Jedes
Invest
Bringt Risiken

WealthCap / HVB Life USA 2 - Trotz Lebensversicherungen: Keine Kapitalanlage für sicherheitssuchende Anleger

Lebensversicherungsfonds vermitteln – auch wegen ihres Investitionsgegenstands – den Eindruck einer verlässlichen Kapitalanlage. Die Anleger des Fonds WealthCap Life USA 2 mussten jedoch erleben, dass auch eine Investition in US-amerikanische Lebensversicherungen mit Unwägbarkeiten versehen ist. So flossen die Ausschüttungen nicht wie prognostiziert. Darüber hinaus müssen sich Anleger auch mit weitreichenden Entscheidungen auseinandersetzen. Ein Beispiel hierfür ist die im Herbst 2014 durchgeführte Beschlussfassung über die Kreditvergabe innerhalb der WealthCap-Gruppe sowie bereits platzierter WealthCap-Fonds untereinander.

Schon allein die komplexe Beschlussfassung zum Cash-Management zeigt, dass geschlossene Beteiligungen über grundlegende, unternehmerischen Eigenschaften verfügen. Diese rühren aus der gesellschaftsrechtlichen Natur der Kommanditgesellschaft her. Daher bestehen bei der Life GmbH & Zweite KG u.a. Zudem etwa das Risiko, das eingesetzte Geld teilweise oder vollständig zu verlieren. Dementsprechend mussten Anleger des Fonds WealthCap Life USA 2 risikobereit gewesen sein. Die Besonderheiten ihrer Kapitalanlage sollte den Anlegern schon vor dem Beitritt zu der geschlossenen Beteiligung bewusst gewesen sein. Insbesondere dann, sie sich auf Empfehlung ihres Bankberaters an dem Lebensversicherungsfonds beteiligten.

Risiken Ihrer Fondsanlage

Vielen Anlegern ist nicht bewusst, dass die Investition in geschlossene Fonds erhebliche Risiken mit sich bringt, weil sie darüber beim Beratungsgespräch nicht aufgeklärt wurden. Bei der Investition in einen geschlossenen Fonds handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung. Es bestehen daher grundsätzlich die folgenden Risiken:

  • Totalverlustrisiko, d.h. der Anleger kann seine gesamte Einlage verlieren.
  • Weiche Kosten: viel Geld fließt überhaupt nicht in die Anlage, sondern in den Vertrieb (Provisionen) oder in die Verwaltung des Fonds, so dass dem Fonds nicht das gesamt vom Anleger eingezahlte Kapital zur Verfügung steht.
  • Risiko, dass Ausschüttungen zurückbezahlt werden müssen: in den meisten Fällen sind die Ausschüttungen an die Anleger nicht durch Gewinne gedeckt und stellen die Rückzahlung der Einlage dar, die dann unter bestimmten Voraussetzungen nach § 172 Abs. 4 HGB zurückgefordert werden können.
  • Mangelnde Fungibilität, d.h. die Anteile können nur schwer verkauft werden über den Zweitmarkt und dabei sehr oft nur mit erheblichen Verlusten, was sehr nachteilig ist, wenn das Geld dringend benötigt wird.
  • Steuerliche Bewertungen können sich ändern.
  • Mögliche Nachschusspflichten, wenn dies im Gesellschaftsvertrag geregelt ist.
  • Fremdfinanzierungsrisiko: viele Fonds nehmen hohe Kredite auf, um das Eigenkapital der Anleger zu hebeln. In Krisensituationen sind die Kreditgeber dann bevorzugt zu bedienen, was oft dazu führt, dass die Anleger in der Insolvenz leer ausgehen.
  • Zahlreiche weitere Risiken.

 

Wie können wir Ihnen helfen?

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts eine der führenden Kanzleien in Deutschland und vertritt seit Jahren mit zahlreichen Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht und einem Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und einem Insolvenzverwalter erfolgreich geschädigte Kapitalanleger. Es konnten mehrere tausend Verfahren gerichtlich und außergerichtlich erfolgreich für die Anleger abgeschlossen und dabei Millionenbeträge verloren geglaubten Kapitals der Anleger zurückgeholt werden.

Wir als Spezialisten im Kapitalanlage- und Gesellschaftsrecht helfen Ihnen: Sind Sie verunsichert, ob Ihre Beteiligung an dem WealthCap-Fonds Life USA 2 die richtige Anlage für Sie ist und befürchten Sie, durch die Anlage Geld zu verlieren? Dann wenden Sie sich zur kostenlosen Erstberatung an uns.

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Wir stellen als besondere Serviceleistung für Sie kostenfrei eine Anfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung und klären ab, ob Ihre Versicherung den Fall übernimmt.

 

Ihre Möglichkeiten

Unsere Erfahrung aus der erfolgreichen Beratung und Vertretung tausender geschädigter Kapitalanleger bei geschlossenen Fonds, Anleihen, Zertifikaten, Wertpapieren und sonstigen Kapitalanlagen zeigt, dass den meisten Anlegern, die sich an uns wenden erfolgversprechend geholfen werden kann. Die überwiegende Anzahl dieser Anleger wurden falsch informiert, weshalb ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

Vorgehen gegen die beratende Bank

Banken und Berater sind im Rahmen des Beratungsgesprächs verpflichtet, den Anleger anlage- und anlegergerecht aufzuklären. Dies bedeutet, dass der Anleger über die Risiken der Anlage aufgeklärt werden muss und dass die Anlage zu seinen Vorgaben und Lebensverhältnissen passen muss. Bei geschlossenen Fonds handelt es sich um unternehmerische Beteiligung, mit ganz erheblichen Risiken. Da die Anleger ihr gesamtes Geld verlieren können, ist ein geschlossener Fonds nicht zur Altersvorsorge geeignet. Banken müssen zusätzlich über erhaltene Provisionen (Kick-Backs / Rückvergütungen) aufklären, die sich durch die Vermittlung des Fonds erhalten haben.

Bei der Beratung tausender Fondsanleger hat sich gezeigt, dass nur äußerst selten ein Anleger richtig beraten wurde. In den allermeisten Fällen wurden Anleger nicht hinreichend informiert über die bestehenden Risiken. Bankkunden wurden meist nicht auf die geflossenen Provisionen hingewiesen. Wurden Anleger nicht hinreichend beraten, stehen ihnen Schadensersatzansprüche zu, mit denen sie sich vollständig von der Anlage lösen können und das eingezahlte Geld inklusive Agio zurückerhalten.

Prospekthaftung

Wir haben sehr viel Erfahrung mit der Beurteilung von Prospekten und arbeiten insoweit mit sehr renommierten Prospektgutachtern zusammen. In vielen Prospekten finden sich Fehler oder Ungenauigkeiten. Nach dem Bundesgerichtshof muss ein Prospekt den Anleger richtig und vollständig informieren. Tut er dies nicht, kommen Schadensersatzansprüche zum tragen. Dabei können Ansprüche gegen unterschiedliche Personen bestehen. In Betracht kommen Initiatoren, Gründungsgesellschafter, Hintermänner oder sonstige Garanten. Aber auch die beratende Bank kann für den Inhalt haften, wenn sie sich des Prospekts zur Beratung bedient hat. Wichtig ist dabei, dass dem Anleger der Prospekt nicht überlassen worden sein muss, wie es leider meistens der Fall ist.

Einwirken auf die Gesellschaft

Manche Anleger sind mit der Beratung der Bank/ des freien Beraters zufrieden und wollen keinen Schadensersatz geltend machen. Stattdessen wollen sie auf die Gesellschaft und die Geschäftsführung des Fonds einwirken. Als Gesellschafter haben die Anleger z.B. die folgenden Rechte:

  • Zustimmungspflichten der Kommanditisten bei Geschäften, die über den gewöhnlichen Bereich hinausgehen (§§ 164, 170 HGB) insbesondere Grundlagengeschäfte (Kern der Gesellschaft betreffende Geschäfte)
  • Kontroll- und Informationsrechte (§ 166 HGB) = Abschrift Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. Lagebericht) und Prüfung dessen Richtigkeit unter Einsicht der Bücher zu prüfen.
  • Auswahl des Abschlussprüfer (§ 318 HGB)
  • Außerordentliches Überwachungsrecht wenn wichtige Gründe vorliegen (§ 166 Abs. 3 HGB). Dies ist dann gegeben, wenn besonderer Gefährdungstatbestand vorliegt; also hohe Steuernachforderung, Steuerstrafverfahren, Insolvenzantrag.

 

Interessengemeinschaft

Viele Anleger geschlossener Beteiligungen äußern den Wunsch, sich mit anderen Mitanlegern auszutauschen und sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschließen. Eine solche Interessengemeinschaft hat zahlreiche Vorteile. Für gesellschaftsrechtliche Fragestellungen wie die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung oder die Abberufung der Geschäftsführung sind zahlreiche Anlegerstimmen notwendig. Ein einzelner Anleger kann wirksam seine Gesellschafterrechte nur ausüben, wenn andere Anleger ihn unterstützen. Viele sind schlagkräftiger als der Einzelne!

Der Bundesgerichtshof hat daher in den Jahren 2013 und in zahlreichen Urteilen jedem Anleger das Recht zuerkannt, die Namen und Adressen seiner Mitanleger von der Fondsgesellschaft oder der Treuhänderin zu erhalten. Dadurch ist jeder Anleger in der Lage, in Kontakt mit seinen Mitanlegern zu treten, um wirksam seine Rechte als Gesellschafter wahrnehmen zu können.

Wir unterstützen Sie bei der Gründung von Interessengemeinschaften und dem Austausch der Anleger untereinander. Sprechen Sie uns an.

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