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HCI Schiffsfonds VII – Schadensersatz für Anleger

Ein Schreiben vom 30.03.2012 versetzt die Anleger des HCI Schiffsfonds VII in Alarm: Das Emissionshaus HCI Capital gibt in dem Schreiben bekannt, dass sich zwei der sechs Zielschiffsfonds in akuter Insolvenzgefahr befinden. Die Einnahmen der Schiffe MarCherokee und MarComanche reichten nicht mehr aus, um die laufenden Tilgungs- und Zinsleistungen erbringen zu können. Es bestehe daher laut HCI Capital die Gefahr, dass die finanzierende NordLB die Darlehen sofort fällig stellen könnte.

Momentan verhandeln die betroffenen Zielfonds mit der finanzierenden Bank. An den Verhandlungen nimmt auch der HCI Schiffsfonds VII teil. Dabei kamen die Beteiligten auf die Möglichkeit zu sprechen, dass der HCI Schiffsfonds VII im Rahmen eines Restrukturierungskonzepts die betroffenen Zielfonds finanziell unterstützen sollte. Allerdings erachtet der HCI Schiffsfonds VII diese Option als nicht erstrebenswert. Der Dachfonds verfügt nicht über ausreichende Liquiditätsreserven und müsste sich an seine Anleger wenden. Diese haben jedoch im vergangenen Dezember bei einem ähnlichen Geldwunsch mit Ablehnung reagiert, weswegen der HCI Schiffsfonds VII diesen Lösungsansatz nicht weiterverfolgt.



Auch ein Verkauf der Schiffe MarCherokee und MarComanche stellt momentan keine erstrebenswerte Lösung dar, da dies wegen Rückauszahlungen an die Zielfonds zur Insolvenz des HCI Schiffsfonds VII führen könnte. Damit wäre laut HCI Capital „ein noch nicht messbarer, jedoch erheblicher finanzieller Verlust“ für die Anleger des HCI Schiffsfonds VII verbunden. In dem Schreiben vom 30.03.2012 präsentiert der Dachfonds ein alternatives Konzept, das gemeinsam mit der NordLB geschmiedet wurde.



So sollen unter anderem die Beteiligungsquoten des HCI Schiffsfonds VII an den Zielfonds MarCherokee und MarComanche von aktuell jeweils ca. 50 % auf unter 5 % reduziert werden. Zusätzlich sollen Haftungsfreistellungen durch die NordLB und Freistellungserklärungen von der MarConsult Schifffahrt GmbH & Co. KG hinsichtlich Forderungen der Finanzverwaltung eingeholt werden. Es soll auch die bisherige Treuhänderin des HCI Schiffsfonds, die HCI Treuhand GmbH & Co. KG, gegen die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH ausgetauscht werden.



Kurz gesagt: Dem Dachfonds HCI Schiffsfonds VII könnten erhebliche Veränderungen bevorstehen. Anleger, die angesichts des möglichen Wandels verunsichert sind, können erwägen, sich durch einen Fachanwalt des Bank- und Kapitalmarktrechts professionell unterstützen zu lassen. So können verschiedene Handlungsoptionen überprüft werden. Beispielsweise kann abgeklärt werden, ob die Anlageberatung in Ordnung war oder ob sie fehlerhaft war.



Zu den typischen Fehlerquellen einer Anlageberatung gehören, dass Banken und Anlageberater nicht auf Provisionen, die bei der erfolgreichen Vermittlung von (Dach)Schiffsfonds oft und üppig flossen, hinwiesen. Auch musste eine umfängliche Aufklärung über die mit einer Beteiligung an dem HCI Schiffsfonds VII verbundenen Risiken erfolgen. Bei den Zielfonds handelt es sich um Schifffahrtsunternehmen, die auch von einer Zahlungsunfähigkeit bedroht sein können, wie das Beispiel der beiden Zielfonds MarCherokee und MarComanche zeigt. Wegen solcher Risiken eignen sich Schiffsfonds wie der HCI Schiffsfonds VII nicht als Baustein einer sicheren Altersvorsorge und sind auch keine sicheren Geldanlagen. Sollten Anleger des HCI Schiffsfonds das Gefühl haben, dass sie falsch beraten wurden, sollten sich nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen.

 

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Die HCI Gruppe bietet Kapitalanlagen in den Bereichen Transport & Logistik, Energie & Rohstoffe, Immobilien und weiteren Märkten an und sieht sich selbst als eines der führenden...Weiterlesen

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