der Dieselskandal bei Wohnmobilen ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurückgekehrt – und hat die Camper-Szene in Schockstarre versetzt.

Die Furcht vor Fahrverboten und Wertverlust ist groß. Manfred Buck aus Niedersachsen hat eine Facebook-Gruppe gegründet, um über den Skandal zu informieren. Unterstützt wird er von Dr. Stoll & Sauer. Mit dem Know-how der Spezialkanzlei können offene Fragen beantwortet werden. Zudem stellt Dr. Stoll & Sauer mit der kanzleieigenen Facebook-Gruppe besorgten Verbraucher der Camper-Szene Informationen aus erster Hand zur Verfügung.

Der YouTuber Ronny Neubert aus Hattingen informiert die Camper-Szene auf seinem Kanal #Projekt SUNxxRISE99 wohnen#im#kasten über den Abgasskandal bei Fiat-Chrysler. Er ist selbst mit seinem Challenger Vany Elegance (Euro 6b) vom Skandal betroffen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer unterstützt ihn auf seinem Kanal mit ihrem Wissen und ihrer Expertise.  Anfang April 2021 reiste Ronny Neubert nach Berlin, um den Abgasausstoß seines Kastenwagens messen zu lassen. Das TV-Magazin Plusminus will am 21. April 2021 über die Ergebnisse und den Skandal berichten.

Die Vorstellung Kanzlei Dr. Stoll & Sauer // Wie kam die Kanzlei zum Thema Dieselskandal FIAT

Interview mit Geschäftsführer Ralph Sauer

Wohnmobile mit Iveco-Dieselmotor

Iveco stellt seine Motoren und Fahrgestelle des Daily 4x4 und Eurocargo auch anderen Wohnmobilherstellern zur Verfügung. So ist es möglich, dass nicht nur in Modellen, die unter dem Namen Iveco verkauft wurden, manipulierte Dieselmotoren stecken. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, ob ihr Wohnmobil betroffen sein könnte.

Wohnmobilhersteller, die Iveco Dieselmotoren verwenden Wohnmobilhersteller, die Iveco Dieselmotoren verwenden
Biomobil Morelo
Bocklet Niesmann Bischoff
Carthago Notin
Concorde Pilote Le Voyageur
Dethleffs Phoenix
Dopfer Protec
Form IT Swift
Kerkamm Woelcke
Laika

Wohnmobile mit Fiat-Motoren

Besonders die Reise- und Wohnmobil-Branche ist vom Abgasskandal betroffen. Unzählige Hersteller beziehen von FCA Fahrgestell und Motor. Auf der Website www.fiatcamper.de befinden sich Links zu Herstellern zu Reise- und Wohnmobilen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass diese auch Motoren von Fiat verwenden: 

Wohnmobilhersteller, die Fiat-Chrysler Dieselmotoren verwenden Wohnmobilhersteller, die Fiat-Chrysler Dieselmotoren verwenden
Adria Joint
Arca Kabe
Autostar Karmann
Autotrail Knaus
Bavaria Laika
Benimar La Strada
Bürstner Le Voyageur
Campereve LMC
Cardi McLouis
Caravans international Mobilvetta
Carthago Morelo
Challenger Niesmann + Bischoff
Chausson Notin
Clever Phoenix
Concorde Pilote
Dethleffs PLA
Elnagh Pössl
Eura Mobil Rapido
Fleurette Rimor
Font Vendome Roller Team
Forster Sunlight
Frankia Sunliving
Hobby Swift
Hymer Weinsberg
Hymer car Westfalia
Itineo Wingamm
Symbolbild: Gegen Konzerne im Abgasskandal klagen

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Was kann ich als Geschädigter gegen Fiat unternehmen?

Fiat-Kunden haben jetzt natürlich viele Fragen. Unsere Kanzlei hat mittlerweile im Diesel-Abgasskandal tausende von Urteilen zugunsten der Verbraucher erstritten und Vergleiche abgeschlossen. Wir gehören zu einer der erfahrensten Kanzleien im Abgasskandal, haben am 6. Oktober 2015 die erste Klage im Dieselskandal von VW eingereicht und mit dem Abschluss der Musterfeststellungsklage deutsche Rechtsgeschichte geschrieben. Wir gehen davon aus, dass sich der Fall Fiat ähnlich entwickeln wird wie die Skandale bei VW, Daimler, BMW und Opel. Deshalb hat die Kanzlei am 3. August 2020 die erste Klage im Abgasskandal gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Landgericht Freiburg eingereicht.

Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, juristisch auf den Abgasskandal bei Fiat zu reagieren?

  • Neulieferung
    Wurde das Fahrzeug als Neuwagen von einem Händler gekauft und ist die zweijährige Gewährleistungsfrist nach Übergabe noch nicht abgelaufen, kann die Neulieferung eines aktuellen sauberen Modells verlangt werden. In diesem Fall muss das alte Wohnmobil zurückgegeben werden. Auch hierzu hat der Bundesgerichtshof sich bereits positiv geäußert. Der Clou ist, dass für das alte Fahrzeug und die gefahrenen Kilometer keine Nutzungsentschädigung bezahlt werden muss. Man ist also jahrelang kostenlos gefahren.
     
  • Rücktritt/Rückgabe
    Sowohl gegenüber dem Hersteller als auch gegenüber dem Händler kann die Rückgabe des Fahrzeugs geltend gemacht werden. Es muss der Kaufpreis zurückgezahlt werden und zuzüglich Ausstattungen, die an dem Fahrzeug angebracht wurden. Bisher nimmt die Rechtsprechung noch an, dass eine Nutzungsentschädigung zu bezahlen ist. Diese können Sie auf unserer Homepage berechnen. Da der Fiat Ducato sehr langlebig ist, kann man durchaus eine Gesamtlaufleistung von 300.000 oder 400.000 km annehmen. Dadurch lohnt sich die Rückgabe. Die Frage, ob überhaupt eine Nutzungsentschädigung geschuldet ist, muss aber noch durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklärt werden, dem diese Frage vorliegt.
     
  • Minderung
    Das Fahrzeug muss jedoch nicht zwingend zurückgegeben werden. Aufgrund der Manipulation hat es mit Sicherheit einen Minderwert, den man geltend machen kann. Wir haben bereits Urteile erstritten, in denen 25 % als Minderung gewährt wurden.  Sie können also ihr Fahrzeug behalten und erhalten einen großen Teil ihres Kaufpreises zurück. Wir empfehlen diese Variante nicht, weil die Fahrzeuge mit großen Unsicherheiten verbunden sind.
     
  • Schadensersatz
    Neben all diesen Varianten lassen wir feststellen, dass Fiat Schadensersatz schuldet. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Schäden, die durch eine Stilllegung oder durch sonstige Maßnahmen entstehen, abgedeckt sind. So sichern wir Ihre Ansprüche auch vor einer möglichen Verjährung.
     
  • Staatshaftungsklage gegen die BRD
    Eigentlich hätten die Fahrzeuge spätestens ab 2016 durch die Bundesrepublik mit einem Verkaufstopp belegt werden müssen. Uns liegen interne Unterlagen vor, die belegen, dass man die Wohnmobilhersteller in Deutschland offensichtlich schützen wollte. Außerdem wurde europäisches Recht nicht richtig umgesetzt. Wir verklagen deshalb bei dem Kauf eines Fahrzeugs ab 2016 die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz.

Möglichkeiten wie die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Geschädigte unterstützen

Sie könnten vorsätzlich getäuscht worden sein: Um sich gegen den Fiat-Konzern zu wehren, empfehlen Dr. Stoll & Sauer eine Individualklage. Dabei können Sie auf Schadensersatz klagen und erhalten den Minderwert des Fahrzeugs erstattet. Unsere Kanzlei hat im Abgasskandal von VW bis zu 25 Prozent Schadensersatz erstritten. Dr. Stoll & Sauer konnten im Abgasskandal bereits tausenden Geschädigten zu Ihrem Recht verhelfen. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, von Ihrem Kaufvertrag zurückzutreten oder Ihr Fahrzeug gegen ein sauberes Modell zu tauschen.  Sofern Sie Ihr Fahrzeug über einen Kredit finanziert haben oder es sich um ein Leasingfahrzeug handelt, besteht weiterhin die Chance, dass Sie diesen Vertrag auf Grund fehlerhafter Klauseln unbegrenzt widerrufen können.

Kosten und Erfolgsaussichten einer Klage gegen Fiat, Iveco und Jeep

Ihre Chancen, im Abgasskandal gegen Hersteller zu klagen und den Fall zu gewinnen, stehen sehr gut. Wenn sich der Verdacht bestätigt, steht Ihnen mit höchster Wahrscheinlichkeit Schadensersatz zu. Dr. Stoll & Sauer haben Im Abgasskandal bereits etliche Urteile und positive Vergleiche zugunsten der Autobesitzer erstritten und vertreten auch weiterhin die Rechte der Geschädigten.

Mit einer Rechtsschutzversicherung zahlen Sie zudem höchstens eine vereinbarte Selbstbeteiligung, die Versicherung übernimmt alle darüber hinaus anfallenden Kosten in einem Prozess. Das heißt, das Risiko für Sie ist minimal. Nutzen Sie gerne unsere kostenlose Online-Erstberatung: Wir prüfen für Sie die Chancen in Ihrem Fall und geben Ihnen eine direkte Ersteinschätzung inkl. möglicher Entschädigungssumme.

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Häufig gestellte Fragen zum Fiat-Chrysler-Abgasskandal

In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Fahrzeuge von Fiat unterwegs. Wobei rund 700.000 Fahrzeuge auf die Modelle Panda, 500 und Punto entfallen. Vom Diesel-Abgasskandal könnten folgende Modelle betroffen sein:

  • Panda
  • 500
  • Punto
  • Tipo
  • Bravo
  • Palio
  • Linea
  • Sedici
  • Idea
  • Freemont
  • Doblo
  • Ducato
  • Scudo
  • Talento

Ältere Diesel-Modelle wie Stilo und Croma sind hier nicht mehr berücksichtigt.

Iveco selbst hat laut Behörden bei den drei Modellen Daily Hi-Matic, Daily 4X4 und Eurocargo illegale Abschalteinrichtungen verwendet. Doch viele unabhängige Hersteller, wie Dethleffs, Laika oder Phoenix, nutzen die Motoren des Herstellers Iveco und könnten somit ebenfalls in den Skandal verwickelt sein.

Bei der Fiat-Tochter Jeep stehen bislang die Modelle Cherokee mit der Euro-Norm 5 und der Renegade Multijet schwarz und rot mit der Euro-Norm 6 unter Verdacht. Auch hier schließt die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer nicht aus, dass weitere Modelle ebenfalls betroffen sein könnten.

Bei Fiat-Chrysler wurden laut Verdacht illegale Abschalteinrichtungen verbaut: Sie sorgen dafür, dass die Grenzwerte des Stickstoffdioxid-Ausstoßes nur auf dem Prüfstand eingehalten werden. Im regulären Straßenverkehr sind die Werte jedoch deutlich höher als erlaubt.

Nein! Um gegen Fiat zu klagen, muss kein italienisches Gericht angerufen werden. Der Europäische Gerichtshof hat bereits entschieden, dass generell Hersteller eines manipulierten Diesels nicht nur in dem Mitgliedstaat verklagt werden können, in dem das Unternehmen die Manipulation vorgenommen hat, sondern auch in allen anderen Mitgliedstaaten, in denen die manipulierten Fahrzeuge anschließend verkauft und erworben wurden – demnach auch in Deutschland.

Der Abgasskandal von Fiat-Chrysler nahm wie schon der bei VW seinen Anfang in den USA. Hier Fakten, was im Skandal alles bekannt und geschehen ist und wie KBA und Verkehrsministerium die Hände in den Schoß gelegt haben, obwohl europäisches Recht gebrochen worden ist:

  1. In den USA klagten bereits 2015 Investoren wegen angeblich irreführender Angaben zu Dieselabgasen gegen FCA. Erst im April 2019 einigte sich Fiat Chrysler im Rechtsstreit mit US-Anlegern auf einen Vergleich. Der Autokonzern akzeptierte eine Zahlung von 110 Millionen Dollar (98 Millionen Euro).
     
  2. Im Frühjahr 2016 ließ die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im Zuge des Diesel-Abgasskandals vom VW auch die Abgaswerte von Fahrzeugen anderer Hersteller überprüfen. Der Fiat 500X Euro 6 sprengte laut einer Mitteilung vom 9. Februar 2016 mit 1777 mg/km Stickoxid bei einer Untersuchung durch die Berner Hochschule alle Normen. Euro 6 erlaubt einen Ausstoß von 80 mg/km Stickoxid.
     
  3. Das von der DUH informierte Kraftfahrt-Bundesamt überprüfte nun ebenfalls Fiat-Fahrzeuge. Im April 2016 fiel neben dem Fiat 500X auch der Fiat Ducato Euro 5 negativ auf. Das KBA stellte klar, dass das System der Abgasrückführung (AGR) in seiner Wirksamkeit reduziert arbeitet. Das ist letztlich eine Beschreibung für das Vorhandensein einer unzulässigen Abschalteinrichtung. Der Ducato dient als Basisfahrzeug für die Reise- und Wohnmobilbranche.
     
  4. Wenig später informierte die Bosch GmbH das Bundesverkehrsministerium darüber, dass der Autozulieferer an Fiat unzulässige Abschalteinrichtungen geliefert hatte. Bosch war im Zuge der Untersuchungen zum VW-Abgasskandals ins Visier der Ermittler geraten und packte in einem Gespräch am 14. April 2016 beim KBA gegen Fiat aus.
     
  5. Im Mai 2016 forderte das KBA Fiat und die italienische Zulassungsbehörde dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die hergestellten Fahrzeuge mit dem genehmigten Typ in Übereinstimmung gebracht werden. Für die italienische Behörde besteht jedoch bis heute kein Handlungsbedarf.
     
  6. Das KBA beabsichtigte, die Typengenehmigung für Reise- und Wohnmobile mit Fiat-Motoren zu verweigern. Am 25. Mai 2016 intervenierte die Geschäftsleitung von Knaus Tabbert brieflich beim damaligen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und bittet um eine Lösung des Problems. Der wandte sich am 3. Juni 2016 per Mail an den damaligen Bundesverkehrsminister und Parteifreund Alexander Dobrindt. Am 14. Juni 2016 wurde das KBA gestoppt und die Reise- und Wohnmobile erhielten wieder eine Genehmigung. Die deutschen Hersteller sollten keine Nachteile durch eine Fahrzeugtechnik erleiden, die sie nicht zu verantworten hatten.
     
  7. Am 31. August 2015 informierte das Bundesverkehrsministerium die EU-Kommission über die Ergebnisse des KBA.
     
  8. Im Mai 2017 leitete die EU-Kommission aufgrund des Fiat 500X ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die italienische Regierung ein.
     
  9. 2017 begannen Ermittlungen in den USA gegen den Konzern. Die US-Umweltbehörde EPA fand acht Abschalteinrichtungen in Fahrzeugen mit Fiat-Motoren. Am 22. Mai 2017 reichte die US-Justizbehörde für die EPA Klage gegen FCA ein. Fiat stritt jedoch ab, die Dieselfahrzeuge manipuliert zu haben. Um die Klage und eine weitere des Bundesstaats Kalifornien beizulegen, zahlte FCA im Januar 2019 mehr als 500 Millionen Dollar (434 Millionen Euro). Zudem musste FCA rund 300 Millionen Dollar für Entschädigungen von US-Autobesitzern sowie Rückrufe und Reparaturen von Dieselwagen bezahlen. Der mitangeklagte deutsche Zulieferer Bosch sollte bis zu 27,5 Millionen Dollar zahlen. 
     
  10. Am 17. Mai 2018 reichte die EU-Kommission vor dem EuGH Klage unter anderem gegen Italien ein. Deutschland, Italien, Luxemburg und das Vereinigte Königreich sollen die EU-Vorschriften für die Typgenehmigung von Fahrzeugen missachtet haben.
     
  11. Am 22. Juli 2020 kam es durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt zu Durchsuchungen von Büroräumen bei FCA in Deutschland, Italien und der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den Konzern wegen Betrugs. Betroffen sind Multijetmotoren der Abgasnormen Euro 5 und 6 der Baujahre 2014 bis 2019. Der seit 2016 schwelende Diesel-Abgasskandal kochte in Deutschland wieder hoch. Es geht um den Verdacht des Betrugs im großen Stil.
     
  12. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigt auf der Webseite des Polizeipräsidiums Hessen, dass gegen Fiat Chrysler wegen Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 ermittelt wird. Das Jahr spielt offensichtlich keine Rolle mehr. „Neuere Fahrzeuge, die die Abgasnorm EUR 6dTemp erfüllen, sind nicht Bestandteil der (…) Ermittlungen“, heißt es auf der Website.
     
  13. FCA wird im März 2021 erstmals am Landgericht Koblenz zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.
     
  14. Für die ermittelnde Staatsanwaltschaft Frankfurt ist mittlerweile offensichtlich klar, dass FCA-Motoren der Abgasnormen Euro 5 und 6 mit Abschalteinrichtungen manipuliert werden. Sie seien „amtsbekannt“, heißt es in einem Schreiben der Ermittlungsbehörde, die der Kanzlei vorliegt.
     
  15. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wird endlich aktiv: Die Zulassungsbehörde hat mit Schreiben vom 23. April 2021 erhöhte Stickoxid-Abgaswerte bei Wohnmobilen durch eigene Untersuchungen bestätigt. Jetzt prüft das KBA Schritte, wie die Abgasmanipulation an den Motoren wieder entfernt werden kann.  

  1. Am 1. August 2020 richtet Dr. Stoll & Sauer eine Webseite für Verbraucher mit Informationen rund um den Skandal ein. Die Seite wird ständig aktualisiert.
     
  2. Am 3. August 2020 reicht Dr. Stoll & Sauer die erste Klage im Abgasskandal gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Landgericht Freiburg ein.
     
  3. Anzeige wegen Betrugs gegen die Robert Bosch GmbH am 8. Oktober 2020 bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Bosch hatte die Abschalteinrichtungen für die Fiat-Motoren geliefert und den Autobauer beim Kraftfahrt-Bundesamt angeschwärzt. Aus Sicht der Kanzlei liegt hier eine Tatbeteiligung an einem Betrug vor.
     
  4. Aus Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und Schriftwechseln geht hervor, dass die Behörde bereits 2016 wusste, dass im Fiat-Motor Ducato eine unzulässige Abschalteinrichtung das Abgaskontrollsystem manipulierte. Trotzdem hat die Behörde Wohnmobile mit diesem Motor die Typengenehmigung womöglich auf Anordnung des Bundesverkehrsministeriums erteilt. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer fordert vom Präsidenten des KBA Richard Damm mit Schreiben vom 7. Oktober 2020 Auskunft und Akteneinsicht über den Vorgang und übersandte ihm einen Fragenkatalog.
     
  5. Im Skandal involviert ist auch der aktuelle Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein Vorgänger im Amt Alexander Dobrindt (beide CSU). Sie haben dafür gesorgt, dass Wohn- und Reisemobile eine Typengenehmigung erhalten, obwohl die Motoren mit illegaler Motorensteuerung ausgerüstet waren. Gegen beide sowie die Bundesrepublik Deutschland wird die Kanzlei im Namen von Mandanten Klage auf Schadensersatz erheben, falls sich die beiden Politiker nicht bereit erklären, für den entstandenen Schaden aufzukommen.
     
  6. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2020 hat die Kanzlei Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Berlin und München gegen die beiden CSU-Politiker Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt gestellt. Vorwurf: Beihilfe zum Betrug. Gemeinsam waren sie im Sommer 2016 dafür mitverantwortlich, den Diesel-Abgasskandal von Fiat Chrysler in die Reise- und Wohnmobilbranche hineingetragen zu haben. 
     
  7. Gründung der Facebook-Gruppe „Fiat-Skandal Interessengemeinschaft“. Hier können sich betroffene Verbraucher Hilfe und Informationen abholen. Zudem kooperiert die Kanzlei mit der Gruppe „Abgasskandal Wohnmobile mit Fiat Ducato Motor der Baujahre 2014-2019“.
     
  8. Was ist aus dem Vertragsverletzungsverfahren mit der Nummer 20172044 gegen Italien geworden? Fiat Chrysler hat sich nicht an die Richtlinien zur Typengenehmigung gehalten und die italienische Zulassungsbehörde hat offensichtlich nichts dagegen unternommen. Die Kanzlei will deshalb in einem Schreiben vom 15. Oktober 2020 von der Kommission wissen, wie der Stand der Dinge bei dem Verfahren ist.
     
  9. Der YouTuber Ronny Neubert informiert die Camper-Szene auf seinem Kanal #Projekt SUNxxRISE99 wohnen#im#kasten über den Abgasskandal bei Fiat. Die Kanzlei unterstützt ihn dabei mit ihrem Wissen und ihrer Expertise.
     
  10. Im Interview mit dem Umweltexperten Axel Friedrich macht die Verbraucherkanzlei öffentlich, dass alle FCA-Motoren mit den Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 im Abgasskandal verwickelt sind. Die Abgasmanipulationen begannen bereits im Jahr 2008.
     
  11. Dr. Stoll & Sauer hat im Oktober und November 2020 beim Emissions-Kontroll-Institut (EKI) der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zwei Reisemobile testen lassen. Die Ergebnisse sind schockierend: Wohnmobile der Hersteller Pilote und Dethleffs, die mit Fiat-Ducato-Motoren ausgerüstet sind, sprengen die gesetzlichen Abgasgrenzwerte für Stickoxide. Fahrzeuge mit der Euroabgasnorm 5 überschreiten den Grenzwert für Leichte Nutzfahrzeuge (280 mg/km) im normalen Straßenverkehr um das 9,9- bzw. 6,9-fache.
     
  12. Der Hersteller Knaus Tabbert ist dafür mitverantwortlich, dass manipulierte Motoren in Reise- und Wohnmobilen verbaut worden sind. Aus diesem Grund hat Dr. Stoll & Sauer am 1. Dezember 2020 Klage gegen Knaus Tabbert am Landgericht Osnabrück eingereicht. Auf Intervention der Geschäftsleitung von Knaus Tabberts beim damaligen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erhielten die Fahrzeuge eine Typzulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt. Dabei war allen Beteiligten klar, dass die Motoren nicht genehmigungsfähig waren.
     
  13. Das erste Verfahren unserer Kanzlei liegt mittlerweile dem Oberlandesgericht Karlsruhe zur Entscheidung vor.
     
  14. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist sich mittlerweile wohl sicher, dass FCA Motoren manipuliert. Der Kanzlei liegt ein entsprechendes Schreiben vom 30. Dezember 2020 vor. Es „ist davon auszugehen, dass Ihr Fahrzeug von den Abgasmanipulationen betroffen ist“, heißt es in einem Schriftverkehr zwischen einem Verbraucher und der Staatsanwaltschaft.
     
  • Handelsblatt zum Abgasskandal

    "Der Abgasskandal erfasst auch die Reisemobilbranche. Camping ist eine der wenigen Wachstumsgeschichten im Corona-Jahr. Dass viele Wohnmobile gegen Umweltauflagen verstoßen, scheint die Politik nicht zu stören. Bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt herrscht auch in Coronazeiten Hochbetrieb."


    14. Dezember 2020
    Handelsblatt

  • Badisches Tagblatt zum Abgasskandal

    "In der Affäre um unerlaubte Abschalteinrichtungen in Fiat-Dieselfahrzeugen hat die Lahrer Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Strafanzeige wegen Beihilfe zum Betrug in erheblichem Umfang gegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und seinen Parteikollegen und Amtsvorgänger Alexander Dobrindt gestellt."


    29. Oktober 2020
    Badisches Tagblatt

  • Stuttgarter Zeitung zum Abgasskandal

    "Der Dieselrichter bekommt keine Dieselfälle mehr. Der für die Autoindustrie lästige Richter Reuschle soll nach Ansicht der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer „endgültig entsorgt“ werden."


    24. November 2020
    Stuttgarter Zeitung

Unsere Expertise im Abgasskandal

Unsere Kanzlei hat bereits tausende Urteile und Vergleiche zugunsten der Verbraucher durchgesetzt. Mit der Musterfeststellungsklage gegen VW haben die Inhaber unserer Kanzlei, Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer, deutsche Rechtsgeschichte geschrieben und einen 830 Millionen Euro Vergleich erzielt. Damit gehört unsere Kanzlei zu den führenden Kanzleien im Kampf gegen die Konzerne im Abgasskandal. Lassen Sie sich nicht von Herstellern wie Fiat, Iveco und Jeep täuschen und ziehen Sie vor Gericht. Dr. Stoll & Sauer unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.