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Bringt Risiken

Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland – Hilfe für Anleger

Photovoltaik ist seit der Energiewende der Bundesregierung gefragter denn je. Dies erkannte auch das Hamburger Emissionshaus Neitzel & Cie. und brachte im April 2011 den Fonds Solarenergie 2 Deutschland auf den Markt. Bis zum 15.09.2011 konnten Anleger sich mit einer Mindestsumme von 10.000 Euro am Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland beteiligen. Insgesamt legten die Anleger rund 15 Mio. Euro in dem Solarfonds an. Der Fonds investiert in Photovoltaik-Frei- und Dachflächenanlagen in Sachen und Thüringen. Allerdings gehören die Anlagen nicht dem Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland unmittelbar, sondern es wird in Betreibergesellschaften investiert. Das Emissionshaus stellt im Prospekt Ausschüttungen zwischen 7 – 8 % jährlich in Aussicht.

Der Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland wurde von der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 8/11) unter die Lupe genommen. Finanztest rügt unter anderem die hohen Einstiegskosten, die 22 % des Anlagebetrags ausmachten und weitere, für die Anleger nachteilige Kostenregelungen. Weiterhin wird der hohe Fremdfinanzierungsgrad bemängelt. Ausweislich des Prospekts des Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland wurden Darlehen in Höhe von rund 25 Mio. Euro aufgenommen. Dem steht das von den Anlegern aufgebrachte Eigenkapital von 15 Mio. Euro gegenüber.



Weiterhin muss Anleger bewusst sein, dass der Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland unternehmerischen Charakter hat. Das heißt, dass dem Solarfonds wie jedem Unternehmen Risiken innewohnen, zum Beispiel das Totalverlustrisiko. Auch sind die Einkünfte, die auf der garantierten Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beruhen, nicht so unantastbar, wie die Werbung für den Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland suggeriert. Denn die Vergütung nach dem EEG stellt eine Anschubfinanzierung für Photovoltaik dar, die – wie jedes Gesetz – geändert werden kann.



Anleger des Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland, die mit ihrer Kapitalanlage nicht zufrieden sind, sollten sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. So kann im Rahmen einer rechtlichen Überprüfung geklärt werden, ob Anleger des Solarfonds sich verlustfrei von ihrer Kapitalanlage trennen können. Beispielsweise kann überprüft werden, ob die Anlageberatung ordnungsgemäß ablief oder ob Fehler, wie z. B. kein Hinweis auf das Totalverlustrisiko, geschahen. Auch der Prospekt, in dem der Solarfonds detailliert beschrieben wird, muss gewissen Mindeststandard genügen. Anleger des Neitzel & Cie. Solarenergie 2 Deutschland sollten daher nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden.

 

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