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Bringt Risiken

HCI MS Vogerunner – Hilfe für Anleger

Der Schiffsfonds HCI MS Vogerunner ist einer von vielen Schiffsfonds, die von der Schifffahrtskrise in Mitleidenschaft gezogen wurden und jetzt auf die Unterstützung der Investoren angewiesen sind. Doch die Methoden, mit denen die Sanierung vorangetrieben wurde, ließen die Anleger des HCI MS Vogerunner ins Grübeln kommen. Was können die Anleger des Schiffsfonds jetzt tun?

Der 2008 aufgelegte Schiffsfonds HCI MS Vogerunner besitzt den im selben Jahr gebauten Cape-Size-Massengutfrachter MS Vogerunner. 525 Anleger legten rund 21,5 Mio. Euro in dem Schiffsfonds an. Ein Bericht der Onlineausgabe des Manager Magazins vom 01.03.2012 beleuchtete ein Geschäftsstrategie, die bei den Anlegern des HCI MS Vogerunner auf Widerstand stieß.



Vorgehen bei Sanierung hinterlässt Fragezeichen



Der Schiffsfonds geriet durch die Krise der Schifffahrt in einen finanziellen Engpass. Bereits im Leistungsbericht 2010 ist nachzulesen, dass die Erlöse der MS Vogerunner geringer waren als prognostiziert, während die Betriebskosten gleichzeitig in die Höhe schnellten. Da der Markt für Schiffstransporte im Jahr 2011 sich weiterhin als schwierig darstellte, dürfte sich die Finanzsituation des Schiffsfonds HCI MS Vogerunner kaum entspannt haben.



Es zeichnete sich ab, dass der Schiffsfonds HCI MS Vogerunner saniert werden muss. Das Fondshaus HCI begann deshalb Anfang 2012 rund 3,1 Mio. Euro an frischem Kapital aufzutreiben. Um das Vertriebspersonal besonders gut zu motivieren, soll HCI nach dem Bericht des Manager Magazins eine Provision versprochen haben. Die Höhe der Provision betrug 3 % des eingesammelten Kapitals.



Für die Anleger des HCI MS Vogerunner war dies ein Skandal. Denn sie wollten, dass jeder von ihnen aufgewendete Euro direkt in die Rettung des Schiffsfonds fließt und nicht in die Taschen der Fondsverwaltung. Die Kritik an diesem Vorgehen wurde so massiv, dass HCI sich gezwungen sah, sämtliche Provisionen rückwirkend wieder zu streichen, um die Sanierung nicht zu gefährden. Das Vertrauen der Anleger des Schiffsfonds MS Vogerunner dürfte HCI mit dieser Aktion jedoch verspielt haben.



Auch die Geschichte des Schiffsfonds HCI MS Vogerunner war für dessen Anleger bis dato enttäuschend. Bislang wurden lediglich 6 % des Kommanditkapitals in Form von Ausschüttungen an die Anleger zurückgezahlt. Doch bereits 2010 sollten über 13 % des eingesetzten Kapitals ausgeschüttet sein. Angesichts der Tatsache, dass eine Sanierung erforderlich ist, werden die Anleger des HCI MS Vogerunner bis auf weiteres wohl auch keine Ausschüttungen erhalten.



Hilfe und Schadensersatz für Anleger



Jene Anleger des Schiffsfonds HCI MS Vogerunner, die sich wegen des Vorgefallenen und der weiterhin dürftigen Perspektiven des Fonds mit dem Gedanken tragen, sich von der Kapitalanlage zu trennen, sollten die rechtliche Überprüfung ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds erwägen. Es zeigt sich immer wieder, dass die Anlageberatung durch Banken und Anlageberater zu wünschen übrig ließ.



Beispielsweise versäumten Banken und Anlageberater häufig, die Anleger auf Vermittlungsprovisionen, die bei Beteiligungen an Schiffsfonds oft und üppig flossen, hinzuweisen. Auch wurden nicht alle Anleger über den unternehmerischen Charakter eines Schiffsfonds und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt. Solche und ähnliche Verletzungen der Aufklärungs- und Hinweispflichten der Banken und Anlageberater führen zu Falschberatungen.



Im Fall einer Falschberatung stehen die Chancen der Anleger, sich von ihrer Kapitalanlage lösen zu können, diese rückzuabwickeln und Schadensersatz von Banken oder Anlageberatern zu fordern, gut. Anleger des Schiffsfonds HCI MS Vogerunner, die das Vertrauen in ihre Kapitalanlage verloren haben oder sonst unzufrieden sind, sollten daher nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, um ihre Beteiligung an HCI MS Vogerunner überprüfen zu lassen.

 

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