MPC MS Rio Alster - Schadensersatz für Anleger

Das Jahr 2012 stellt Schiffsfonds wie den MPC MS Rio Alster erneut vor Herausforderungen. Die Krise der Jahre 2009 und 2010, die auch den Schiffsfonds MPC MS Rio Alster heimsuchte, war kaum vorüber, da zeigt sich, dass auch das Jahr 2012 der Schifffahrt Probleme bescheren wird. Die Anleger des MPC MS Rio Alster werden die neuerlichen Entwicklungen besonders genau beobachten, da ihre Kapitalanlage bereits im Jahr 2010 saniert werden musste.

Das Emissionshaus MPC (Münchmeyer Petersen Capital) platzierten den Schiffsfonds MS Rio Alster in den Jahren 2004 und 2005 auf dem Markt. Die Anleger des MPC MS Rio Alster investierten zum Start des Fonds ca. 15,7 Mio. Euro. Dieses Geld und 21,5 Mio. Euro Fremdkapital wurden in dem seinerzeit neugebaute Vollcontainerschiff MS Rio Alster angelegt.



Doch bereits im Jahr 2007 flossen die Ausschüttungen des MPC MS Rio Alster nicht mehr so üppig wie erwartet. In den Folgejahren mussten die Anleger ganz verzichten. Daher wurden bislang lediglich 21 % des investierten Kapitals in Form von Ausschüttungen an die Anleger zurückgezahlt statt der für 2010 prognostizierten 48 %. Doch das Jahr 2010 brachte weiteres Ungemach für die Anleger. Der Schiffsfonds MPC MS Rio Alster bedurfte der Sanierung und weitere 3,3 Mio. Euro wurden in den Fonds gepumpt.



Heuer sind die Rahmenbedingungen der Schifffahrt wieder ähnlich dramatisch wie 2009 und 2010. Die Konjunktur stagniert weltweit, weswegen weniger Schiffstransporte nachgefragt werden. Gleichzeitig besteht ein Überangebot an Transportkapazitäten, da in den letzten Jahren viele neue Schiffe – vor allem Containerschiffe – auf den Markt kamen. Die dadurch verschlechterte Ertragslage führt dazu, dass aktuell eine stattliche Anzahl von Schiffsfonds in finanzielle Nöte gerät. Da die Krise nach Einschätzung von Experten im Jahr 2012 weiter wüten wird, ist offen, ob und wie sich der Schiffsfonds MPC MS Rio Alster auf dem Schiffstransportmarkt behaupten wird. Wann und in welcher Höhe der Fonds MPC MS Rio Alster wieder ausschütten wird, bleibt abzuwarten.



Ein Risikofaktor in den Finanzen des Schiffsfonds MPC MS Rio Alster, der sich in der Krise auswirken könnte, sind Kredite in japanischen Yen. Ein Teil der Kredite des Schiffsfonds wurde in Yen aufgenommen, da dies eine günstige Kredittilgung ermöglichen sollte. Das Tagesgeschäft der Schifffahrt wird in US-Dollar abgewickelt und der seinerzeit schwache Kurs des Yen sollte wegen des Währungsgefälles für günstige Tilgungen sorgen. Der unerwartete Höhenflug des Yen kehrt diesen Effekt ins Gegenteil um, so dass die Kredittilgung jetzt teurer als ursprünglich kalkuliert ist.



Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Alster, die sich nicht mit den ausgefallenen Ausschüttungen und der ungewissen Weiterentwicklung ihrer Kapitalanlage abfinden wollen, können handeln. Im Rahmen einer rechtliche Überprüfung der Kapitalanlage kann geklärt werden, ob Anleger sich verlustfrei von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS Rio Alster trennen können. Ein Ansatzpunkt ist die Anlageberatung, bei deren Überprüfung sich immer wieder gravierende Mängel zeigen. Beispielsweise versäumten Banken und Anlageberater oft auf Vermittlungsprovisionen (kick backs) hinzuweisen.



Wurden diese oder ähnliche Hinweis- und Aufklärungspflichten durch Banken oder Anlageberater verletzt, haben Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Alster gute Chancen, sich von ihrer Kapitalanlage trennen zu können und Schadensersatz von Banken und Anlageberatern, im Idealfall verzinst, fordern zu können. Die Überprüfung der Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS Rio Alster durch einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt bietet eine Alternative zu den unsicheren Perspektiven mitten in der Krise der Schifffahrt.





AKTUELL: 20.11.2012 – Schiffsfonds meldet Insolvenz an



Der Schiffsfonds MPC MS Rio Alster ist zahlungsunfähig. Am 16.11.2012 meldete die Verwaltungsgesellschaft Insolvenz an. Da die Forderungen der Anleger nachrangig gegenüber den vorrangigen Schulden des Schiffsfonds sind, haben die Anleger nicht die besten Karten im kommenden Insolvenzverfahren, sodass Verluste lauern können. Doch es kann noch weiteres Ungemach drohen: Die Anleger haben im Lauf der Jahre rund 40 % ihres Investitionsbetrags in Form von Ausschüttungen zurückerhalten. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens besteht die Gefahr, dass diese bereits geleisteten Auszahlungen des Schiffsfonds MPC MS Rio Alster von dem Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können.

 

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