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Invest
Bringt Risiken

Hamburg International Insolvenz der Airline- Zukunft für die Anleger von Flugzeugfonds / Flugzeugleasingfonds

Wir berichteten bereits über die Insolvenz der Hamburger Regionalfluglinie Hamburg International und deren Auswirkung auf diverse Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds. Von der Insolvenz der Hamburg International waren insgesamt vier Emissionshäuser betroffen, wobei deren Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds ihre Flugzeuge des Typs A 319 jeweils an die Hamburg International geleast hatten und nun durch die Insolvenz der Hamburg International den Ausfall von Leasingraten zu verbuchen hatten.

Namentlich von der Insolvenz der Hamburg International betroffen, waren die Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds Global Transport 02 Aviation und 03, welche beide von der Wölbern Invest aufgelegt wurden, Air Portfolio II und Premium Portfolio, die von der Lloyd-Gruppe emittiert wurden, sowie Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds der HGA Capital und der Unicredit Tochter Wealthcap.



Dies bedeutet, dass Anleger der betroffenen Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds erhebliche Verluste durch den Ausfall der Leasingraten entstanden sind. Ebenso werden Anleger der Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds demnächst auf Ausschüttungen verzichten müssen, wenn nicht gar für eine sehr lange Zeit. Dass sich an dieser Lage in naher Zukunft etwas ändern könnte, ist sehr ungewiss: dies liegt zum einen daran, dass es derzeit ein Überangebot an A 319 Maschinen auf dem Flugzeugweltmarkt gibt und zum anderen, dass indessen viele Fluggesellschaften auf den größeren Typ A 320 umgestiegen sind.



Auch die zwischenzeitlich erfolgte Neuvermietung einiger Flugzeuge an andere Airlines, die sich noch im Bestand der Hamburg International befanden, kann an diesem Zustand wohl nichts ändern. Da die Flugzeuge längere Zeit ohne Beschäftigung waren, müssen diese erst wieder in Betrieb gesetzt werden, was einen großen Unkostenaufwand mit sich bringt. Zudem reichen die Mieteinnahmen der Flugzeuge oftmals nur dafür, die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten zu decken.



Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds wurden seit je her immer als besonders sicher eingeschätzt, doch der Fall der Hamburg International zeigt auf, dass auch Anleger von Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds nicht vor hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust der Einlage geschützt sind. Anleger von Flugzeugfonds/Flugzeugleasingfonds sollten sich deshalb an einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden, der ihre Ansprüche auf Schadensersatz gegen Anlageberater und Banken überprüft. Wurden Anleger über die oben beschriebenen Risiken nicht aufgeklärt (Insolvenz des Leasingnehmers, wie bei der Hamburg International), wurden sie mithin nicht auf das Risiko eines Totalverlusts der Einlage hingewiesen, so stellt dies eine nicht ordnungsgemäße Anlageberatung dar, welche zum Schadensersatz gegen diese führen kann. Auch wenn dem Anleger kick-backs, also Innenprovisionen der Emissionshäuser an die Anlagevermittler, verschwiegen wurden, kann dies zu einem Anspruch auf Schadensersatz gegen die betreffenden Beratungsinstitute führen.

 

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HI Hamburg International Luftverkehrsgesellschaft mbH & Co. Betriebs-KG

Die Hamburg International wurde als unabhängige Charterfluggesellschaft gegründet, die hauptsächlich auf dem europäischen Chartermarkt tätig war. Die bedienten Strecken wurden jährlich ausgeweitet.Weiterlesen

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