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HCI Schiffsfonds leiden unter Krise der Schifffahrt - Fachanwalt zeigt Auswege auf

Etliche Schiffsfonds des Anbieters HCI leiden unter Problemen. Es gab Insolvenzanmeldungen, Rückforderungen von Ausschüttungen, ausgefallene Ausschüttungen, … Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anlegern eines notleidenden HCI Schiffsfonds zu?

Die neueste Schlagzeile über den Schiffsfondsanbieter HCI Capital AG lässt aufhorchen: Das Manager Magazin (Onlineausgabe, 14.08.2012) berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen das Emissionshaus ermittele. Anleger der Schiffsbeteiligung HCI MS Rike fühlen sich hintergangen, da sie davon ausgehen, dass sie bei der von den Anlegern mitfinanzierten Sanierung des Schiffsfonds im Jahr 2011 über den tatsächlichen, miserablen Zustand des Schiffs getäuscht wurden. Dies rief nach einer Strafanzeige die Staatsanwaltschaft auf den Plan.

HCI Schiffsfonds plagen viele verschiedene Probleme: Insolvenzen, Schiffsverkäufe, …

Doch die Ermittlungen sind nur eines von vielen Problemen der HCI Schiffsfonds. Es gibt viele weitere „Brandherde“ bei den unterschiedlichen HCI Schiffsfonds: Ausfallende oder reduzierte Ausschüttungen mussten bereits eine Vielzahl von Anlegern zur Kenntnis nehmen, zum Beispiel bei verschiedenen HCI Shipping Select-Fonds. Deutlich bedrohlicher ist die Lage für jene Anleger, bei deren Schiffsbeteiligung Insolvenzen angemeldet werden mussten, wie dies den Anlegern der Fonds HCI Shipping Select XXV, HCI Shipping Select 28, HCI Shipping Select 26 und HCI MS Magellan Star widerfuhr.

Denn die Insolvenzanmeldung eines Fondsschiffs bedeutet nicht nur, dass die Anleger das in das Schiff investierte Geld verlieren können. Eine Insolvenzanmeldung kann auch bedeuten, dass der Insolvenzverwalter bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückfordert. Dies widerfuhr zum Beispiel den Anlegern des insolventen Schiffsfonds HCI MS Werder Bremen. Den Anlegern des Schiffsfonds HCI Shipping Select XVII kann möglicherweise ähnliches Ungemach drohen, da die Sanierung des Schiffs HR Majesty scheiterte. Im schlimmsten Fall muss auch dieses Schiff Insolvenz anmelden. Mit einem anderen, nicht weniger dramatischen Problem wurden die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select 26 konfrontiert: Sie mussten über den Verkauf eines Fondsschiffs abstimmen.

Schifffahrtkrise verschonte HCI Schiffsfonds nicht

Die Gründe für die dramatische Schieflage der Transportschifffahrt – in die auch viele HCI Schiffsfonds investierten - sind so einfach zu begreifen wie schwierig zu bekämpfen: Wegen der weltweit verhaltenen Konjunktur ist die Nachfrage nach Schiffstransporten verhalten. Gleichzeitig wurde (gerade durch Schiffsfonds) in den vergangenen Jahren eine Überangebot an Transportkapazitäten aufgebaut, da immer neue Schiffe vom Stapel liefen. Heute konkurrieren (zu) viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge. Die gezahlten Preise für Schiffstransporte (Charter) können nicht allen Schiffen das wirtschaftliche Überleben sichern. Für jene Schiffsfonds, deren Schiff der Konkurrenz nicht gewachsen war, bedeutete das oft schwere wirtschaftliche Schieflagen, wie dies auch verschiedene HCI Schiffsfonds demonstrierten.

Die Krise der Schifffahrt hat allein im letzten Jahr für über 100 Schiffsfonds das Aus bedeutet, und es werden wohl noch mehr werden. Die aktuelle Krisensituation lehrte den Anlegern etlicher HCI Schiffsfonds bereits das Fürchten. Und die Aussichten lassen befürchten, dass noch mehr Anleger Schreckensbotschaften vernehmen müssen. Im schlimmstmöglichen Fall droht ihnen neben dem Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals auch die weitere Bezahlung des Darlehens, falls sie ihre HCI Schiffsbeteiligung durch einen Kredit (mit)finanzierten. Daher sollten betroffene Anleger, deren HCI Schiffsfonds von der Krise erfasst wurde, jetzt handeln und sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

Anleger können sich wehren und Schadensersatz fordern

Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, was Anleger der HCI Schiffsfonds unternehmen können. Beispielsweise kann geklärt werden, ob Anleger Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds als sichere Kapitalanlagen angepriesen. Anlegern wurde weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie bereits vielfach auch bei HCI Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann.

Ein stets brisantes Thema sind auch verschwiegene Provisionen, über die Vermittler hätten aufklären müssen. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Bankberater die Anleger auf Provisionen hinweisen, wenn die Gesamtsumme über 15 % liegt. Gerade bei Schiffsfonds beliefen sich die Provisionen oft auf erhebliche Beträge, die diese Grenze teilweise auch deutlich überstiegen. Dies kann aber einen Interessenkonflikt hervorrufen zwischen dem Verdienstinteresse des Bankberaters und den Interessen des Bankkunden, der eine an seinen Bedürfnissen und Wünschen orientierte Beratung wünscht.

Anleger der HCI Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten HCI Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten HCI Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

Weitere Informationen rund um die Rechte von Schiffsfondsanlegern befinden sich auch auf der Internetseite http://www.schiffsfonds.eu/rechtsansprueche

 

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