Massive Vorwürfe gegen Coaching-Anbieter wie Baulig
Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer berät derzeit zahlreiche Mandanten, die sich durch Online-Coachings diverser Anbieter finanziell und rechtlich übervorteilt fühlen. Nach den Bewertungen einiger Kunden der Baulig Consulting GmbH sowie der Berichterstattung des Handelsblatts häufen sich auch hier die Probleme. Häufige Vorwürfe:
- Verkauf hochpreisiger Programme unter massivem Verkaufsdruck
- Ausschluss des gesetzlichen Widerrufsrechts trotz Fernabsatzvertrag
- Fehlende oder enttäuschende Leistungen trotz hoher Kosten
Sie positionieren sich als Vorreiter der Coaching-Branche und werben mit schnellen Erfolgen im Business – doch laut einem Artikel des Handelsblatts berichten Kunden über negative Erfahrungen.
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Handelsblatt berichtet über „teures Coaching und skurrile Posts“
Das Handelsblatt nahm in seiner Online-Ausgabe vom 14. Mai 2025 die Methoden der Baulig-Brüder unter die Lupe. Unter dem Titel „Teures Coaching, skurrile Posts – die Tricks der Baulig-Brüder“ berichtet die Redaktion von einem Coaching-System, das stark auf Selbstinszenierung, Verkaufsdruck und teils intransparente Kursgestaltung setzt.
Laut dem Bericht werden Interessenten in sogenannten Beratungsgesprächen unter starken Abschlussdruck gesetzt – häufig ohne klare Informationen zu Inhalten oder vertraglichen Bedingungen. Ex-Kunden sprechen von „Verkaufstheater“ und einer „Jetzt-oder-nie“-Strategie, bei der binnen Minuten Verträge über mehrere Tausend Euro abgeschlossen wurden – teilweise sogar mündlich.
Zudem kritisieren ehemalige Teilnehmer die Qualität der Schulungen: Inhalte seien oberflächlich, nicht zur Zielgruppe passend und für den geforderten Preis unzureichend. Auch die angepriesene persönliche Betreuung via WhatsApp oder in Live-Calls entpuppe sich oft als oberflächlich oder automatisiert.
Besonders brisant: Das Landgericht Frankfurt verhängte bereits ein Ordnungsgeld wegen Schleichwerbung, nachdem Baulig Consulting über den firmeneigenen „Deutschen Coaching Fachverlag“ bezahlte Beiträge als redaktionelle Inhalte ausgab. Das Verfahren liegt derzeit beim Oberlandesgericht.
Schlechte Bewertungen auf Trustpilot
Auf dem Bewertungsportal Trustpilot gibt es neben sehr guten auch sehr schlechte Bewertungen, die sich mit dem Inhalt des Handelsblatt-Artikels decken. Hier einige dieser Bewertungen:
- „Ich bin sehr enttäuscht von der Erfahrung und dem Service bei Baulig. Ein Coaching dieser Preisklasse sollte individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen und entsprechende Unterstützung bieten. Stattdessen hat es mein zuvor gut laufendes Geschäft ruiniert.“
- „Das Erstgespräch lässt sich kaum in Worte fasse. Sowas hat man noch nicht erlebt. Mitarbeiter unvorbereitet, uninteressiert, Gespräch nach kurzer Zeit abgebrochen. Erschien alles sehr unseriös.“
- „Heute hatte ich ein Erstgespräch. Leider wirkte die Baulig-Mitarbeiterin wie ein Chat-Bot. Sie konnte nur im Rahmen eines offenbar sehr eng vorgegebenen Gesprächsprotokolls agieren und war daher leider nicht in der Lage, zum nächsten Schritt weiterzukommen. Zu viel System und zu wenig Mensch hat hier geschadet. Nicht empfehlenswert.“
Das Baulig-Unternehmen setzte sich mit den meisten dieser Bewertungen auf Trustpilot auseinander.
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