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Immobilienfonds

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Zahlreiche Anleger haben in den letzten Jahrzehnten in geschlossene Immobilienfonds Milliardenbeträge investiert. Aufgelegt wurden die Fonds als GbR oder GmbH & Co. KG. Anleger beteiligten sich als Gesellschafter des geschlossenen Immobilienfonds.

Gerade in den 1990er Jahren nach der Wende waren geschlossene Immobilienfonds (Berlin Fonds) der Renner auf dem Markt. Die Anlage in Immobilienfonds wurde meist als sicheres Altersvorsorge- und Steuersparmodell von Banken, Vermittlern und Beratern. Immobilien galten als wertbeständig. Im Osten Deutschlands erhofften sich Anleger "blühende Landschaften". Eine Aufklärung über Risiken war meist zu vermissen. Heute müssen Anleger von Immobilienfonds feststellen, dass es sich oft um eine Fehlanlage mit einem Verlust oder gar einem Totalverlust handelt. Anleger von Immobilienfonds waren sich darüber nicht bewusst. Vielfach wurden die Anteile an den Immobilienfonds durch ein Darlehen einer Bank finanziert.

Daneben gibt es offene Immobilienfonds. Hierbei handelt sich um eine gänzlich anders strukturierte Kapitalanlage, die mit einem geschlossenen Immobilienfonds wenig gemein haben.
Risiken bei geschlossenen Immobilienfonds
Aufgeklärt werden musste über die folgenden Risiken, was kaum erfolgt ist:

  • Totalverlustrisiko
  • Immobilienfonds eignet sich nicht zur Altersvorsorge
  • möglicherweise Nachschusspflichten
  • Beteiligung an einer GbR hochgefährlich, möglicherweise hier Haftung mit "Haus und Hof"
  • Zweitmarktrisiko: oft wurde damit geworben, man könne den Immobilienfonds ohne Probleme verkaufen. Dem ist jedoch nicht so, da kein funktionierender Zweitmarkt besteht und selten jemand schwächelnde Immobilienfonds kauft.
  • Haftung kann auch nach dem Verkauf des Immobilienfonds weiterbestehen, was viele nicht bedenken.
  • Weitere Zahlreiche Risiken wurden nicht erwähnt.
  • Banken haben außerdem seit 1990 auf Kick-Backs (Provisionen, Rückvergütungen) und Innenprovisionen hinzuweisen.

Schadensersatz für Anleger
Wurden Anleger von Immobilienfonds nicht über die o.g. Risiken aufgeklärt, steht ihnen ein Schadensersatzanspruch zu. Sie können auch noch nach Jahrzehnten ohne Schaden aus der Anlage in den Immobilienfonds rauskommen. Daneben bekommen die Anleger von Immobilienfonds das Geld nachträglich verzinst.
Private Vermittler und Banken (Sparkasse, Volksbank, Commerzbank, Dresdner Bang, Targobank, SEB Bank, Santander Bank, Deutsche Bank, Apo Bank Deutsche Apotheker- und Ärztebank) haben die Fonds vermittelt.
Wurde ein Kredit aufgenommen für den Immobilienfonds, besteht die Möglichkeit, Ansprüche gegenüber der finanzierenden Bank geltend zu machen.

Beispiele von Immobilienfonds (offene und geschlossene Immobilienfonds)

  • Fundus Fonds
  • Medico Fonds
  • IBH Immobilienfonds
  • Falk Fonds
  • DCM Renditefonds
  • DBVI / Deutsche Beamtenvorsorge
  • DHB Fonds
  • DLF / Dreiländerfonds / Dreiländer Immobilienfonds
  • CFB Fonds Nr. 130
  • CFB Fonds Nr. 142
  • DFO / Deutschlandfonds
  • Fleesensee Fonds
  • DEGI International
  • DEGI Europa
  • Morgan Stanley P2 Value
  • SEB Immoinvest
  • AXA Immoselect
  • TMW Immobilien Weltfonds
  • CS Euroreal
  • KanAm Grundinvest

Ihre Berater zu diesem Thema

Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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