EA288 Rückruf: Neues Urteil bringt VW in Bedrängnis Dieselgate 2.0: VW hat auch beim EA288 manipuliert

Das Dieselgate 2.0 hat für den Volkswagen-Konzern begonnen: Auch der Motor EA288 ist manipuliert. Das Landgericht Offenburg verurteilte am 23. Juni 2020 die VW-Tochter Audi und ein Autohaus aufgrund vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung. Der Audi vom Modell A3 2,0 TDI Quattro mit dem Motor EA288 Euro 6 enthält nach Ansicht des Gerichts eine unzulässige Abschalteinrichtung. Wie auch beim Abgasskandal um den EA189, hält der Motor EA288 die EU-Grenzwerte für Stickoxid nur auf dem Prüfstand ein. Damit täuscht der VW-Konzern erneut Öffentlichkeit und Kunden. Das Gericht kritisiert das lange Leugnen von Audi scharf.

Wir als Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, die das Urteil für einen unserer Mandanten erstritten haben, halten die erneute Vorgehensweise von Audi für einen Skandal. Der VW-Konzern versucht mit einem halbgaren Rückruf, neuerlichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Der Dieselskandal geht in eine neue zweite Runde.

Inhaltsverzeichnis

Chancen gegen VW vor Gericht zu gewinnen sind enorm gestiegen

Viele Urteile zugunsten der Fahrzeughalter: Seit Beginn des Diesel-Abgasskandals 2015 fielen tausende Urteile positiv für Verbraucher und tausende Vergleiche wurden zu Gunsten der Autofahrer geschlossen. Am 25. Mai 2020 verurteilte der Bundesgerichtshof VW erstmals in letzter Instanz wegen vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung (Az.: VI ZR 252/19). Die Chancen, sich gegen den VW-Konzern vor Gericht durchzusetzen, steigen damit auch im Hinblick auf die neue Motorengeneration deutlich – beispielsweise den EA288. Auch am Europäischen Gerichtshof EuGH in Luxemburg sind am 30. April 2020 in einem Gutachten temperaturabhängige Abschalteinrichtungen als unzulässig eingestuft worden. Der EuGH hat die Sichtweise des Gutachtens am 17. Dezember 2020 bestätigt. Dass im EA288 ein solches Thermofenster verbaut ist, hat VW bereits vor dem Landgericht Duisburg zugegeben. Daher gehen wir als Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer davon aus, dass betroffene Verbraucher auch in diesem Fall vorsätzlich geschädigt wurden und raten sich zur Wehr zu setzen. In unserem kostenfreien Dieselskandal-Online-Check lässt sich der für Sie beste Weg aus dem Abgasskandal mit nur wenigen Klicks herausfinden. Nach der kostenlosen Erstberatung können Sie uns ganz einfach online Ihr Mandat erteilen. Wir kümmern uns um alles Notwendige.

Ralph Sauer als Experte im Dieselskandal bei Phoenix

"VW steckt mitten in Dieselgate 2.0. Mit den neuen Motoren wie den EA288 werden die Verbraucher erneut getäuscht, die Gesundheit gefährdet und die Umwelt zerstört."

Ralph Sauer , Geschäftsführer

Kanzlei Dr. Stoll & Sauer erstreitet Urteil zum EA288 am Landgericht Offenburg

Im vorliegenden und richtungsweisenden Fall sah das Landgericht Offenburg die vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung des Verbrauchers als erwiesen an: Der Audi A3 2.0 TDI Quattro muss zurückgenommen werden, dem Kläger wurden über 28.000 Euro zugesprochen. Das von uns als Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer erstrittene Urteil hat folgende wichtige Eckpunkte:

  • Der Kläger leaste im Dezember 2015 von der Volkswagen Leasing GmbH einen Audi A3 2.0 TDI Quattro. Er erklärte im September 2017 aufgrund arglistiger Täuschung den Rücktritt vom Vertrag, da er mehrere unzulässige Abschalteinrichtungen, die das Abgaskontrollsystem manipulieren, vermutete.
     
  • Das Gericht verurteilte Audi wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB. Für das Gericht galt als sicher, dass das Fahrzeug mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestattet ist. Im normalen Verkehr bleibt damit die Schadstoffminderung aus.
     
  • Das Gericht kritisiert das Prozessverhalten von Audi als „Leugnen“. Die sogenannte Teststanderkennung oder Prüfstanderkennung in dem Audi, in der die EU-Grenzwerte für Stickoxide eingehalten werden, hat Audi am Anfang des Verfahrens nicht eingeräumt. Eine Teststanderkennung räumte Audi letztendlich erst nach langem hin und her ein. Jedoch mit der Behauptung, dass zum Normalbetrieb auf der Straße jedoch kein Unterschied bestehe. Dieser Argumentation glaubte das Gericht nicht.
     
  • Das Gericht bezog sich in seinem Urteil explizit auf das Gutachten der Generalanwältin am EuGH. Diese hatte im April 2020 in einem Verfahren gegen VW temperaturabhängige Abgaskontrollsysteme, wie ein Thermofenster eines darstellt, als unzulässig bezeichnet (Az. C 693/18). Der gleichen Meinung war auch der Offenburger Richter.
     
  • Die Offenburger Richter folgten der Ansicht der Generalanwältin es EuGH, hinsichtlich der Frage ob eine Abschalteinrichtung auch zum Schutz vor Verschleiß und Verschmutzung zulässig sei. Dies hatte das EuGH verneint.
     
  • Dass bisher kein Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes gegen den EA288 vorliegt, war für den Richter nicht maßgeblich. Dafür könne es viele Gründe geben – wie etwa „politischen Einfluss“.
     
  • Für das Landgericht Offenburg ist der Schaden für den Kläger durch das Zustandekommen des Leasingvertrags eingetreten. Einerseits wollte er ein mangelhaftes Fahrzeug nicht, andererseits entsteht durch die Abschalteinrichtung immer die Gefahr, dass die Behörde das Fahrzeug stilllegen lässt.

 

Sollte Sie also auch ein Fahrzeug mit einem EA288 besitzen, dann wurden Sie wahrscheinlich getäuscht. Lassen Sie sich nicht von VW mit einem möglichweise mangelhaften Software-Update abspeisen. Wir beraten Sie gerne und sorgen dafür, dass Sie zu Ihrem Recht kommen.

  • Stuttgarter Zeitung zum Abgasskandal

    "Der Dieselrichter bekommt keine Dieselfälle mehr. Der für die Autoindustrie lästige Richter Reuschle soll nach Ansicht der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer „endgültig entsorgt“ werden."


    24. November 2020
    Stuttgarter Zeitung

  • Cicero Magazin zum Abgasskandal

    "Am Ende könnte für Volkswagen und für die anderen Autobauer Dieselgate 2.0 stehen. Denn auch die neueren Generationen von Dieselmotoren stehen im Verdacht, das Abgaskontrollsystem auf unzulässige Weise zu manipulieren."


    25. Mai 2020
    Cicero

  • Süddeutsche Zeitung zum Abgasskandal

    "Es war der vielleicht größte Industriebetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte - nun beschäftigt sich erstmals der Bundesgerichtshof mit dem Dieselbetrug von Volkswagen."


    5. Mai 2020
    Süddeutsche Zeitung

Was können Verbraucher im VW-Abgasskandal unternehmen?

  1. Rücktritt: Der Autoinhaber kann vom Kaufvertrag zurücktreten, weil gelieferte Autos mit einem EA288 offenbar einen Sachmangel aufweisen. Der Bundesgerichtshof hat in seinem Hinweisbeschluss (Az. VIII ZR 225/17) festgehalten, dass Fahrzeuge mit einer Manipulationssoftware mangelhaft sind. Das Fahrzeug kann ohne eine Fristsetzung zur Nachbesserung zurückgegeben und der Kaufvertrag rückabgewickelt werden: Sie können im Gegenzug den bereits bezahlten Kaufpreis zurückverlangen. Der BGH hat in seinem ersten Urteil am 25. Mai 2020 im Fall des Motors EA189 eine solche Rückabwicklung gebilligt und VW verurteilt.
     
  2. Schadensersatz: Sie können Ihr Fahrzeug auch behalten und die VW AG auf Schadensersatz verklagen. Dieser Anspruch folgt aus der vorsätzlichen und sittenwidrigen Schädigung des Konzerns nach § 826 BGB. Der Autobauer muss Ihnen dann den Minderwert ersetzen, der durch die Manipulation entstanden ist – im Verfahren wurden Beträge bis zu 25 Prozent des Kaufpreises zugesprochen.
     
  3. Neulieferung: Eine dritte Option haben wir als Kanzlei Dr. Stoll & Sauer vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe erstritten: Wer sich einen Neuwagen gekauft hat, kann auch die Neulieferung eines neuen Fahrzeuges ohne Manipulationssoftware verlangen – gegen die Rückgabe des manipulierten Fahrzeugs. Nachdem der Bundesgerichtshof in seinem Hinweisbeschluss, den Weg für die Nachlieferung geebnet hat, erstritten wir am 24. Mai 2019 drei Urteile des Oberlandesgerichts Karlsruhe, durch die die Kläger Neuwagen erhalten und die alten Fahrzeuge über Jahre kostenlos gefahren sind. Mittlerweile ist das Urteil rechtskräftig (Az. 13 U 144-17) – mehr dazu hier.

 

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer prüft Ihren Fall individuell und empfiehlt Ihnen den für Sie erfolgversprechenden Klageweg. Unsere Erstberatung ist absolut kostenfrei, unverbindlich und Sie erhalten mit nur wenigen Angaben sofort eine Einschätzung Ihrer Erfolgsaussichten.

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Betroffene Fahrzeug-Modelle mit EA288-Motoren

In welchen Fahrzeugen verbaute die Volkswagen AG und ihre Töchterunternehmen den umstrittenen EA288-Motor? Hier ein Überblick:

  • Audi A1 8X
  • Audi A3 8V
  • Audi A4 B8
  • Audi A4 B9
  • Audi A5 F5
  • Audi A6 C7
  • Audi Q2 GA

  • VW Amarok
  • VW Arteon
  • VW Beetle
  • VW Caddy
  • VW CC
  • VW Crafter
  • VW Golf VII
  • VW Golf Sportsvan
  • VW Jetta VI
  • VW Passat B8
  • VW Polo V
  • VW Polo VI
  • VW Scirocco III
  • VW Sharan II
  • VW Tiguan
  • VW Tiguan II
  • VW Touran II
  • VW T-Roc
  • VW T6 (California)

  • Seat Alhambra II
  • Seat Arona
  • Seat Ateca
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon III
  • Seat Tarraco
  • Seat Toledo IV

  • Skoda Fabia III
  • Skoda Karoq
  • Skoda Kodiaq
  • Skoda Kodiaq RS
  • Skoda Octavia III
  • Skoda Rapid
  • Skoda Superb III

Das sagen unsere Mandanten über uns

  • "Sehr gute kompetente Beratung im Vorfeld, super Klageschrift, sehr gute Betreuung während Klage und vor Gericht.
    Absolut seriöse Abwicklung des gesamten Rechtsstreits.
    Super gute Erreichbarkeit des Büros, immer sehr freundlich und sehr sehr schnelle Beantwortung der E-Mails. Diese Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH kann ich uneingeschränckt weiterempfehlen."

    Gerold Steiß

  • "Mein Anliegen war sehr Umfangreich und langwierig.
    Aber die Anwälte haben sich um alles gekümmert.
    Der Ausgang dieser Angelegenheit war zu meiner vollen Zufriedenheit."

    Winfried Bauer

  • "Die Rechtsanwaltsgesellschaft Dr. Stoll & Sauer hat mich bei meinem Verfahren gegen VW äußerst kompetent und gut organisiert vertreten. Dies betrifft sowohl die Verfahrensbegleitung, die Beratung über die Vorgehensweise als auch den Umgang mit meiner Rechtsschutzversicherung. Alle maßgeblichen Schriftlichkeiten wurden digital ausgetauscht und Terminzusagen eingehalten. Ich bin mit der Leistung und dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden."

    Prof. Dr. Hoch

  • "Das Stoll & Sauer-Team war immer ansprechbar und hat vorzüglich beraten. Unbedingt empfehlenswert!!!"

    Dieter Kaltenhäuser

Die Rolle des EA288 im Abgasskandal

  1. Der EA288 ist der Nachfolger des Skandalmotors EA189, der den Abgasskandal ins Rollen brachte. Doch auch dieser ist offenbar manipuliert. Wir finden: Eine überhebliche Dreistigkeit gegenüber Kunden und Öffentlichkeit.
     
  2. Die Anschuldigungen gegen die neue Motorengeneration von VW sind nicht neu. Schon im Oktober 2015 bestritt VW, dass noch andere Motoren als die Baureihen EA 189 manipuliert worden waren. Sieben Tage später folgte das Eingeständnis, dass in den USA auch die Baureihe E288 betroffen war. Die Abschalteinrichtungen sollen nach VW-Angaben aber nach der Umstellung der Motorengeneration auf Euro 6 in den USA und auch in Europa entfernt worden sein. Eine Behauptung die sich nun nach und nach als unwahr herausstellt.
  1. Derzeit versucht VW, Kunden mit einem Software-Update abzuspeisen. Nach dem Update verspricht VW einen reduzierten Schadstoffausstoß. Ein Vorgehen das uns bekannt vorkommt. Das Kraftfahrt-Bundesamt KBA hat das Update genehmigt – mehr dazu hierWir als Kanzlei Dr. Stoll & Sauer raten Verbrauchern jedoch eindrücklich davon ab, das Update aufspielen zu lassen. Schon beim EA189 hatte das Update negative Folgen: Erhöhter Spritverbrauch, Motorschäden oder Geschwindigkeitseinbußen.
     
  2. Das Landgericht Duisburg hat in einem bisher unveröffentlichten Urteil die Abschalteinrichtung in einem VW Golf 7 mit EA288 als illegal eingestuft. VW räumte ein, dass das Fahrzeug erkennen könne, ob es sich gerade auf einem Prüfstand befindet. Dass die Chancen für die Verbraucher gutstehen, ihr Recht gegen VW auch beim EA288 durchzusetzen, zeigt das Beispiel Daimler AG. Sie verbauen – ähnlich wie auch VW beim EA288 - unter anderem Thermofenster in ihren Motoren, die als Abschalteinrichtung funktionieren. Die Gerichte verurteilen derzeit Daimler zur Zahlung von Schadensersatz an die Verbraucher – mehr dazu hier.

5 Gründe, die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH im Abgasskandal 2.0 zu beauftragen:

  • Erfahrungen im Abgasskandal
  • Positive Erfolgsaussichten
  • Verbraucherverband vertraut auf Dr. Stoll & Sauer
  • Von der Fachwelt empfohlene Kanzlei
  • Fachpresse und Lobbyarbeit zugunsten der Verbraucher

Dr. Stoll & Sauer führte Musterfeststellungsklage gegen VW mit an

Unsere Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer ist ein der führenden Kanzleien im Abgasskandal. Wir haben bisher ca. 20.000 Gerichtsverfahren im Abgasskandal bundesweit verhandelt und konnte bereits tausende positive Urteile und Vergleiche erstreiten.

Unsere beiden Gesellschafter und Rechtsanwälte Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten in der RUSS Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zudem die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG und verhandelten für 260.000 Verbraucher einen 830-Millionen-Euro-Vergleich aus. Auch damals versuchte sich VW mit Rückrufen und Updates billig aus der Affäre zu ziehen. Doch im Namen von hunderttausenden Verbrauchern haben wir uns für Sie erfolgreich zur Wehr gesetzt. Auch beim EA288 verhelfen wie Ihnen zu Ihrem Recht gegen einen sich übermächtig fühlenden Großkonzern.