13.06.2016 Sonstiges

Nordcapital MS Hanse Spirit: Fachanwalt berät Anleger

Die endgültige Rückkehr des Schiffsfonds Nordcapital MS Hanse Spirit auf den Erfolgskurs steht noch aus. 2012 fuhr der Fonds ein „deutlich negativen Betriebsergebnis“ ein, wie dies der im Herbst erschienenen Leistungsbilanz 2011 zu entnehmen ist. Die Misere des Schiffsfonds Nordcapital MS Hanse Spirit soll durch mit Hilfe der finanzierenden Bank, welche bis Ende 2013 die Tilgung aussetzen und wieder Kredit gewähren möchten, bewältigt werden.

Ob es gelingen wird, den Schiffsfonds Nordcapital MS Hanse Spirit im Rahmen des von der Bank gesteckten Rahmens aus den aktuell stürmischen Gewässern zu navigieren, wird sich in den kommenden Monaten erweisen. Die Rahmenbedingungen könnten besser sein, da die Schifffahrtskrise nach wie vor den Markt beeinflusst. Anleger des Schiffsfonds, die angesichts der jetzigen Situation Zweifel haben, ob die Beteiligung an dem Schiffsfonds die richtige Entscheidung war, können sich rechtlichen Rat bei einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einholen. Im Rahmen einer Überprüfung der Kapitalanlage kann beispielsweise ermittelt werden, ob es zu einer Falschberatung vor der Investition in den Fonds Nordcapital MS Hanse Spirit kam.

Lief die Anlageberatung nicht fehlerfrei ab, stehen Schadensersatzansprüche der Anleger im Raum. Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss zwei Schritte aufweisen. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers von den Beratern erfasst werden. Dies kann zum Beispiel die Sicherheit des investierten Geldes sein oder eine risikoreiche Renditeorientierung. Erst dann kann von den Beratern eine diesen Wünschen entsprechende Kapitalanlage ausgewählt werden.

In einem nächsten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

Fehlerhafte Anlageberatung führt zu Schadensersatz

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung Nordcapital MS Hanse Spirit als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche und schadensersatzauslösende Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen, welche aufgrund dessen keine Sicherheit des investierten Geldes bieten können. Auch mussten Anleger auf die verschiedenen Risiken hingewiesen werden: zum Beispiel das Verlustrisiko, die Betriebsrisiken oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die Überprüfung der Aufklärung über Provisionen für die Vermittlung von Beteiligung am Schiffsfonds Nordcapital MS Hanse Spirit.

Anleger müssen beachten, dass Ansprüche verjähren können und dann nicht mehr erfolgreich durchsetzbar sein können. Es gibt unterschiedliche Verjährungsfristen – neben der 10-jährigen Höchstfrist gibt es auch kürzere Fristen. So gibt es eine 3-jährige Frist, welche am Ende des dritten Jahrs endet, nach dem die Anleger Kenntnis von Umständen erlangten, anhand welcher sie erkennen konnten, dass sie falsch beraten wurden. Hierbei können Sanierungskonzept und ähnliches eine Rolle spielen.

Weitere Informationen:
www.schiffsfonds.eu