Vier Land-Rover-Modelle von Rückruf wegen Brandgefahr betroffen
Der aktuelle Land-Rover-Rückruf betrifft nach der Safety-Gate-Meldung SR/01970/26 insgesamt vier Modellreihen. Genannt werden der Discovery Sport der Baureihe LC, der Range Rover Evoque der Baureihe LZ, der Range Rover Velar der Baureihe LY und der Defender der Baureihe LE.
Der Herstellungszeitraum reicht vom 7. Juli 2020 bis zum 1. Mai 2025. Damit können neben älteren Fahrzeugen auch vergleichsweise neue Modelle betroffen sein. Land Rover führt die Rückrufaktion unter den Hersteller-Codes D080 und D122. Als Maßnahme nennt Safety Gate den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge von den Endverbrauchern durch den Hersteller.
Besonders brisant ist die technische Beschreibung des Risikos: In der Hochvoltbatterie wurde laut Safety Gate ein defektes Modul installiert. Dieses könne überhitzen und einen Brand verursachen. Bei Hochvoltbatterien können solche Defekte nicht nur die Nutzbarkeit des Fahrzeugs beeinträchtigen, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken für Insassen, Fahrzeughalter und die Umgebung mit sich bringen.
Die wichtigsten Punkte des Land-Rover-Rückrufs im Überblick:
- Betroffene Marke: Land Rover
- Betroffene Modelle: Discovery Sport, Range Rover Evoque, Range Rover Velar und Defender
- Baureihen: LC, LZ, LY und LE
- Safety-Gate-Meldung: SR/01970/26
- Rückruf-Codes des Herstellers: D080 und D122
- Herstellungszeitraum: 7. Juli 2020 bis 1. Mai 2025
- Risikoart: Feuer
- Technische Ursache laut Safety Gate: defektes Modul in der Hochvoltbatterie
- Mögliche Folge: Überhitzung und Fahrzeugbrand
- Maßnahme: Rückruf der Fahrzeuge von den Endverbrauchern durch den Hersteller
- Datum des Inkrafttretens: 12. Juni 2026
- Mitteilendes Land: Frankreich
- Ursprungsland: Schweden
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Defekte Hochvoltbatterie ist kein Bagatellproblem
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer betrifft ein Rückruf wegen möglicher Brandgefahr zentrale Verbraucherrechte. Käufer dürfen erwarten, dass sie ihr Fahrzeug sicher fahren, laden und abstellen können. Besteht ausgerechnet bei der Hochvoltbatterie die Gefahr einer Überhitzung oder eines Brandes, kann dies rechtlich erhebliche Folgen haben.
Je nach Einzelfall kommen für betroffene Verbraucher unter anderem folgende Ansprüche in Betracht:
- Nachbesserung durch den Hersteller oder Händler
- Minderung des Kaufpreises
- Rücktritt vom Kaufvertrag
- Schadensersatz wegen Nutzungseinschränkungen oder Wertverlust
- Ersatz weiterer Schäden, wenn durch den Rückruf konkrete Nachteile entstehen
Ob entsprechende Ansprüche bestehen, hängt von den Umständen des jeweiligen Falls ab. Entscheidend sind unter anderem das Kaufdatum, der Fahrzeugzustand, die Laufleistung, der Inhalt des Rückrufschreibens, die vorgesehene Reparaturmaßnahme und mögliche Einschränkungen bei der Nutzung oder beim Laden des Fahrzeugs.
Dr. Stoll & Sauer sieht wachsende Probleme mit Hochvoltbatterien
Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer beobachtet seit Längerem eine zunehmende Zahl von Rückrufen, bei denen die Hochvoltbatterie elektrifizierter Fahrzeuge im Mittelpunkt steht. Der aktuelle Rückruf bei Land Rover zeigt erneut, dass bereits ein einzelnes fehlerhaftes Batteriemodul erhebliche Sicherheitsrisiken auslösen kann.
Für betroffene Verbraucher ist insbesondere wichtig, ob der Hersteller eine dauerhafte technische Lösung anbietet und wie lange die Reparatur dauert. Auch Nutzungseinschränkungen, lange Wartezeiten auf Ersatzteile oder ein möglicher Wertverlust des Fahrzeugs können bei der rechtlichen Bewertung eine Rolle spielen.
„Wenn bei einem Land Rover Defender, Discovery Sport, Range Rover Evoque oder Range Rover Velar ein defektes Modul der Hochvoltbatterie überhitzen und einen Brand auslösen kann, ist das für Verbraucher ein erheblicher Vertrauensbruch. Die Batterie ist eines der zentralen und teuersten Bauteile eines elektrifizierten Fahrzeugs. Ein Defekt mit Brandrisiko darf nicht als gewöhnlicher Werkstattfall abgetan werden“, sagt die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer.
Betroffene Land-Rover-Kunden sollten Rückrufschreiben, Werkstattunterlagen und die Kommunikation mit Hersteller und Händler sorgfältig dokumentieren. Auch Warnmeldungen, Ladeprobleme, ungewöhnliche Wärmeentwicklung oder Einschränkungen bei der Nutzung sollten festgehalten werden. Dr. Stoll & Sauer bietet betroffenen Verbrauchern eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an.