Premium Management Immobilien Anlagen – Fonds wird aufgelöst, Anleger sollten Ansprüche prüfen lassen!

Seit dem 24.09.2010 hatte der Allianz Premium Management Immobilien Anlagen die Rücknahme der Anteilscheine ausgesetzt. Grund für die damalige Schließung des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen war, dass zu viel Kapital abgeflossen ist, sodass die immensen Rückgabewünsche der Anleger nicht mehr bedient werden konnten. Ein weiterer Grund für die Schließung war auch, dass der Allianz Premium Management Immobilien Anlagen als Dachfonds in 10 offene Immobilienfonds investiert war, die selbst gerade die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt haben oder bereits liquidiert werden mussten, so wie der TMW Immobilien Weltfonds und der Morgan Stanley P2 Value.

Seit diesem Zeitpunkt warteten also die Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen auf die Wiedereröffnung des Immobilien-Dachfonds. Nun der Schock für die Anleger: am 12.08.2011 gab die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH in einer Pressemitteilung die Auflösung des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen bekannt. Dieser wird nun also in den nächsten Jahren ordentlich abgewickelt werden, wobei die erste Ausschüttung von 19 € pro Anteilschein im Oktober in Aussicht gestellt wird.



Wie die Liquidation des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen weiter verlaufen wird kann derzeit noch nicht vorhergesagt werden. Verluste für die Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen sind derzeit aber schon sicher. Für viele Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen stellt sich demnach die Frage, wie sie am Besten Regress nehmen können.



Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen können Schadensersatzansprüche gegen ihre Anlageberater und Banken erheben, wenn sie diese beim Erwerb der Anteile nicht ordnungsgemäß über die Risiken des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen beraten haben und somit eine fehlerhafte Anlageberatung vorliegt. Wie sich seit der Krise offener Immobilienfonds zeigt, ist auch ein solcher Fonds nicht äußerst sicher, sodass auf das Risiko der Abwicklung hätte hingewiesen werden müssen. Weiterhin mussten Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen über die Möglichkeit der Fondsgesellschaft aufgeklärt werden, dass diese die Rücknahme der Anteilscheine für eine gewisse Zeit aussetzen kann, sodass Anleger nicht mehr an ihr Geld herankommen können. Vor allem für Anleger, die ihr Geld nicht langfristig anlegen wollten, ist diese Möglichkeit sehr gefährlich, da sie nach der „Schließung“ des Fonds ihr Kapital nicht mehr gegen Rückgabe ihrer Anteilscheine erhalten können.



Schließlich können Schadensersatzansprüche gegen die Banken (vor allem die Commerzbank als Hauptvermittler des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen) auch dann bestehen, wenn den Anlegern des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen Kick-Backs verschwiegen wurden. Kick-Backs sind Provisionen oder Rückvergütungen, die die Bank von der Fondsgesellschaft für die Vermittlung des Fonds erhält. Nach der Rechtsprechung des BGH muss über diese ausdrücklich aufgeklärt werden, geschah dies nicht, kann eine Schadensersatzklage erhoben werden.



Zurzeit bietet auch die Commerzbank, die den Allianz Premium Management Immobilien Anlagen hauptsächlich vertrieben hat, Anlegern ein Rücktauschangebot an: für jeden ausgegebenen Anteil des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen bietet die Commerzbank ihren Kunden zeitlich befristet 43,38 € an, was 92 % des letzten Nettoinventarwerts entsprechen soll. Für einige Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen dürfte das Vergleichsangebot durchaus attraktiv sein, allerdings sollte dies nicht vorschnell angenommen werden, vor allem im Hinblick darauf, dass die Darstellung des Angebots der Commerzbank in Bezug auf den nur 8%-igen Verlust zu einseitig ist.



Legt man den Abrechnungspreis des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen des ersten Handelstags zugrunde, der bei 52,40 € lag, bedeutet das Vergleichsangebot ein tatsächlicher Verlust in Höhe von ca. 17 %. Zieht man in diese Betrachtung noch weiterhin mit ein, dass vielen Anlegern des Hausinvest Europa oder Hausinvest International ein Wechsel zu dem Allianz Premium Management Immobilien Anlagen empfohlen wurde, die Hausinvest-Fonds aber mit der Kurssteigerung und den Ausschüttungen auf ein Plus von ca. 12 % in den letzten drei Jahren kommen, so errechnet sich ein tatsächlicher Verlust in Höhe von sogar 38 % (im Vergleich zum Erstausgabepreis und unter Zugrundelegung der Wertsteigerung der Hausinvest-Fonds, bei denen ein Anteil heute 58,69 € wert wäre, zu dem Rücknahmeangebotspreis der Commerzbank heute). Wäre also Anlegern der Hausinvest-Fonds damals nicht ein Wechsel in den Allianz Premium Management Immobilien Anlagen empfohlen worden, hätten sie heute viel weniger Verluste, da sich diese Fonds sehr gut entwickelt haben, während der Allianz Premium Management Immobilien Anlagen nun aufgelöst wird und schon seit einem Jahr geschlossen ist.



Gerade vor diesem Hintergrund sollten Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen also gut überlegen, ob sie das Vergleichsangebot annehmen. Der Vorteil liegt zwar darin, dass der Anleger des Allianz Premium Management Immobilien Anlagen das Geld sofort erhält. Macht er aber einen Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung gegen die Commerzbank geltend, so kann eine vollständige Rückabwicklung verlangt werden, was bedeutet, dass auch der entgangene Gewinn erstattet werden muss. Außerdem müssen die steuerlichen Folgen des Angebots überprüft werden, damit nicht das Finanzamt auch noch Geld will. Vor der Annahme des Angebots sollte also in jedem Fall ein im Kapitalanlagerecht spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden, welcher den Anleger hinsichtlich der bestmöglichen Regressmöglichkeit umfassend beraten und im Zweifel auch eine Klage auf Schadensersatz gegen die Commerzbank aufgrund von Falschberatung einleiten kann.

 

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