Illegal! TikTok sammelt deine privaten Daten
TikTok-Überwachung: Jetzt Schadensersatz sichern
TikTok gerät wegen Überwachung und Datentransfer ins Visier der Datenschützer
TikTok spioniert nicht nur in der App
Viele Nutzer glauben: TikTok sammelt Daten nur, wenn sie Videos anschauen, liken, kommentieren oder selbst posten. Doch der Vorwurf geht deutlich weiter.
TikTok kann möglicherweise auch außerhalb der App verfolgen, wie sich Menschen im Internet bewegen. Über unsichtbare Tracking-Werkzeuge können Informationen von Drittseiten an TikTok fließen.
Das bedeutet: Selbst wenn du gerade nicht bei TikTok bist, kann TikTok unter Umständen erfahren, welche Webseiten du besuchst, welche Interessen du dort zeigen und welche Aktionen du ausführst.
Genau darin liegt das Problem: Verbraucher verlieren die Kontrolle darüber, wer was über sie weiß.
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Die Sammelwut von TikTok im Internet kennt keine Grenzen - auch nicht vor privaten Dingen wie Gesundheit, Finanzangelegenheiten oder Intimes. Diese Verstöße gegen die DSGVO sind jedoch kein Kavaliersdelikt. Nutze deine Rechte und sichere dir jetzt eine kostenlose Ersteinschätzung.
Bis zu 10.000 Euro Schadensersatz
Auch Meta sammelt Daten - Gerichte halten das für illegal
Die Überwachung durch TikTok ist kein Einzelfall, auch Meta schaut den Verbrauchern beim Surfen genau auf die Finger. Zahlreiche Gericht haben diese Vorgehensweise für illegal erklärt und Meta zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Da bei TikTok der Fall ähnlich liegt wie bei Meta, stehen die Chancen auf Schadensersatz für Betroffene sehr gut. Hier einige Urteile gegen Meta.
- LG Leipzig (04.07.2025, Az. 05 O 2351/23): 5.000 € Schadensersatz – allein wegen des Gefühls der Überwachung.
- LG Ellwangen (19.02.2025): 10.000 €
- LG Augsburg (28.03.2025): 5.000 €
- LG Hamburg (17.04.2025): 3.000 €
- LG Frankfurt a. M. (27.05.2025): 2.500 €
- OLG Dresden (4.02.2026): 1500 € - rechtskräftig
Auch der Bundesgerichtshof (BGH) verurteilte Meta im November 2024 im Facebook-Datenleck-Verfahren zu Schadensersatz. Da genügt bereits der reine Datenverlust, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
Wie TikTok die Überwachung organisiert
Um User-Verhalten auszuspionieren, nutzt TikTok sogenannte Tracking-Tools wie TikTok Pixel. Das sind keine sichtbaren Buttons und keine App-Funktionen, die Nutzer bewusst anklicken. Es sind unsichtbare Werkzeuge im Hintergrund. Webseitenbetreiber können sie auf ihren Seiten einbauen – eigentlich für Werbung und Analyse. Für Verbraucher kann es aber zur Überwachung werden.
Denn die Tools können erfassen, was Menschen auf Webseiten tun. Zum Beispiel:
- welche Seiten sie besuchen
- welche Buttons sie anklicken
- welche Suchanfragen sie stellen
- ob sie ein Formular ausfüllen
- ob sie einen Kauf oder eine Anfrage starten
- welche Geräte- und Browserdaten genutzt werden
Aus vielen einzelnen Spuren kann ein genaues Bild entstehen. TikTok kann dadurch möglicherweise mehr über Interessen, Sorgen, Vorlieben und Lebensumstände erfahren, als Nutzer bewusst preisgeben wollten. TikTok weiß mehr über das Leben der Menschen, als denen lieb ist.
Überwachung und Ausspähen von privaten Details
TikTok weiß zu viel? Wie kannst du dich wehren?
Wenn TikTok dein Daten ohne wirksame Einwilligung verarbeitet hat, kann ein Datenschutzverstoß vorliegen. Nach der DSGVO können Betroffene Ansprüche haben.
Möglich sind unter anderem:
- Auskunft: Welche Daten hat TikTok über mich?
- Löschung: Welche Daten müssen gelöscht werden?
- Unterlassung: Darf TikTok mich weiter verfolgen?
- Schadensersatz: Steht mir Geld zu?
Ein Schaden kann auch darin liegen, dass du die Kontrolle über dein persönlichen Daten verlierst. Übrigens:
Auch Meta überwacht Internet-User im großen Stil. Deutsche Gerichte haben das für illegal erklärt und den Verbrauchern Schadensersatz von bis zu 10.000 Euro zugesprochen.
TikTok wirbt mit Kinderschutz – Eltern sollten trotzdem genau hinschauen
TikTok präsentiert sich gern als sichere Plattform, gerade für junge Nutzer. Auch der sympathische Fußball-Weltmeister Lukas Podolski wirbt für Kinderschutz bei TikTok. Das schafft Vertrauen – besonders bei Eltern.
Doch genau deshalb sollten Eltern aufmerksam bleiben. Während TikTok öffentlich über Sicherheit und Schutz spricht, steht zugleich ein schwerer Vorwurf im Raum: Über kleine Werkzeuge kann TikTok Nutzer auch außerhalb der App verfolgen – auf Webseiten, in Shops und in anderen Apps.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist das besonders sensibel. Eltern sollten wissen, welche Daten TikTok sammeln kann, wie weit die Überwachung reichen könnte und ob persönliche Informationen ohne wirksame Einwilligung weitergegeben wurden.
TikTok überwacht Verbraucher-Verhalten
Warum die Überwachung gefährlich ist
- Surfverhalten ist privat. Wer sich im Internet bewegt, verrät oft mehr über sich, als ihm bewusst ist.
- Besonders sensibel wird es, wenn Menschen Webseiten besuchen zu Themen wie:
- Gesundheit
- Schulden
- Finanzen
- Rechtsberatung
- Kündigung und Arbeitsrecht
- Versicherungen
- Sexualität
- Religion
- politische Interessen
- persönliche Krisen
- Wenn solche Informationen über TikTok-Werkzeuge weitergegeben werden, geht es nicht mehr nur um Werbung. Dann geht es um Privatsphäre, Kontrolle und informationelle Selbstbestimmung.
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Fragen und Antworten zur TikTok-Überwachung
Nach den Vorwürfen kann TikTok über Business Tools wie den TikTok Pixel oder die TikTok Events API auch Daten auf fremden Webseiten und in Apps erfassen. Entscheidend ist, ob solche Werkzeuge eingebunden waren und ob eine wirksame Einwilligung vorlag.
Der TikTok Pixel ist ein unsichtbares Tracking-Werkzeug auf Webseiten. Er kann erfassen, wie Nutzer sich auf einer Seite verhalten, und diese Informationen an TikTok übertragen.
Weil Verbraucher oft nicht wissen, dass ihre Daten an TikTok weitergegeben werden. Aus Webseitenbesuchen, Klicks und Formularen können persönliche Profile entstehen.
Das kann besonders sensibel sein. Gerade junge Nutzer sind viel in sozialen Netzwerken und Apps unterwegs. Eltern sollten deshalb genau hinschauen, welche Daten TikTok sammeln kann und ob Tracking außerhalb der App stattfindet.
Ein Anspruch kann bestehen, wenn personenbezogene Daten rechtswidrig verarbeitet wurden und dadurch ein Schaden entstanden ist. Das kann auch der Kontrollverlust über persönliche Daten sein.
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Michael Pflaumer
- Geschäftsführer
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Fatma Bezginsoy
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-
Florian Hitzler
- Fachanwalt für IT-Recht