13.06.2016 Sonstiges

AXA Immoselect Wiedereröffnung kommt jetzt nicht – Schadensersatz durch Klage möglich, Verjährung droht

Anleger des Axa Immoselect Immobilienfonds sollten vor einer möglichen Verjährung ihre Ansprüche prüfen lassen.

Der Axa Immoselect schloss seine Tore für Anleger zunächst mit Wirkung zum 17.11.2009. Grund für die Schließung waren immer noch die Auswirkungen der Finanzkrise, da viele Anleger verunsichert waren und in kurzen Zeiträumen erhebliche Massen an Geld aus dem Axa Immoselect abgezogen haben, so dass sich die liquiden Mittel erheblich verringerten und der Axa Immoselect sich wie viele andere offene Immobilienfonds gezwungen sah, um weiter funktionsfähig zu bleiben, die Rücknahme der Anteilscheine auszusetzen. Erst kürzlich wurde dann am 16.11.2010 bekanntgemacht, dass der Axa Immoselect wegen unzureichender Liquidität zur Bedienung der zu erwartenden Anteilscheinrückgaben für weitere 12 Monate geschlossen bleibt. Anleger müssen also erhebliche Geduld beweisen, da sie bis längstens zum 16. November 2011 ihre Anteile nicht zurückgeben können.

Was Anleger des Axa Immoselect nun erwarten wird, kann nicht vorhergesagt werden. In den letzten Monaten mussten alleine 3 Fonds, die zuvor für 2 Jahre die Rücknahme von Anteilscheinen ausgesetzt hatten, nach Ablauf dieser gesetzlichen Höchstfrist für die Schließung, liquidiert werden: hierunter befanden sich namhafte, wie der KanAm US-Grundinvest, der DEGI Europa und der Morgan Stanley P2 Value.

Wegen der drohenden Verjährung von Schadensersatzansprüchen sollten Anleger des Axa Immoselect aber nicht weiter abwarten, sondern handeln und sich von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. Oftmals können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, weil Anleger falsch und unzureichend beraten wurden. Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll, der bereits eine Vielzahl von Anlegern offener Immobilienfonds vertritt, teilt mit, dass Anleger häufig nicht über die Risiken aufgeklärt wurden. Zahlreiche Anleger des Axa Immoselect wurden auch nicht auf die Möglichkeit hingewiesen, dass der Fonds geschlossen werden könne und sie somit ihre Investition aus dem Axa Immoselect während der Schließungsphase nicht zurückerhalten. Verschwiegen wurden zudem auch kick-backs.

Dies alles stellen Beratungsfehler dar, die zu Schadensersatzansprüchen führen können, mit denen Anleger ihre Anteile am Axa Immoselect ohne Schaden abstoßen können. Allerdings ist schnelles Handeln gefragt, weil die Verjährung der Ansprüche schnellstmöglich geprüft werden muss, da bei eingetretener Verjährung bestehende Ansprüche nicht mehr durchgesetzt werden können.