Postbank und Prorendita

Zu den Kapitalanlagen, welche die in die Kritik geratene Postbank vertrieben hat, gehören auch die Lebensversicherungsfonds Prorendita Britische Leben 3 und 4. Den fünf Fonds dieser vom Anbieter Ideenkapital herausgegebenen Serie war aufgrund erheblicher Marktveränderungen kein wirtschaftlicher Erfolg beschieden. Ein wesentliches Element des Geschäftsmodells dieser Fonds ist zum Erliegen gekommen, da der großbritannische Handel mit Lebensversicherungspolicen aufgrund der Finanzkrise zum Erliegen kam.

Da der Policenhandel nur zögerlich wieder aufgenommen wird, erlaubten die Finanzen der Prorendita Britische Leben 1 seit mehreren Jahren keine Ausschüttungen mehr bzw. bei den Fonds Prorendita 2 – 5 wurde bislang überhaupt nicht ausgeschüttet. Diese Entwicklung hat wenig gemein mit den Anpreisungen, mit welchen den Anlegern seinerzeit die Investition schmackhaft gemacht wurde. Dabei geht es nicht nur um die prognostizierte Rendite – die Prorendita-Fonds wurden auch Anlegern empfohlen, die eine jederzeit verfügbare Anlage suchten oder Steuern sparen wollten oder eine verlässliche Kapitalanlage suchten. Auch bei der Postbank wurden die Prorendita-Fonds für „verschiedenste“ Anlegerziele als passend empfohlen.



Zugegebenermaßen ist die Postbank bei weitem nicht die einzige Bank, die diese beiden Fonds vertrieben hat. Auch die Commerzbank, die Sparkasse KölnBonn sowie freie Anlageberater hatten diese Fonds in ihrem Angebot. Jedoch demonstrieren die Prorendita Britische Leben-Fonds, weswegen der Postbank der Zorn der Anleger entgegenschlägt: Das Vertrauen in die Richtigkeit der fachkundigen Beratung wurde enttäuscht und die Konsequenzen müssen (zunächst) die Kunden tragen.

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