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OwnerShip Feeder Duo Schiffsfonds– Hilfe für Anleger

Das Schreiben, das die Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo jüngst bekamen, enthielt keine besonders erfreuliche Nachricht. Die Anleger des Fonds wurden aufgefordert, einem unlimitierten Verkaufsbeschluss zuzustimmen. Ein solcher Beschluss soll es ermöglichen, die Schiffe des Fonds im Falle eines Falles möglichst schnell zu verkaufen. In der aktuellen Schifffahrtskrise könnte das auf die Pleite des Fonds OwnerShip Feeder Duo hinauslaufen.

Das Hamburger Emissionshaus OwnerShip platzierte im Jahr 2007 den Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo auf dem Markt. Die Anleger brachten rund 16,5 Mio. Euro Eigenkapital in den Schiffsfonds ein. Zwei Containerschiffe gehören dem Fonds OwnerShip Feeder Duo. Bei der MS Stadt Hameln und der MS Stadt Lauenburg handelt es sich um kleinere Vollcontainerschiffe, die beide im Jahr 2007 gebaut wurden.



Fonds ist sanierungsbedürftig



Die aktuellen Schwierigkeiten sind nicht die ersten, mit denen der Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo konfrontiert wird. Der Fonds war bereits in der Vergangenheit sanierungsbedürftig und die Anleger mussten 2010 mit rund 1,3 Mio. Euro aushelfen. Unter anderem wurden die Anleger damals aufgefordert, bereits erfolgte Ausschüttungen zurückzuzahlen. Jetzt könnten den Anlegern des Fonds OwnerShip Feeder Duo wieder große Schwierigkeiten bevorstehen. Im schlimmsten Fall kann sogar die Insolvenz des Fonds drohen.



Druck der Banken



Nach Informationen der Onlineausgabe des Manager Magazins 01.03.2012 soll auf Druck der finanzierenden Banken HSH Nordbank und NordLB die Zustimmung der Anleger zu dem unlimitierten Verkaufsbeschluss eingefordert werden. Kurz gesagt, die Anleger des Fonds OwnerShip Feeder Duo sollen vorsorglich dem Notverkauf der Schiffe zustimmen. Die Banken fordern die Option eines Notverkaufs sogar unabhängig davon ein, ob ein solcher Verkauf in der aktuellen Schifffahrtskrise überhaupt sinnvoll ist. Ein Verkauf in der näheren Zukunft würde mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genug einbringen, um die Forderungen der beiden Banken gegenüber dem Fonds OwnerShip Feeder Duo zu bedienen.



Hintergrund für das Vorgehen der HSH Nordbank und der NordLB könnte sein, dass die Banken selbst unter Druck stehen. Die Banken müssen mehr Eigenkapital aufbauen und sich einer schärferen Regulierung beugen. Das ist Konsequenz des Basel-III-Abkommens. Für sanierungsbedürftige Schiffsfonds wie den OwnerShip Feeder Duo läuft dies darauf hinaus, dass die Banken den Geldhahn zudrehen. Die Schiffsfonds müssen Sicherheiten stellen und den Banken Privilegien einräumen, um finanzielle Unterstützung von den Banken zu bekommen.



Sollte es tatsächlich zu einem Notverkauf kommen – ein Szenario, das in der aktuellen Schiffsfondskrise nicht auszuschließen ist – bedeutet das für die Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo, dass der Fonds akut von der Insolvenz bedroht ist. Davon geht selbst der Geschäftsführer des Emissionshauses OwnerShip im Manager Magazin vom 01.03.2012 aus. Dennoch sieht er keine Alternative zur Zustimmung, um die Rettung des Schiffsfonds nicht scheitern zu lassen. Denn ohne die Unterstützung der Banken sind die weiteren Aussichten für den Fonds OwnerShip Feeder Duo in der nach wie vor wütenden Schifffahrtskrise düster.



Wie können Anleger jetzt handeln?



Daher ist für die Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo die Entscheidung, ob sie dem unlimitierten Verkaufsbeschluss zustimmen oder nicht, besonders knifflig. Denn sowohl die Zustimmung als auch die Ablehnung tragen das Risiko der Insolvenz des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo in sich. Denn die Krise der Schiffsfonds setzt sich weiter fort und gerade Containerschiffe sind massiv unter Druck angesichts niedriger Charterraten bei einem gleichzeitigen Überangebot an Transportkapazität.



Eine Möglichkeit, aus diesem Dilemma herauszukommen, bietet die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo. In der Beratung von Anlegern hat sich gezeigt, dass beim Verkauf von Schiffsfondsbeteiligungen an die Anleger von den Banken und Anlageberatern Fehler begangen wurden, da die Anlageberatung häufig weder anlegergerecht noch anlagegerecht war. Beispielsweise versäumten die Banken und Anlageberater, die Anleger über die Risiken und den unternehmerischen Charakter eines Schiffsfonds aufzuklären. Auf Vermittlungsprovisionen für Berater und Banken, die beim Verkauf von Schiffsfondsbeteiligungen nicht unüblich waren, wurden die Anleger in den meisten Fällen nicht hingewiesen.



Haben Banken oder Anlageberater ihre Aufklärungs- und Hinweispflichten verletzt, kann eine Falschberatung vorliegen. In diesem Fall können die Anleger ihre Schiffsfondsbeteiligung rückabwickeln und Schadensersatz von Banken und Anlageberatern fordern. Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo, die das Gefühl haben, dass sie seinerzeit falsch beraten wurden, sollten daher nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, um ihre Kapitalanlage überprüfen zu lassen.

 

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