13.06.2016 Sonstiges

Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I – Schadensersatz für Anleger

Im Jahr 2004 brachte das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds den Lloyd Fonds LF 49 Britische Kapital Leben I auf den Markt. Bei dem Fonds handelt es sich um einen Lebensversicherungsfonds, der in Policen britischer Kapitallebensversicherungen investiert. 1.430 Anleger investierten rund 23,6 Mio. Euro in den Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I. Mit diesem Kapital sowie Fremdkapital in Höhe von 14 Mio. Euro erwarb der Lebensversicherungsfonds über 1.000 „gebrauchte“ Lebensversicherungspolicen.

Dem Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I liegt folgendes Geschäftsmodell zugrunde: Der Fonds kann mit den erworbenen Versicherungspolicen handeln. Darüberhinaus werden am Ende der Vertragslaufzeit Ablaufleistungen sowie Schlussboni an den Lebensversicherungsfonds ausgezahlt. Sollte ein Versicherter vor dem Vertragsende versterben, erhält der Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I die Vertragssumme der Kapitallebensversicherung. Durch die Finanzkrise 2008 gerieten allerdings viele Lebensversicherungsfonds, die ein vergleichbares Geschäftsmodell verfolgten in Schwierigkeiten. Denn im Zuge der Krise erlahmte der Policenhandel. Die britischen Versicherungsunternehmen reduzierten auch die Schlusszahlungen. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Ausschüttungen für die Anleger des Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I.

Für Anleger, die mit ihrer Investition in den Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I nicht zufrieden sind, bietet die rechtliche Überprüfung ihrer Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht eine Chance, sich verlustfrei von ihrer Kapitalanlage trennen zu können. Um dies zu erreichen, wird zum Beispiel das Anlageberatungsgespräch auf Fehler untersucht. Zu den typischen Fehlern gehören – unter anderem – unterlassene Hinweise auf Vermittlungsprovisionen (kick backs). Auch wurden Anleger oft unzureichend über den unternehmerischen Charakter eines Lebensversicherungsfonds und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt. Dabei widersprechen diese dem Konzept einer sicheren Geldanlage oder gar einer Altersvorsorge.

Anleger des Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I, die das Gefühl haben, dass bei der Anlageberatung diese oder ähnliche Fehler passierten, sollten nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden. War die Anlageberatung fehlerhaft und somit nicht anlage- und anlegergerecht, haben Anleger des Lloyd Fonds Britische Kapital Leben I gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds trennen können und Schadensersatz, im Idealfall verzinst fordern können.