Diese Ansprüche haben Sie! Abgasskandal: Alle Infos zum Diesel- und Benzinerskandal

Am 18. September 2015 erreichte der Abgasskandal die Öffentlichkeit: Der Volkswagen-Konzern hatte über Jahre wissentlich Fahrzeuge so manipuliert, dass die Stickoxid-Grenzwerte im normalen Fahrbetrieb nicht eingehalten wurden. Damit hat er seine Kunden auf der ganzen Welt getäuscht. Und der Skandal ist noch lange nicht zu Ende, denn es kommen immer neue Vorwürfe gegen die beteiligten Hersteller ans Tageslicht. Der Abgasskandal Dieselgate 2.0 erfasst gerade die Automobilindustrie. Und schon lange ist nicht mehr nur VW beteiligt. Was bislang im Abgasskandal bekannt ist, was Sie als Geschädigter tun können und wie Ihnen die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer dabei helfen kann, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis
Immer mehr Autohersteller sind in den Dieselskandal verwickelt
Silbernes Dieselfahrzeug fährt schnell auf der Stadtautobahn
Der Abgasskandal ist noch lange nicht beendet: Immer mehr Fahrzeuge sind betroffen

Die Chronik des Dieselskandals

Im September 2015 wirft die US-amerikanische Umweltbehörde EPA Volkswagen vor, die Prüfstandsmessung des Schadstoffausstoßes bei Dieselfahrzeugen mithilfe einer illegalen Software manipuliert zu haben. Bei dem manipulierten Motor geht es um den Typ EA189, der in zahlreichen Fahrzeugen des VW-Konzerns und seinen Marken Audi, SEAT und Skoda verbaut wurde. Bereits fünf Tage nach Bekanntwerden des Skandals tritt der VW-Chef Martin Winterkorn von seinem Amt zurück. Der Aktienkurs war in den Tagen zuvor massiv eingebrochen.

Im Oktober 2015 zwingt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Volkswagen zum Rückruf von 2,4 Millionen Dieselfahrzeugen in Deutschland, VW weitet den Rückruf „freiwillig“ auf 8,5 Millionen Autos auf dem europäischen Markt aus. Erstmals seit dem Beginn der Krise sieht der Konzern auch Arbeitsplätze in Gefahr. Im dritten Quartal meldet der weltweit größte Autobauer einen Verlust von 3,5 Milliarden Euro.

Im November 2015, rückt dann die VW-Tochter Audi in den Fokus: Auch in den Fahrzeugen der Ingolstädter ist eine illegale Abschalteinrichtung verbaut worden. Betroffen sind dabei jetzt auch die 3,0 und 4.2 Liter Motoren, die auch bei Porsche und in VW-SUVs im Einsatz sind. Ebenso wie bei kleineren Motoren, erkennt die Software, ob das Fahrzeug auf der Straße fährt oder auf dem Prüfstand getestet wird und verändert die Abgasreinigung: Im Realbetrieb ist der erlaubte Stickoxid-Ausstoß deutlich höher, als es die europäischen Vorgaben es erlauben.

Bis heute gibt es Hinweise, dass die Manipulation im Gesamtkonzern von Audi ausging. Ein Vorwurf, der weiter ungeklärt ist. Auch die damaligen Konzernvorstände beteuern weiter ihre Unschuld, was angesichts des Ausmaßes des Skandals nur schwer zu glauben ist. Vermutet wird eine illegale Absprache, weit über die Grenzen des VW-Konzerns hinaus, die den Zweck hatte, Kosten auf dem Rücken der Kunden und der Umwelt zu sparen.

Im November 2015 genehmigt das KBA die Umrüstung des EA189 mittels Software-Update, welches im Laufe des Jahres 2016 über die Werkstädten ausgeliefert werden soll. Das Update erweist sich jedoch als mangelhaft. Viele Autofahrer klagen über Mehrverbrauch, Leistungseinbrüche und weitere Probleme. Heute steht fest, dass VW in dem Update eine weitere Möglichkeit zur Manipulation verbaut hat. Das sogenannte Thermofenster. Eine Technik, die auch im Nachfolger des EA189, dem EA288, zum Einsatz kommt. In diesem Zusammenhang spricht unsere Kanzlei auch vom Dieselskandal 2.0.

Im Laufe der Jahre kam ans Licht, dass sich auch zahlreiche weitere Hersteller, wie MercedesBMW oder Opel, nicht vom Abgasskandal freisprechen können: Hier wurde ebenfalls manipuliert. Erst im Sommer 2020 gab es Durchsuchungen bei Fiat-Chrysler.

Diese Automarken sindvom Abgasskandal betroffen

Erste Musterfeststellungsklage und Urteile des BGH

Die juristische Aufarbeitung dauert bis heute an und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Anfänglich sahen Politik und selbst Verbraucherschützer kaum Chancen, den Autobauer für seine Tricksereien haftbar zu machen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer war die erste Sozietät, die am 6. Oktober 2015 eine Klage im Diesel-Abgasskandal gegen VW einreichte, und damit den Weg zum Gesetz über die Musterfeststellungsklage und zum ersten Urteil vor dem BGH mit erkämpfte.  Mit der Musterfeststellungsklage - eine Sammelklage light - haben die Inhaber unserer Kanzlei, Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer, zusammen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband deutsche Rechtsgeschichte geschrieben und so erstmals einer Gruppe von Verbrauchern gegen einen Großkonzern zu ihrem Recht verholfen. An dem Verfahren, das im Mai 2020 mit einem Vergleich und der Zahlung von rund 830 Millionen Euro endete, haben sich rund 470.000 Dieselfahrer beteiligt.

Mit der Einigung zwischen dem Verbraucherzentrale Bundesverband und VW in der Musterfeststellungklage ist der Abgasskandal noch längst nicht beendet. Auch wenn das in der Öffentlichkeit bisweilen so wirkt. Alle, die nicht an der Musterfeststellungsklage gegen VW teilgenommen und einen Vergleich geschlossen haben oder einen Diesel eines anderen Herstellers fahren, können individuell klagen. Die Chancen stehen derzeit sehr gut!

Und inzwischen ist auch höchstrichterlich bestätigt, dass der VW-Konzern seine Kunden nach § 826 BGB vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht hat. Das geht aus dem Urteil vom Bundesgerichtshof vom 25. Mai 2020 hervor. Der BGH bestätige auch, dass der eingetretene Schaden nicht mit den Software-Updates behoben werden konnte. Eine Ansicht, die unsere Kanzlei ebenfalls seit langem vertritt.

Der Abgasskandal ist noch lange nicht zu Ende!

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Der Benziner rückt in den Fokus

Der Verdacht besteht schon länger, doch nun steht fest, dass nicht nur Dieselfahrzeuge vom Skandal betroffen sind – aus dem Dieselskandal wird der Benzinerskandal. Gegenstand der Untersuchungen war – mal wieder – ein Audi-Fahrzeug. Dieses Mal mit einem Benzin-Motor: Bei einem Audi Q5 wurden die Grenzwerte für Stickoxide deutlich überschritten. In einem vom Landgericht Offenburg in Auftrag gegebenem Gutachten wurde am 9. Juli 2020 festgestellt, dass der Ausstoß von Stickoxid bei Lenkradeinschlag um 24,5 Prozent ansteigt. Das ist ein deutliches Zeichen für den Einsatz einer illegalen Abschalteinrichtung. Und auch Porsche manipulierte offenbar Fahrzeuge mit Benzin-Motoren: Betroffen sind die Modelle Porsche Panamera und die gesamte 911er-Reihe.

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer kämpfen im Abgasskandal
Rechtsanwalt Dr. Stoll gibt ein Interview bei der Bundespresskonferenz
Rechtanwalt Dr. Stoll auf der Bundespresskonferenz zum Abgasskandal bei VW.

Abgasskandal: Folgen und Auswirkungen der Manipulation

Der Abgasskandal hat sowohl Folgen für die Autobesitzer als auch für die Hersteller. Der VW-Konzern und auch andere Autohersteller haben seit Bekanntwerden mit schweren finanziellen Einbußen zu kämpfen. Viele Autofahrer fühlen sich zurecht massiv betrogen und fordern nun Entschädigung, denn die Kunden mussten und müssen mit einem erheblichen Wertverlust Ihrer Fahrzeuge rechnen.

Wertverlust von Fahrzeugen: Wiederverkauf schwierig

Durch den Abgasskandal verlieren Dieselfahrzeuge immer mehr an Attraktivität. Besonders vom Wertverlust betroffen sind Dieselfahrzeuge bis zur Abgasnorm Euro 5. Doch auch Besitzer neuerer Fahrzeuge mit Euro 6 werden vom Skandal erfasst - genauso wie Benziner-Modelle. Zudem wissen die Autokäufer natürlich vom Abgasskandal und kaufen dementsprechend auch kein manipuliertes Fahrzeug oder sind allenfalls bereit, weniger Geld auf den Tisch zu legen: Der Wiederverkaufswert sinkt entsprechend drastisch. Wer sein manipuliertes Fahrzeug loswerden möchte, muss also mit erheblichen Geldeinbußen rechnen. Wenn Sie dem Wertverlust vorbeugen möchten, sollten Sie schnellstmöglich gegen die Hersteller klagen: Die Chancen, im Abgasskandal zu gewinnen, stehen hoch. Dr. Stoll & Sauer unterstützen Sie bei einem gerichtlichen Verfahren.

Auch Diesel-Fahrverbote und Stilllegungen führen zum Wertverlust

Nicht nur der Mangel und der erhöhte Spritverbrauch nach den Software-Updates führen zu erheblichen Wertverlusten von Dieselfahrzeugen. In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bis hinauf zur Euro 6 Norm. Grundlage für diese Fahrverbote sind die immer weiter steigenden Stickstoffdioxid-Werte: In circa 70 deutschen Städten wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten. Die gesundheitlichen Folgen: Der giftige Ausstoß führt zu Schäden der Atemwege und ist vor allem für Allergiker und Atemwegserkrankte verheerend. Wer bei seinem Fahrzeug das mangelhafte Software-Update nicht aufspielen lässt, dem droht außerdem die behördliche Stilllegung. Dabei handelt es sich um den Entzug der Betriebserlaubnis Ihres Kfz – nicht etwa einer Rückrufaktion oder Servicemaßnahme zur Nachrüstung.

Häufig gestellte Fragen zum Abgasskandal

Ob Ihr Dieselfahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist, lässt sich pauschal nicht sagen, da in enorm vielen Modellen von verschiedenen Herstellern illegale Abschalteinrichtungen verbaut wurden. Nicht überall gibt es bereits Rückrufe, Untersuchungen dauern noch an. Anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) können Sie bei einigen Herstellern auf den Herstellerseiten prüfen, ob Ihr Fahrzeug von den erhöhten Stickoxid- oder den erhöhten CO2-Werten betroffen ist. Aber auch das ist nicht abschließend. Auf unseren jeweiligen Seiten der betroffenen Marken sehen Sie alle vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge.

Ja! Nicht nur Dieselfahrzeuge sind vom Abgasskandal betroffen. Auch wenn Autofahrer mit Benzin-Motoren sich lange in Sicherheit gewogen haben, trifft es nun langsam aber sicher auch sie: Aufgrund eines Gerichtsgutachten vom 9. Juli 2020 lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass in einem untersuchten Audi Q5 TSFI 2.0 Euro 6 eine illegale Abschalteinrichtung verbaut worden ist. Der Abgasskandal wird somit zum Benzinerskandal.

Bei der Abgasmanipulation ist der Schadstoffausstoß im Realbetrieb wesentlich höher als vom Hersteller angegeben. Somit wird die Umwelt erheblich geschädigt. Doch nicht nur die Umwelt trifft es hart: Auch die Käufer leiden unter den Folgen der Abgasmanipulation. Durch Fahrverbote, drohende Stilllegung der Fahrzeuge und Wertverluste haben Verbraucher mit enormen Geldeinbußen zu kämpfen.

Mithilfe einer Individualklage haben Sie die Möglichkeit, rechtlich gegen die Hersteller und/oder den Verkäufer vorzugehen. Dabei stehen Rückabwicklung des Kaufvertrages, Schadensersatz oder Umtausch gegen ein sauberes Fahrzeug als Möglichkeiten offen. Zudem können Käufer, die ihr Auto finanziert oder geleast haben, wahrscheinlich den Widerrufs-Joker nutzen: Durch falsche Widerrufsbelehrungen sind etliche Kredit- und Leasingverträge, die nach dem 12. Juni 2014 geschlossen wurden, unbegrenzt widerrufbar. Dr. Stoll & Sauer unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

Eine Software in der Motorsteuerung erkennt die Testsituation und manipuliert die Abgaswerte für den Testzeitraum. Der Schadstoffausstoß im Normalverkehr weicht jedoch von den ermittelten Werten ab und ist deutlich höher als der erlaubte Ausstoß. Dabei sind zahlreiche Techniken im Einsatz. Die kriminelle Energie der Hersteller scheint hier schier grenzenlos.

Diese Möglichkeiten haben Sie als Geschädigter

Um Ihre Rechte im Abgasskandal geltend zu machen, empfehlen wir Ihnen, sich anwaltlich beraten zu lassen. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um gegen die Hersteller vorzugehen. Mit einer Individualklage können Sie jederzeit Ihre Ansprüche geltend machen.

Dabei haben Sie grundsätzlich die folgenden Möglichkeiten:

  • Rückabwicklung des Kaufvertrages: Sie erhalten Ihr Geld, abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer, zurück.
  • Sie behalten Ihr Auto und erhalten eine Entschädigung für den erlittenen Wertverlust Ihres Fahrzeuges.
  • Umtausch des Fahrzeuges gegen ein sauberes Modell.
  • Joker: Wenn Sie Ihr Auto finanziert oder geleast haben, können Sie den Vertrag möglichweise auf Grund einer falschen Widerrufsbelehrung unbegrenzt widerrufen.

Mit einer Rechtsschutzversicherung ist das Verfahren für Sie weitestgehend kostenlos: Sie zahlen höchstens eine vorher vereinbarte Selbstbeteiligung – den Rest übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung. Dr. Stoll & Sauer bieten Ihnen eine kostenlose Erstberatung, um Ihre Chancen im Abgasskandal einzuschätzen. Nach der Prüfung Ihrer Daten errechnen wir Ihnen sofort Ihre mögliche Entschädigungssumme.

Welche Möglichkeiten haben gewerbliche Kunden?   

Gewerbliche Kunden sind vom Skandal ebenso betroffen wie Verbraucher. Da für sie teilweise andere gesetzliche Vorgaben gelten, war es ihnen nicht möglich, sich der Sammelklage light, der Musterfeststellungsklage gegen VW, anzuschließen. Auch der Widerruf eines Darlehensvertrags dürfte ihnen in der Regel verwehrt bleiben. Ihnen bleibt jedoch in jedem Fall der Weg einer individuellen Klage gegen der Händler und/oder den Hersteller. Wir beraten Sie gerne dahingehend.

  • Stuttgarter Nachrichten zum Abgasskandal

    "Angstgegner? Nervensäge? Wie werden sie ihn in der Chefetage von Volkswagen in Wolfsburg wohl nennen? „Ich weiß es nicht“, sagt Ralph Sauer und lehnt sich freundlich lächelnd zurück."


    12. März 2019
    Stuttgarter Nachrichten

  • Bild zum Abgasskandal

    "Rechtsanwalt Ralf Stoll, der die Musterfeststellungsklage für den Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Dieselfahrer vertritt, zu BILD: „Was da aus München kommt, ist schon grenzwertig.“ „Die Ansprüche auf eine Geldzahlung verjähren frühestens nach zehn Jahren."


    17. Dezember 2020
    Bild.de

  • Schwäbische Zeitung zum Abgasskandal

    "Die Untersuchungen des Freiburger Sachverständigenbüros Löhle & Carli erhärten den Verdacht, dass Audi bei einem Q5 mit Ottomotor eine Zykluserkennung eingesetzt hat. Das Verfahren vor dem Landgericht Offenburg wird von der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer geführt."


    27. August 2020
    Schwäbische Zeitung

Dr. Stoll & Sauer: Eine der erfolgreichsten Kanzleien im Abgasskandal

Die Musterfeststellungsklage, die von den Inhabern unserer Kanzlei, Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer, mit angeführt wurde, hat unlängst deutsche Rechtsgeschichte geschrieben: Es wurde ein 830-Millionen Euro Vergleich ausgehandelt. Auch hat unsere Kanzlei bereits tausende Urteile und Vergleiche zugunsten unserer Mandanten erstritten. Wir haben gezeigt, dass Rechte nicht nur für Konzerne wie VW gelten, sondern auch für die Kunden. Deshalb raten wir Ihnen: Lassen Sie sich nicht von den Autoherstellern täuschen und machen Sie Ihre Rechte vor Gericht geltend. Wir holen Ihr Geld zurück!