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Online-Magazin berichtet über Ursachen der Brandgefahr

VW-Batterieprobleme bei E-Modellen ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz: Kann ein Softwareupdate die Brandgefahr beseitigen?

05.11.2026

  • Fehlerhafte Batteriekomponenten können bei betroffenen ID.-Modellen von VW zur Überhitzung führen
  • VW verlangt 80-Prozent-Ladegrenze und Warnaufkleber – ein Termin für die angekündigte Lösung fehlt im Schreiben
  • Mercedes zeigt: Auf Softwaremaßnahmen kann ein Austausch der Hochvoltbatterie folgen

Die Probleme mit Hochvoltbatterien hat jetzt auch VW erfasst. Volkswagen ruft E-Autos der ID.-Baureihe zurück, weil ihre Hochvoltbatterien bei hohem Ladestand überhitzen und in Brand geraten können. Doch wo liegt der Fehler in den Batterien? Das Portal Drehmoment berichtete am 20. Oktober 2026 über mögliche Ursachen in den Batteriezellen. In einem der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer vorliegenden Rückrufschreiben vom Oktober 2026 kündigt VW für die Aktion 93MF ein Softwareupdate und bei Bedarf den Austausch von Batteriemodulen an. Einen Zeitplan und eine klare Auskunft darüber, wann ein Update genügt und wann Teile ersetzt werden müssen finden VW-Kunden in dem Schreiben nicht. Vom Rückruf betroffene VW-Kunden erhalten von unserer Kanzlei eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check. Hier können mögliche Ansprüche und Rechte geklärt werden.

Brandgefahr bei E-Mobilität

Wie ein Fehler in einer Batteriezelle zum Brand führen kann

Drehmoment zufolge haben Qualitätsprüfungen ergeben, dass einzelne Batteriezellen aus der Produktion eines Zulieferers nicht den Vorgaben entsprechen. Das Magazin zitiert das Kraftfahrt-Bundesamt mit dem Hinweis auf „überlappende Zellen“. Die betroffenen Hochvoltbatterien können demnach beim Schnellladen überhitzen und in Brand geraten. Das VW-Schreiben warnt allgemeiner vor Überhitzung bei hohem Ladestand.

In einer Batteriezelle trennt eine dünne Schicht die beiden Elektroden voneinander. Ist diese Trennung durch einen Fertigungsfehler beeinträchtigt, kann es im Inneren der Zelle zu einem Kurzschluss kommen. Dabei entsteht Wärme. Im schlimmsten Fall setzt die Zelle immer mehr Wärme frei und erhitzt benachbarte Zellen so stark, dass auch sie außer Kontrolle geraten. Fachleute sprechen dann von einem thermischen Durchgehen.

Bei einem gesonderten US-Rückruf des ID.4 hat VW falsch ausgerichtete Elektroden als möglichen Auslöser eines Brands genannt. Das geht aus dem Bericht an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA vom 3. Dezember 2025 hervor (25V836, Herstellercode 93EV). Welcher Fertigungsfehler bei den deutschen Fahrzeugen genau vorliegt, erklärt VW im Schreiben zu 93MF nicht.

Die Ladegrenze soll die Batterie bis zur Abhilfe weniger belasten. Das angekündigte Update hat eine andere Aufgabe. Es soll Auffälligkeiten in Batteriemodulen früh erkennen und melden. Einen Fertigungsfehler in einer Zelle kann die Software nicht reparieren. Deshalb kommt es darauf an, dass VW betroffene Module zuverlässig erkennt und bei Bedarf ersetzt.

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Was VW im Rückrufschreiben 93MF ankündigt

  • VW warnt vor Bränden, die schwere bis lebensgefährliche Verletzungen verursachen können. Für die betroffenen Fahrzeuge gelten laut Schreiben folgende Vorgaben und Maßnahmen.
  • Nur bis 80 Prozent laden. Soweit technisch möglich, will VW die Ladegrenze vorübergehend auch im Fahrzeug hinterlegen.
  • Die beiden mitgeschickten Warnaufkleber gut sichtbar in der Ladedose und neben dem Fahrzeugdisplay anbringen. Andere Fahrer über die Gefahr informieren.
  • Die Aktion 93MF gilt auch für Fahrzeuge, die zusätzlich vom Rückruf 93MI betroffen sind.
  • VW will den Termin und den Ablauf des Updates gesondert mitteilen. Falls nötig, tauscht VW Batteriemodule aus. Die Arbeiten sind kostenlos. Danach sollen wieder die volle Ladekapazität und die ursprüngliche Reichweite zur Verfügung stehen.

Wann können Besitzer wieder voll laden?

Wer vor einer längeren Fahrt bisher vollgeladen hat, muss mit weniger Reichweite planen. Das Schreiben nennt weder einen Termin für das Update noch die Kriterien, nach denen VW über den Austausch von Batteriemodulen entscheidet.

Auf seiner britischen Seite zu den Aktionen 93MF und 93MV berichtet VW von einzelnen Fällen mit Sachschäden. Bestätigte Fälle mit Personenschäden seien nicht bekannt. VW gibt dort weder den Ort der Vorfälle noch den Namen des Zulieferers an.

Mercedes plant nach Softwaremaßnahmen den Batterietausch

Mercedes setzte beim EQA und EQB zunächst auf Software. Der spätere Rückruf 16136R sieht bei den davon betroffenen Fahrzeugen den Austausch der Hochvoltbatterie vor. Laut einer KBA-Auskunft vom 17. August 2026, über die Dr. Stoll & Sauer am 6. Oktober 2026 berichtete, war der Start in Europa für das vierte Quartal 2026 geplant. Weil anfangs nur begrenzt Ersatzbatterien zur Verfügung stehen, reicht der Zeitrahmen für die gesamte Aktion bis zum 1. März 2028. Ob VW über einzelne Module hinaus auch ganze Batterien tauschen muss, bleibt offen.

Was betroffene Käufer tun können

Käufer können einen Mangel beim Verkäufer melden und eine Reparatur verlangen. Ob weitere Ansprüche bestehen, hängt unter anderem vom Kaufvertrag, der Schwere des Mangels und davon ab, ob und wann der Verkäufer ihn beheben kann.

  • Käufer können unter bestimmten Voraussetzungen ein mangelfreies Ersatzfahrzeug verlangen.
  • Scheitert die Reparatur oder bleibt sie trotz angemessener Wartezeit aus, kann je nach Fall ein Rücktritt oder eine Minderung des Kaufpreises infrage kommen.
  • Sind durch den Mangel Kosten entstanden, lässt sich prüfen, ob der Verkäufer dafür Schadensersatz schuldet.
  • Das LG Stuttgart ordnete in zwei von Dr. Stoll & Sauer geführten Mercedes-EQA-Verfahren die Rückabwicklung an (Urteile vom 30. Juli 2026, Az. 53 O 3/26 und 53 O 27/26). Im Verfahren um einen Ford Kuga entschied das LG Regensburg per Versäumnisurteil auf Rücknahme (27. Juli 2026, Az. 84 O 872/26). Ford legte Einspruch ein.

Für die Prüfung eines VW-Falls sind der Kaufvertrag, das Rückrufschreiben und bisherige Werkstattnachweise hilfreich. Dr. Stoll & Sauer bietet betroffenen Käufern eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an.

Was unsere Mandanten sagen

  • Pia Sielaff

    Pia Sielaff
    5/5

    Frau Martina Eller hat sich sehr viel Zeit genommen für die telefonische Beratung. Sie hat mir zugehört und wertvolle Tips gegeben. Ich kann sie 100% weiterempfehlen. Vielen Dank.
  • Manfred Maier

    Manfred Maier
    5/5

    Ich kann die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer uneingeschränkt weiterempfehlen. Mein Verfahren zur Rückabwicklung meines PHEV-Fahrzeugs wurde innerhalb von nur ca. 8 Wochen erfolgreich beendet. Ein ganz besonderer Dank geht an Frau Rechtsanwältin Brar für die kompetente Unterstützung und die extrem zügige Begleitung durch das gesamte Verfahren. Die Kommunikation war professionell und das Ergebnis ist …
  • P L

    P L
    5/5

    Ich hatte mit Herrn Malleis nur schriftlich Kontakt, bin aber von seiner Ehrlichkeit beeindruckt. Er gab mir den klaren Hinweis, dass mein Fall wenig Aussicht auf Erfolg hat, anstatt mir ein unnötiges Verfahren zu verkaufen. Damit hat er mir viel Geld erspart. Sehr fair, freundlich und absolut seriös – vielen Dank!

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