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MS Vega Spinell: Schiffsfonds ist von Insolvenz betroffen

Die Anleger von zwei Schiffsfonds der Vega Reederei müssen sich im Februar 2013 mit Insolvenzen auseinandersetzen. Einer der betroffenen Fonds ist die MS Vega Spinell Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG. Am 13.02.2013 wurde im Rahmen des Insolvenzantragsverfahrens die Verwaltung des Vermögens auf den vorläufigen Insolvenzverwalter übertragen.

Bereits zuvor mussten die Anleger des Schiffsfonds MS Vega Spinell sich mit verschiedenen Problemen ihrer Schiffsbeteiligung auseinandersetzen. Im Jahr 2009 wurden die Anleger darüber informiert, dass der Fonds MS Vega Spinell in einer schweren Krise sei und die Hilfe der Anleger benötigt werde. Deswegen sollten Anleger eine Nachzahlung in das Fondsvermögen der MS Vega Spinell leisten, welche 15 % der gegengezeichneten Einlage ausmachte.





Um zu den aktuellen Probleme zurückzukehren: Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen Anlegern des Schiffsfonds MS Vega Spinell offen? Eine vom Insolvenzverfahren unabhängige Option ist die Überprüfung von Schadensersatzansprüchen aufgrund falscher Anlageberatung. Beratungsfehler sind angesichts hoher Anforderungen an eine ordnungsgemäße Anlageberatung in der Praxis keine Seltenheit.



Anlageberatung musste anleger- und anlagegerecht sein



Grob umrissen müssen bei einer ordnungsgemäßen Anlageberatung zuerst die Wünsche des Anlegers von den Beratern erfasst werden. Erst dann kann von den Beratern eine diesen Wünschen entsprechende Kapitalanlage ausgewählt werden (anlegergerechte Beratung). In einem nächsten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären (anlagegerechte Beratung).



Da ein Schiffsfonds von unternehmerischem Erfolg abhängig ist, bestehen neben dem jetzt eingetretenen Insolvenzrisiko noch weitere Risiken, wie zum Beispiel das Verlustrisiko, die Betriebsrisiken oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Auch handelt es sich bei einem Schiffsfonds wie dem Fonds MS Vega Spinell um eine Gesellschaft mit einer komplexen rechtlichen Struktur und nicht einfach um eine „Kapitalanlage“. Weiterhin muss der Emissionsprospekt den Anlegern rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden sein und sie müssen zutreffend über Provisionen ins Bild gesetzt worden sein.



Diese oder ähnliche Pflichten können bei einer Anlageberatung verletzt worden sein. Ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie erfolgreich diese durchgesetzt werden können, kann anhand des konkreten Beratungsgesprächs ermittelt werden. Anleger des Schiffsfonds MS Vega Spinell, die wissen möchten, ob ihnen Schadensersatzansprüche zustehen und inwieweit diese durchsetzbar sind, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen und ihre individuellen Chancen ermitteln lassen.



Mehr Informationen rund um das Thema Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen befindet sich auf der Seite www.schiffsfonds.eu.

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