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König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck – Droht die Insolvenz? Hilfe für Anleger

Es hat den Anschein, als kämen die Anleger des Schiffsfonds König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck vom Regen in die Traufe. Nachdem die Anleger den Schiffsfonds bereits im Jahr 2010 sanieren mussten, soll es jetzt noch schlimmer kommen. In einem Schreiben vom 20.02.2012 wurde die Insolvenz des Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck in Aussicht gestellt. Es könnte sogar zu einem Verkauf des Schiffs kommen.

Für die Anleger wäre dies ein weiteres Kapitel in der unrühmlichen Geschichte des im Jahr 2004/2005 von König & Cie platzierten Schiffsfonds Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck. Die 235 Anleger des Schiffsfonds stellten damals rund 7,7 Mio. Euro zur Verfügung. Dieses Geld wurde in der MS Stadt Lübeck, einem 2001 gebauten, kleineren Containerschiff angelegt. Im Zuge der Finanzkrise geriet das Schiff in schwieriges Fahrwasser.



Bereits 2009 musste Schiffsfonds gerettet werden



Im Jahr 2009 trat der erste finanzielle Engpass auf, nachdem die Charterrate der MS Stadt Lübeck auf 4.000 US-Dollar pro Tag gefallen war. Die anschließend bis einschließlich April 2011erwirtschaftete Charterrate betrug 7.250 US-Dollar pro Tag. Die Anleger des König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck mussten damals im Rahmen eines Sanierungsplans rund 1,2 Mio. Euro nachschießen. Die finanziellen Nöte des Renditefonds 38 führten 2010 auch dazu, dass der Schiffsfonds mit den Banken eine Tilgungsstundung vereinbaren musste.



Diese Tilgungsstundung führte dazu, dass die Anleger des König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck auf die Ausschüttungen für das Jahr 2010 verzichten mussten. Und sie müssen auch weiterhin verzichten, was sich im Leistungsbericht 2010 folgendermaßen nachlesen lässt: „Die im Rahmen des Betriebsfortführungskonzepts mit der finanzierenden Bank vereinbarte Tilgungsstundungen erlauben gleichfalls, bis zur Aufholung der gestundeten Beträge, keine Auszahlungen.“



Überhaupt sind die Ausschüttungen des König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck für die Anleger des Schiffsfonds bisher enttäuschend gewesen. Laut Prospekt sollten 2010 bereits 54 % des investierten Kapitals an die Anleger zurückausgeschüttet sein, tatsächlich wurden erst 27,5 % des Kommanditkapitals zurückgezahlt. Es könnte jedoch sein, dass die Ausschüttungen zukünftig das geringste der Probleme der Anleger des König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck sein wird.



Kommt es zum schlimmsten Fall: Insolvenz?



Die augenblickliche Krise der Schifffahrt scheint eine grundlegende Besserung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Schiffsfonds König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck nicht erlaubt zu haben. Die Anleger sollen in einem Schreiben vom 20.02.2012 darüber informiert worden sein, dass die Insolvenz bevorstehen könnte und dass es auch zu einem Verkauf des Schiffs kommen könnte. Es sollen sogar die bisher gezahlten Ausschüttungen zurückgefordert werden.



Hilfe für Anleger



Anleger des Schiffsfonds König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck, die den weiteren Gang der Dinge nicht tatenlos abwarten wollen, sollten überlegen, ihre Beteiligung an dem Schiffsfonds rechtlich überprüfen zu lassen. Bei der Beratung von Anlegern, die in Schiffsfonds investierten, zeigt sich immer wieder, dass die Anlageberatung weder anlegergerecht noch anlagegerecht war. So versäumten Banken und Anlageberater häufig, die Anleger auf Vermittlungsprovisionen, die bei Schiffsfonds oft und üppig flossen, hinzuweisen.



Sollten Banken oder Anlageberater ihre Aufklärungs- und Hinweispflichten verletzt haben, stehen die Chancen der Anleger gut, ihre Kapitalanlage rückabzuwickeln und Schadensersatz zu fordern. Anleger des Schiffsfonds König & Cie Renditefonds 38 MS Stadt Lübeck sollten angesichts der möglichen Insolvenz des Fonds nicht allzu lange zögern, sich an einen im Insolvenzrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden.

 

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