13.06.2016 Sonstiges

HC US-Euro-Flottenfonds – Schlechter Ertrag - Anwälte informieren

Der US-Euro-Flottenfonds von Hanse Capital befindet sich in unruhigem Fahrwasser. Dem Schiffsfonds macht die schwierige Marktlage zu schaffen, die Anleger blicken einer ungewissen Zukunft entgegen.

Dem im Jahr 2007 platzierten HC US-Euro-Flottenfonds gehören drei Schiffe: die beiden Minibulker MS SCL Marie-Jeanne und MS Margrit (Frachter für Massengüter wie Kohle oder Zement) sowie der Multi-Purpose-Carrier MS SCL Thun. Im Prospekt wurden für die Anleger seinerzeit Ausschüttungen von 8 % aufwärts vorausgesagt.

Die Einnahmen, die Voraussetzung für solch hohe Ausschüttungen sind, kann der Schiffsfonds HC US-Euro-Flottenfonds in der schlechter gewordenen Ertragslage nur mehr schwerlich erzielen. In den letzten Jahren drängten viele neue Schiffe auf den Markt. Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise stagniert die Nachfrage nach Schiffstransporten, so dass die Schiffe nicht mehr ausgelastet sind. Gleichzeitig fallen die Charterraten durch das Überangebot an Schiffen.

Erschwerend kommt hinzu, dass, wie bei Schiffsbeteiligungsfonds üblich, teilweise Fremdwährungskredite aufgenommen wurden. Im Fall von HC US-Euro-Flottenfonds in Schweizer Franken (CHF). Das Tagesgeschäft wird in der Schifffahrtsbranche aber in US-Dollar abgerechnet. Vorgesehen war, dass durch Währungsschwankungen Kursgewinne erzielt werden, mit denen die Fremdwährungskredite günstig abgelöst werden sollen. Diese Kalkulation ging jedoch nicht auf, da der Franken erstarkte. Bei Platzierung des Schiffsfonds HC US-Euro-Flottenfonds bekam man pro 1 US-Dollar 1,20 CHF. Im Juni 2011 stand der Kurs bereits bei 0,80 CHF je 1 US-Dollar. Dementsprechend müssen die Kredite teurer als geplant abgelöst werden, was die finanzielle Situation des Fonds keineswegs leichter macht.

Anleger, die fürchten, dass die Lage des Schiffsfonds HC US-Euro-Flottenfonds sich weiter verschlechtern wird, sollte umgehend handeln. Bei der Anlageberatung verletzten Anlageberater Aufklärungspflichten, indem sie unzureichend über z.B. Vermittlungsprovisionen (kick-backs), Anlagerisiken oder dergleichen aufklärten. Derartige Versäumnisse können eine Schadensersatzpflicht der Banken oder Anlageberater auslösen. Im besten Fall wird das Geld auch verzinst. Es bestehen demnach gute Aussichten, sich von dem Schiffsfonds HC US-Euro-Flottenfonds lösen zu können, deshalb sollte schnellstmöglich ein im Kapitalanlegerecht tätiger Rechtsanwalt mit der Überprüfung befasst werden.