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Nordcapital Bulkerflotte 1 - Schadensersatz für Anleger

Finanzielle Probleme noch nicht überwunden

Die finanziellen Schwierigkeiten des Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1 sind trotz der Sanierung nicht überwunden. Dies lässt sich einem Artikel des Handelsblatts vom 11.12.2012 (online) mit dem Titel "Nachgerechnet: Wie die Deutsche Bank Tausende Anleger in Seenot brachte" entnehmen. So verhandele die Fondsverwaltung mit der finanzierenden Bank über eine Tilgungsstundung. Das Geld, welches die Anleger für die Rettung einzahlen, soll "auch schon weg" sein. Hinzu kommen noch die nicht besonders rosigen wirtschaftlichen Perspektiven für die Schiffsklasse der Bulker, auf welche nach einem im Artikel zitierten Experteneinschätzung in den kommenden 2 Jahren eine finanzielle Durststrecke warte. 

Mit der Insolvenz des koreanischen Reederei-Riesen Korea Line geriet auch der Schiffsfonds des Emissionshauses Nordcapital Bulkerflotte 1 in eine schwere Krise: sieben der neun Schiffe des Nordcapital Bulkerflotte 1 Schiffsfonds wurden an die Korea Line verchartert und sollten von dieser 5 Jahre lang genutzt werden, bis diese schließlich aufgrund ihrer Zahlungsunfähigkeit ab Januar 2011 keine Charter-Zahlungen mehr leistete.

An dem Fonds Nordcapital Bulkerflotte 1 haben sich rund 5650 Anleger beteiligt, die ein Vermögen von ca. 170 Millionen US-Dollar einbezahlt hatten. Zwar konnten die Schiffe der Nordcapital Bulkerflotte 1 im Anschluss neu verchartert werden, trotzdem musste der Schiffsfonds erhebliche Einnahmeeinbußen erleiden: Durch das Ausbleiben der Charterraten, da die Schiffe an Wert verloren haben und weil die kreditgebenden Banken zusätzliche Sicherheiten forderten, weist der Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1 nun eine Liquiditätslücke von insgesamt rund 49 Millionen US-Dollar auf!

Aus diesem Grund erarbeitete das Fondsmanagement der Nordcapital Bulkerflotte 1 ein Sanierungskonzept. Das Handelsblatt berichtete hierbei, dass laut dem Sanierungskonzept ursprünglich 30,6 Millionen Dollar von den Anlegern eingesammelt werden sollten, um den Verkauf der Schiffe zu vermeiden. Allerdings konnte der Fonds Nordcapital Bulkerflotte 1 am Ende nur knapp 21 Millionen Dollar frisches Kapital seiner Anleger aufbringen.

Deshalb wurde das Sanierungskonzept überarbeitet - welches den Anlegern nun in diesen Tagen vorliegt - sodass wenigstens ein Teil der Liquiditätslücke geschlossen werden kann: hiernach können über Anleger knapp 27 Mio. US-Dollar eingesammelt werden, wie „Das Investment“ berichtet, was 90 % der Nachschusszahlungen für eine Fortführung der Nordcapital Bulkerflotte 1 entspricht. Zusätzlich wird die Nordcapital-Gruppe 7 Mio. US-Dollar sowie Bürgschaften in Höhe von 33 Mio. US-Dollar zur Verfügung stellen. Weiterhin beteiligt sich die Deutsche Bank auch an dem Sanierungskonzept, in dem sie der Nordcapital Bulkerflotte 1 ein zusätzliches Darlehen in Höhe von über 3 Mio. US-Dollar auszahlt.

Allerdings helfen diese ganzen Bemühungen nicht, ein sich im Neubau befindliches, bereits angezahltes Schiff, das Ende November ausgeliefert werden sollte, zu retten: die Werft kündigte der Nordcapital Bulkerflotte 1 den Bauvertrag unter Einbehaltung der geleisteten Anzahlung. Die 17 Mio. Dollar Anzahlung sind für den Nordcapital Bulkerflotte 1 folglich verloren und zukünftig besteht die Fondsflotte nur noch aus 8 Schiffen.

Anleger, die an dem Nordcapital Bulkerflotte 1 Schiffsfonds beteiligt sind, haben wahrscheinlich hohe Verluste zu erwarten – ob sie sich an dem Sanierungskonzept beteiligen oder nicht. Zusätzlich ist aufgrund der derzeit ungewissen Marktentwicklung auch keinesfalls sicher, dass sich die Stützungsmaßnahmen als tragfähig erweisen und der Nordcapital Bulkerflotte 1 auf lange Sicht bestehen bleiben kann. Deshalb sollten sich Anleger der Nordcapital Bulkerflotte 1 umgehend an einen im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt mit der Überprüfung ihrer Schadensersatzansprüche aus einer fehlerhaften Anlageberatung gegen die Deutsche Bank wenden, da bei Bestehen solcher Ansprüche eine Rückabwicklung der Anlage erreicht werden kann.

Anleger der Nordcapital Bulkerflotte 1 wurden von der Deutschen Bank fehlerhaft bezüglich der Anlage beraten, wenn ihnen die wesentlichen Risiken des Schiffsfonds nicht offengelegt wurden. Mitunter besteht bei Schiffsfonds immer das Risiko eines Totalverlusts der Einlage, was den Anlegern deutlich gemacht werden muss: der Nordcapital Bulkerflotte 1 stellt eine unternehmerische Beteiligung mit allen Verlustrisiken dar!

Weiterhin können Anleger der Nordcapital Bulkerflotte 1 auch dann Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn ihnen Kick-Backs (Provisionszahlungen), die die Bank für die erfolgreiche Vermittlung des Fonds von der Fondsgesellschaft erhalten hat, verschwiegen wurden. Mitunter haben Anleger also gute Möglichkeiten, sich von den Verlusten der Nordcapital Bulkerflotte 1 loszusagen, wenn eine Falschberatung der Banken nachgewiesen werden kann. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt und berät bereits Anleger des Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1.

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