13.06.2016 Sonstiges

König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III – Hilfe für Anleger

Der Lebensversicherungsfonds Renditefonds 65 Britische Leben III wurde 2007 vom Hamburger Emissionshaus König & Cie. aufgelegt. 700 Anleger investierten bis Januar 2009 ca. 16 Mio. Euro. Mit diesem Geld erwarb der König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III etwa 1.000 Policen britischer Kapitallebensversicherungen. Der Fonds bezahlt für die Versicherten die Versicherungsbeiträge und kann im Gegenzug mit den Policen handeln oder beim Tod eines Versicherten die Versicherungssumme kassieren. Für die Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob sie die ersten Ausschüttungen ihrer Kapitalanlage – jene für das Jahr 2011 – in Empfang nehmen können.

Entscheidend könnte sein, ob und wie der König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III die Krise, von der Lebensversicherungsfonds in der vergangenen Zeit heimgesucht wurden, überstanden hat. Die britischen Lebensversicherungen gerieten durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten, da sie – anders als deutsche Lebensversicherer – ausschließlich in Aktien investieren und die Börsenkurse abstürzten. Folge war, dass die britischen Versicherer die Schlusszahlungen und die Rückkaufwerte der Policen verringerten. Diese Veränderung stellte eine Reihe von Lebensversicherungsfonds vor Probleme, da sie vor der Krise mit anderen Zahlen kalkuliert hatten. Ob dies bei König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III auch der Fall war oder ob rechtzeitig eine Anpassung gelang, wird sich erweisen.

Anleger des Lebensversicherungsfonds König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III, die ihr angelegtes Geld keinen Risiken aussetzen möchten, sollten erwägen, ihre Beteiligung rechtlich überprüfen zu lassen. Es zeigt sich in der Beratung von Anlegern immer wieder, dass die Anlageberatung durch Banken und Anlageberater in vielen Fällen weder anleger- noch anlagegerecht und somit falsch war. Beispielsweise klärten die Banken und Anlageberater die Anleger häufig nicht über den unternehmerischen Charakter eines Lebensversicherungsfonds und die damit verbundenen Risiken auf. Das Risiko des Totalverlusts verträgt sich nicht mit dem Konzept einer sicheren Geldanlage. Weiterhin waren die Anleger auf eventuelle kick backs (Vermittlungsprovisionen) hinzuweisen.

Sollten Banken oder Anlageberater diese oder ähnliche Aufklärungs- und Hinweispflichten verletzt haben und die Anleger somit falsch beraten haben, bestehen gute Chancen, dass die Anleger sich von ihrer Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III trennen können und Schadensersatz von Banken oder Anlageberatern fordern können. Sollten Anleger des König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III das Gefühl haben, dass sie bei der Anlageberatung falsch beraten wurden, sollten sie nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, um ihre Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds König & Cie. Renditefonds 65 Britische Leben III überprüfen zu lassen.