15.03.2013 Sonstiges

Hansa Treuhand HT Flottenfonds V – Anleger werden zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert

AKTUELL 15.03.2013: Anleger werden zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert
Im Schreiben der Treuhänderin vom 13.03.2013 halten die Anleger die schlechte Nachricht schwarz auf weiß in der Hand: Wegen des abgelehnten Verkaufs des Schiffs MS HS Berlioz, fordert der Schiffsfonds fordert die Anleger auf, „zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit die darlehensweise gewährte Liquiditätsausschüttung“ zurückzuzahlen.

Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V, die sich fragen, ob sie der Rückforderung der Ausschüttungen entsprechen sollen, sollten sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Denn just am Vortag des Schreibens entschied der Bundesgerichtshof, dass die Rückforderung von „darlehensweise“ gewährten Ausschüttungen nicht in jedem Fall möglich ist. Es kommt vielmehr auf den genauen Vertragsinhalt an.

AKTUELL 05.02.2013 – Keine guten Nachrichten
Es sind keine guten Nachrichten, die die Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds V verkraften mussten. Schon in der Mitte 2012 erschienenen Leistungsbilanz war der Ausblick für die drei Schiffe der Schiffsbeteiligung eher düster. Und nun sollen sich die Befürchtungen bestätigt haben. So soll der Tanker MT HS Elektra unter Wert verkauft worden sein. Und auch bei den beiden Containerschiffen MT HS Berlios und MT HS Scott soll in finanzieller Hinsicht nicht alles zum Besten stehen.

Der Tanker MT HS Elektra und die beiden Containerschiffe MS HS Berlioz und MS HS Scott wurden von der Krise der Schifffahrt in Bedrängnis gebracht. Für die Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds V stellt sich jetzt die Frage, ob die Schiffe des Fonds vom Sog der Krise in die Tiefe gerissen werden. Im Jahr 2007 konnten Anleger sich an dem Schiffsfonds beteiligen. Doch in der Folgezeit stellte sich heraus, dass der Hansa Treuhand HT Flottenfonds V sich nicht wie prognostiziert entwickelte. Die Ausschüttungen an die Anleger entsprechen nicht den Ankündigungen bei Auflage des Schiffsfonds.

Welche rechtlichen Optionen stehen Anlegern offen?

Was können Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V, die weiteres Ungemach befürchten, unternehmen? Eine Möglichkeit ist, dass Anleger sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Im Rahmen einer rechtlichen Überprüfung kann geklärt werden, ob Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V ein Ausstieg aus ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds ermöglicht werden kann. Ein Ansatzpunkt hierfür ist beispielsweise die Überprüfung der Anlageberatung auf Fehler. Fehlerhafte Anlageberatungen zeichnen sich dadurch aus, dass Anleger nicht die Risiken, die mit einer Investition in einen Schiffsfonds einhergehen, erklärt und aufgezeigt wurden.

So mussten Anlage- oder Bankberater die Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V über die Funktionsweise eines geschlossenen Schiffsfonds aufklären. Bei einem Schiffsfonds handelt es sich um ein Unternehmen, das am Markt Gewinne erwirtschaften muss. Auch besteht – wie bei jedem Unternehmen – das Risiko des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals. Dieses Risiko widerspricht allerdings dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage oder gar einer Altersvorsorge. Auch muss Anlegern des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V beim Erwerb der Beteiligung bewusst gewesen sein, dass sie sich wegen der langen Laufzeit des Fonds und wegen des nicht geregelten Zweitmarkts für „gebrauchte“ Fondsanteile nicht jederzeit problemlos von ihren Beteiligungen trennen können. Des Weiteren wurden Anleger nicht immer über eventuelle Vermittlungsprovisionen (kick backs), die bei der erfolgreichen Vermittlung von Schiffsfonds oft und üppig flossen, aufgeklärt.

Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds V, die das Gefühl haben, dass ihre Anlageberatung diese oder ähnliche Fehler aufwies, sollten sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht helfen lassen. Wurden Anleger falsch beraten, sind die Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können, gut. Somit kann die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V, die sich von ihrem Schiffsfonds trennen möchten, Möglichkeiten aufzeigen.