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MPC Leben Plus VI – Kaufangebote bei Lebensversicherungsfonds

Kaufangebot für Beteiligung – Anleger des MPC Leben plus VI sollten genau lesen, bevor sie entscheiden! Die Anleger des Lebensversicherungsfonds MPC Leben plus VI haben ein Kaufangebot für ihre Beteiligung erhalten. Nunmehr müssen sie sich mit dem bis zum 19.12.2014 befristeten Kaufangebot auseinandersetzen. Mit Schreiben vom 24.11.2014 leitete die Treuhänderin TVP das Angebot eines US-amerikanischen Investors (über dessen Luxemburger Gesellschaft Luna Partners) an die Anleger weiter.

Es wird ein Kaufpreis von 23% des Beteiligungsbetrags angeboten. Das zusätzlich gezahlte Agio von 5% ist bei dieser Angabe nicht berücksichtigt. Bei der in dem Schreiben angestellten Gesamtrückflussberechnung von 40,18% – wenn das Angebot angenommen wird – sind auch Erstattungen der Kapitalertrag berücksichtigt. Wenn Anleger des MPC Leben plus VI das Angebot annehmen und den ausgezahlten Kaufpreis versteuern müssen, dann tragen sie die steuerliche Last.

Die Anleger des MPC Leben plus VI sollten vor ihrer Entscheidung auf jeden Fall das gesamte Angebot inklusive des Kleingedruckten durchlesen. Denn in den recht kompliziert formulierten Kauf- und Übernahmevertrag befinden sich verschiedene Vereinbarungen, die für die Anleger sehr wichtig sind.

Insbesondere für Anleger, die bereits Schadensersatzansprüche wegen ihrer Beteiligung am MPC Leben plus VI geltend machen oder sich mit entsprechenden Gedanken tragen, enthält § 5 des Kauf- und Übertragungsvertrags eine sehr wichtige Klausel: Wenn ein Anleger die Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds an den US-Investor verkauft, werden eventuelle Schadensersatzansprüche wegen der Beteiligung am MPC Leben plus VI gegenüber dem Fondsanbieter, der vermittelnden Bank oder Anlageberater und sonstigen Dritten „mitveräußert“. Die Anleger können diese Ansprüche dann nicht mehr geltend machen.

Wenn Anleger ihren Beteiligungsbetrag nicht vollständig einbezahlt haben oder sich einen Teil Ihres eingezahlten Betrags wieder haben auszahlen lassen, sollten das Vertragsangebot ebenfalls besonders kritisch lesen.

Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt Anleger, die sich an diesem MPC- Lebensversicherungsfonds beteiligten

MPC rechnet mit erheblichen Verlusten für Anleger
Die Anzeichen mehren sich, dass die verschiedenen Fonds der MPC Renditefonds Leben Plus-Serie am Ende deren Anleger Verluste bescheren werden. Von Seiten der Fonds wurde bekannt gegeben, dass wohl keiner der MPC Lebensversicherungsfonds das von den Anlegern investierte Geld zurückzahlen wird können und dass Verlust von bis zu einem Drittel und mehr zu befürchten sind.

Das Hamburger Emissionshaus Münchmeyer Petersen Capital (MPC) brachte in den Jahren 2006 bis 2008 den geschlossenen Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus VI auf den Markt und verkaufte die Beteiligungen an Anleger, die rund 100 Mio. Euro in dem Fonds anlegten. Dieses Geld wurden auf dem Zweitmarkt in „gebrauchte“ Lebensversicherungspolicen deutscher Versicherter von 42 unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften investiert. Der Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus VI übernahm die Versicherungsbeiträge und kassierte im Gegenzug bei Vertragsende die Versicherungssumme.

Dass die hohen Erwartungen, die die Anleger an den Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus V hatten, nicht gänzlich erfüllt werden, zeigte sich in der Folgezeit. Das Entfallen jeglicher Ausschüttungen für das Jahr 2010 war ärgerlich für die Anleger. Aber auch insgesamt betrachtet bleiben die Ausschüttungen etwa 20 % unter dem Niveau der Prognosen. Die weitere Entwicklung des Lebensversicherungsfonds MPC bleibt abzuwarten. Von besonderem Interesse für die Anleger des MPC Leben Plus VI ist die Frage, ob und wie künftige Ausschüttungen ausfallen werden. Auch kamen in jüngster Zeit verschiedene Schwesterfonds wegen voraussichtlich eintretender Kapitalverluste in die Schlagzeilen.

Anleger des Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus VI, die von der Entwicklung ihrer Kapitalanlage enttäuscht sind, sollten erwägen, sich von einem im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt beraten zu lassen. Im Rahmen einer rechtlichen Überprüfung der Beteiligung an MPC Leben Plus VI kann beispielsweise geklärt werden, ob die Anleger falsch beraten wurden. Es zeigt sich immer wieder, dass die Anlageberatung durch Banken und Anlageberater in vielen Fällen weder anlagegerecht noch anlegergerecht war.

Häufig versäumten die Banken und Anlageberater, die Anleger ausreichend über die Risiken, die mit einer Beteiligung an einem Lebensversicherungsfonds verbunden sind, aufzuklären. Dabei ist ein Lebensversicherungsfond wie MPC Leben Plus VI wegen des Risiko des Totalverlusts keinesfalls eine sichere Geldanlage. Einen weiteren Ansatzpunkt bieten Vermittlungsprovisionen, auf welche die Anleger ebenfalls hingewiesen werden mussten.

Im Fall einer Falschberatung stehen die Chancen der Anleger, sich von dem Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus VI lösen zu können und Schadensersatz fordern zu können, gut. Anleger des Lebensversicherungsfonds MPC Leben Plus VI, die das Gefühl haben, dass sie falsch beraten wurden, sollten nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden.

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Lebensversicherungsfonds gehören zur Gruppe der geschlossenen Fonds, welche in Lebensversicherungen investieren, die auf dem Zweitmarkt in Deutschland, Großbritannien oder den USA gehandelt werden.Weiterlesen

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