Jedes
Invest
Bringt Risiken

Wölbern Invest Holland 56 – Schadensersatz bei fehlerhafter Anlageberatung

Immobilieninvestitionen erfreuen sich allzeit der Gunst der Anleger, da mit Sachwerten Konstanz und Sicherheit verbunden und auch in Anlageberatungsgesprächen verheißen wird. Doch nicht jede Investition in Immobilien verfügt über die angepriesene Sicherheit. Denn gerade geschlossene Immobilienfonds wohnen Risiken inne, die Anleger nicht sofort mit Immobilien in Verbindung bringen. Denn ein geschlossener Fonds ist ein Unternehmen, bei dem unternehmenstypische Risiken wie das Totalverlustrisiko bestehen. Bei dem 2004 aufgelegten Wölbern Invest-Fonds Holland 56 (Sechsundfünfzigste IFH geschlossener Immobilienfonds für Holland GmbH & Co. KG) handelt es sich um einen geschlossenen Immobilienfonds – wie der volle Name des Fonds anklingen lässt.

Aufgrund dieses und weitere Risiken, die sich beispielsweise aus der rechtliche Konstruktion des Fonds Wölbern Invest Holland 56 ergeben, eignet sich der Immobilienfonds nicht für Anleger, die ein sichere Anlage wünschten. Dies mussten auch die Beratern bei ihre Anlageempfehlung berücksichtigen. Denn im Rahmen einer ordnungsgemäßen, d.h. anleger- und anlagegerechten Anlageberatung dürfen nur solche Kapitalanlage empfohlen werden dürfen, die den Vorgaben und Anlagezielen des Anlegers entsprechen. Wenn jedoch bereits eine „unpassende“ Kapitalanlage empfohlen wurde, liegt bereits deshalb eine fehlerhafte, nicht-anlegergerechte und damit schadensersatzauslösende Falschberatung vor.



Anlageberatung musste sowohl anleger- als auch anlagegerecht sein



Doch mit der Empfehlung einer bestimmten (im Idealfall passenden) Kapitalanlage sind die Pflichten der Berater noch nicht erfüllt. In einem zweiten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage selbst informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Daher dürfen die Berater bei allen Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts nicht dessen Risiken unerwähnt lassen. Der Anleger muss ein umfassendes und realistisches Bild von dem Immobilienfonds erhalten. Auch wenn gegen diese Pflicht verstoßen wurde, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.



Zu den Risiken, die einem geschlossenen Immobilienfonds wie dem Fonds Wölbern Invest Holland 56 neben dem Verlustrisiko innewohnen, gehört auch die nicht jederzeitig, problemlose Verfügbarkeit des investierten Geldes. Denn die Anteile an geschlossenen Fonds können nur auf dem unregulierten und von Angebot und Nachfrage abhängigen Zweitmarkt gehandelt werden. Daneben müssen die Berater auch noch Pflichten wie die zutreffende Aufklärung über Provisionen beachten. Angesichts dieser mannigfaltigen Pflichten können bei Anlageberatung Fehler passieren.



Individuellen Anlageberatungsgespräch ist ausschlaggebend für Schadensersatzansprüche



Haben Anleger des Fonds Wölbern Invest Holland 56 das Gefühl, dass ihr Beratungsgespräch Fehler oder Defizite aufwies, können sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Denn im Fall einer fehlerhaften Anlageberatung stehen Schadensersatzansprüche der Anleger im Raum. Da die Anlageberatung am Anfang der Beteiligung steht, kann ein Schadensersatzanspruch auch dahingehend bestehen, dass die Kapitalanlage rückabgewickelt wird, sodass der Anleger wieder das investierte Geld zurückerhält und im Gegenzug die Fondsanteile am Wölbern Invest Holland 56 „zurückgibt“.

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