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KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG – Schadensersatz für Anleger

Der Satz im Schreiben vom 23.02.2012, der die Anleger des Lebensversicherungsfonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG erschreckte, ist kurz: „Derzeit gehen wir von einer dauerhaften Wertminderung des Portfolios aus.“ Hintergrund dieser Mitteilung ist, dass der Fonds rund 10 Mio. Euro abschreiben musste. Das entspricht etwa einem Fünftel des Eigenkapitals des Fonds! Anleger fragen sich nun, was in Zukunft noch auf sie zukommen könnte.

Der Lebensversicherungsfonds Beteiligungsangebot 162 Lydana KG wurde 2004 bzw. 2005 von der KGAL-Tochter ALCAS auf den Markt gebracht. Der Fonds kaufte auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen „gebrauchte“ US-Lebensversicherungen auf. Der Fonds übernahm die Versicherungsbeiträge der Versicherten und bekam im Gegenzug bei einem Sterbefall die Versicherungssumme. 2.288 Anleger brachten rund 53 Mio. US-Dollar an Eigenkapital in den Fonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG ein.



Für die Anleger stellte sich das weitere Schicksal ihrer Kapitalanlage als nicht besonders befriedigend dar. Erst im Jahr 2007 kam es zur ersten Ausschüttung, die seinerzeit eine Höhe von 6 % des eingesetzten Kommanditkapitals hatte. Bislang sind ausweislich des Leistungsberichts 2010 lediglich 7,3 % des investierten Kapitals zurückgezahlt worden und es scheint sich abzuzeichnen, dass die klamme finanzielle Lage des Fonds auch weiterhin Ausschüttungen unmöglich machen könnte.



Im Leistungsbericht 2010 heißt es dazu wörtlich: „Insgesamt blieben die Versicherungsleistungen und damit die Entwicklung der Fondsgesellschaft hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Zukünftige Ausschüttungen sind weiterhin abhängig von zukünftigen Versicherungsleistungen

sowie der jeweils vorzuhaltenden Liquiditätsreserve für künftige Prämienzahlungen.“ Kurz gesagt gehen selbst KGAL/ALCAS und die Lydana KG davon aus, dass der Lebensversicherungsfonds seine Anleger weiterhin enttäuschen wird. Im schlimmsten Fall droht sogar der Totalverlust des investierten Kapitals.



Es scheinen sich bei dem Lebensversicherungsfonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG die selben Probleme abzuzeichnen, unter denen viele Lebensversicherungsfonds leiden. Die Prognosen hinsichtlich der Lebenserwartung der Versicherten waren zu niedrig angesetzt. Weniger Sterbefälle als erwartet sind, so makaber es klingt, schlecht für die Geschäfte. Denn die Fonds müssen länger Beiträge entrichten während gleichzeitig auf der Einnahmenseite die Versicherungsboni ausfallen.



Angesichts dieser unsicheren Zukunft für den Lebensversicherungsfonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG sollten Anleger erwägen, ihre Kapitalanlage rechtlich überprüfen zu lassen um weitere Handlungsmöglichkeiten ausloten zu können. Einen Ansatzpunkt bietet die Anlageberatung. Häufig versäumten Banken oder Anlageberater die Anleger über Risiken und den unternehmerischen Charakter der Kapitalanlagen aufzuklären. Auch müssen die Prospekte, in denen der Lebensversicherungsfonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG beschrieben und dargestellt wird, gewissen Mindeststandards entsprechen.



Haben Bank oder Anlageberater gegen diese Aufklärungs- und Hinweispflichten verstoßen, haben sie eine weder anlegergerechte noch anlagegerechte Falschberatung durchgeführt. Im Fall einer Falschberatung bestehen gute Chancen, dass die Anleger des Fonds KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG sich von ihrer Kapitalanlage lösen können und Schadensersatz, im Idealfall verzinst, fordern können. Anleger des KGAL/ALCAS Beteiligungsangebot 162 Lydana KG, die jetzt nicht tatenlos die weitere Entwicklung abwarten wollen, sollten nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden.

 

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