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Salamon 9 MS Cape Mondego – Anleger sollen Ausschüttungen zurückzahlen

Insolvenzverwalter der SAG Unternehmensbeteiligungsgesellschaft MS Cape Mondego mbH & Co. KG fordert Anleger auf, Ausschüttungen zurückzahlen

Die Salamon-Schiffsbeteiligung SAG-Fonds 9 MS Cape Mondego befindet sich bereits seit in einem Insolvenzverfahren. Für die Anleger hat die Insolvenz des Schiffsfonds nun spürbare Folgen: Sie werden vom Insolvenzverwalter aufgefordert, die einst erhaltenen Ausschüttungen zurückzuzahlen.

Für die Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob sie in jeden Fall zahlen müssen. Zunächst ist festzuhalten, dass im Rahmen von Insolvenzverfahren tätsächlich einst erhaltene Ausschüttungen zurückzufordern. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber dem Insolvenzverwalter eingeräumt, damit dieser beispielsweise Schulden der Gesellschaft begleichen kann. Hierfür können die Gesellschafter der Fondsgesellschaft (die Anleger der SAG Unternehmensbeteiligungsgesellschaft MS Cape Mondego mbH & Co. KG) herangezogen werden, wenn sie aus dem Gesellschaftsvermögen Geld abgezogen haben. Dennoch müssen im Einzelfall bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Ausschüttungen berechtigterweise zurückgefordert werden können. Eine Voraussetzung ist beispielsweise, dass die geltend gemachte Forderungen tatsächlich in voller Höhe begründet ist. Doch nicht jede Ausschüttung ist „automatisch“ mit einer handelsrechtlichen Entnahme gleichzusetzen. Denn die Haftung nach § 172 Abs. 4, 171 HGB erfasst nur tatsächlich entnommene Beträge.

Die Anleger des 2005 aufgelegten Schiffsfonds Salamon 9 MS Cape Mondego mussten ein weiteres Mal auf Ausschüttungen verzichten, sodass diese immer mehr hinter den einstigen Prognosen hinterher hinken. Darüberhinaus spielte die Schifffahrtskrise den Anlegern des Schiffsfonds bereits übel mit. Das Containerschiff des Fonds war 2010 beschäftigungslos, weswegen ein Sanierungskonzept beschlossen wurde. Doch damit sind noch nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, da das Schiff des Fonds Salamon 9 MS Cape Mondego sich noch erfolgreich auf dem aktuell krisengeschüttelten Schifffahrtsmarkt behaupten muss.

Wie sich die wirtschaftliche Verfassung des Schiffsfonds inmitten der Schifffahrtskrise konkret entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Alternativ können die Anleger des Salamon 9 MS Cape Mondego im Rahmen einer rechtlichen Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre persönlichen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die Überprüfung der Anlageberatung auf Fehler, da nicht jedes Anlagegespräch den hohen Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung hinsichtlich der Beratung der Anleger gerecht wird.

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel den Schiffsfonds Salamon 9 MS Cape Mondego, muss diese zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem nächsten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

Anleger durften nicht im Unklaren über Risiken gelassen werden

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung Salamon 9 MS Cape Mondego als sichere Kapitalanlage oder gar für die sichere Altersvorsorge empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen und somit keine sicheren, für die Altersversorge geeigneten Kapitalanlagen. Auch mussten Anleger auf diverse weitere Risiken hingewiesen werden, wie zum Beispiel das Verlustrisiko oder den ungeregelten, nachfrageabhängigen Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt.

Für Anleger des Schiffsfonds Salamon 9 MS Cape Mondego, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Anleger des Salamon 9 MS Cape Mondego sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können.

Weitere Informationen: www.schiffsfonds.eu/rechtsansprueche

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