Morgan Stanley P2 Value – Auswirkungen der Katastrophe in Japan

Nicht jeder Rechtsstreit muss vor Gericht enden. Auch außergerichtliche Schlichtungsverfahren können Anlegern weiterhelfen. Eine Anlegerin, die aufgrund einer fehlerhaften Anlageberatung ihr Geld in den mittlerweile aufgelösten offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value investiert hatte, forderte Schadensersatz von der Commerzbank. Die Schiedsstelle sprach der Anlegerin, die von der Anlegerkanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertreten wird, Schadensersatz wegen Falschberatung zu. Damit erhält die Anlegerin ihr Geld zurück. Sie ist nicht mehr in der Abwicklung des Fonds „gefangen“.

Anleger des Morgan Stanley P2 Value müssen derzeit einiges ertragen: nachdem der Morgan Stanley P2 Value nach einer 2-jährigen Schließungsphase nun abgewickelt werden muss, weil eine Wiedereröffnung aufgrund dem zu hohen Kapitalabfluss nicht mehr möglich erschien, folgen jetzt möglicherweise noch weitere Verluste aufgrund der Störfälle in Japan. Während der Abwicklung versucht das Fondsmanagement des Morgan Stanley P2 Value die Immobilien restlos zu marktgerechten Preisen zu verkaufen. Genau dies könnte dem Morgan Stanley P2 Value nun aber durch die Katastrophe in Japan deutlich schwerer fallen. Der japanische Immobilienmarkt hatte in den vergangenen Jahren schon schwere Einbrüche zu verzeichnen, durch die Katastrophe dürfte die Immobilienkrise zunächst anhalten. Sollte es zudem noch zu einem atomaren Super-GAU in Fukushima kommen, wird befürchtet, dass es in Japan auf Jahre keinen Immobilienmarkt geben wird, sodass ein Verkauf der Immobilien des Morgan Stanley P2 Value zu marktgerechten Konditionen als fast ausgeschlossen erscheint.



Anleger des Morgan Stanley P2 Value sollten deshalb schnellstens handeln und nicht mehr nur darauf hoffen, dass sie nach dem Ende der Liquidation des Morgan Stanley P2 Value einen großen Anteil ihres Kapitals zurückerhalten. Wurden Anleger des Morgan Stanley P2 Value nicht ordnungsgemäß über die Risiken von offenen Immobilienfonds aufgeklärt, so können gegen die Anlageberater Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, die es dem Anleger ermöglichen, ohne Schaden aus der Anlage herauszukommen. Zu beachten ist jedoch die 3-jährige Verjährungsfrist; allerdings gibt es im Einzelfall auch Möglichkeiten für Anleger des Morgan Stanley P2 Value ihre Schadensersatzansprüche geltend zu machen, obwohl diese Frist schon abgelaufen ist. Dies muss aber von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüft werden, weswegen eine Beratung durch diesen unerlässlich ist.

 

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