MPC MS Rio Adour - Schadensersatz für Anleger

Kaum war für die Schiffsfonds die erste Krise der Schifffahrt in den Jahren 2009 und 2010 überstanden, rollt im Jahr 2012 die zweite Welle heran. Die Meldungen über wirtschaftliche Missstände, Insolvenzen und finanzielle Nöte der Schiffsfonds häufen sich wieder. Auch für den Schiffsfonds MPC MS Rio Adour stellt sich die Frage, wie das Schiff die zweite Krise der Schifffahrt durchstehen wird. Für die Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Adour ist besonders interessant, ob sie weiterhin mit ausfallenden oder reduzierten Ausschüttungen vorlieb nehmen müssen.

Der Schiffsfonds MS Rio Adour wurde im Jahr 2006 vom Emissionshaus Münchmeyer Petersen Capital (MPC) auf dem Markt platziert. Die Anleger stellten dem Fonds MPC MS Rio Adour rund 25 Mio. Euro zur Verfügung. Dieses Geld und ca. 40 Mio. Euro Fremdkapital wurden in die MS Rio Adour investiert. Bei dem Schiff handelt es sich um ein kleines Vollcontainerschiff, welches im Jahr 2006 erbaut wurde.



In der Vergangenheit flossen die Ausschüttungen nicht so üppig wie von den Anlegern erhofft. Ausweislich des Leistungsberichts 2010 wurden bislang lediglich 13 % des eingesetzten Kapitals in Form von Ausschüttungen an die Anleger zurückgezahlt. Dabei sollten bereits 2010 laut Prognosen etwa 32 % des investierten Gelds an die Anleger zurückgeflossen sein. Ob der Schiffsfonds MPC MS Rio Adour jemals den Prognosen entsprechend ausschütten wird, bleibt angesichts der schwierigen Marktbedingungen, die im Jahr 2012 herrschen, abzuwarten.



Die Schifffahrtskrise hat den Schiffstransportmarkt fest im Griff. Die globale Konjunktur stagniert und die Nachfrage nach Schiffstransporten nimmt ab. Durch die vielen Schiffsfonds, die in den letzten Jahren in neue Schiffe – vor allem Containerschiffe – investierten, kamen zusätzliche Konkurrenten auf den Markt. Das Überangebot an Transportkapazitäten drückt die Charterraten, so dass eine Reihe von Schiffsfonds in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Wie sich der Schiffsfonds MPC MS Rio Adour in der augenblicklichen Krise schlagen wird, bleibt abzuwarten.



Der Schiffsfonds MPC MS Rio Adour nahm einen Teil seiner Kredite in japanischen Yen auf, was sich in der Krise nachteilig auswirken könnte. Seinerzeit war der Yen eine schwache Währung, was wegen des Kursgefälles gegenüber dem US-Dollar – der Währung, in der das Tagesgeschäft der Schifffahrt abgewickelt wird – eine günstige Kredittilgung ermöglichen sollte. Durch den unerwarteten Höhenflug des Yen kehrte sich dieser Effekt ins Gegenteil um und die Tilgung der Kredite ist jetzt teurer als ursprünglich kalkuliert.



Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Adour, die die weitere Entwicklung ihrer Kapitalanlage nicht einfach abwarten wollen, können handeln. Eine rechtliche Überprüfung der Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS Rio Adour kann klären, ob verlustfreie Ausstiegsmöglichkeiten bestehen. Ansatzpunkt ist die Anlageberatung. Es zeigt sich oft, dass Banken und Anlageberater die Anleger nicht anleger- und anlagegerecht berieten.



Beispielsweise wurden Anleger nicht über den unternehmerischen Charakter eines Schiffsfonds und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt. Einem Schiffsfonds wie dem MPC MS Rio Adour wohnt wie jedem Unternehmen das Risiko des Totalverlusts inne. Das Risiko eines Totalverlusts widerspricht aber dem Konzept einer sicheren Geldanlage. Auch versäumten Banken und Anlageberater in vielen Fällen, die Anleger auf Provisionen, die bei der erfolgreichen Vermittlung von Beteiligungen an Schiffsfonds oft und üppig flossen, hinzuweisen.



Haben Banken und Anlageberater diese oder ähnliche Hinweis- und Aufklärungspflichten verletzt, bestehen für die Anleger des MPC MS Rio Adour gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Anleger, die in den Schiffsfonds MPC MS Rio Adour investierten, sollten daher nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, um ihre Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS Rio Adour überprüfen zu lassen.

 

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