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HCI 1100 TEU Schiffsfonds II – Klagen für Anleger der Schiffsbeteiligung

Schiffsgesellschaften befinden sich im vorläufigen Insolvenzverfahren

Der HCI 1100 TEU Schiffsfonds II wird von einer Insolvenzwelle überrollt: Am 03.11.2015 eröffnete das Amtsgericht Hamburg bei allen drei Fondssschiffen die vorläufigen Insolvenzverfahren.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Verfahren:

  • MS Stadt Bremen T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG (Aktenzeichen Insolvenzgericht: 67c IN 415/15)
  • MS Stadt Emden T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG (Aktenzeichen Insolvenzgericht: 67c IN 416/15)
  • MS Stadt Flensburg T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG (Aktenzeichen Insolvenzgericht: 67c IN 417/15)

Derzeit befindet sich die drei Gesellschaften noch im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Insolvenzgericht prüft in diesem Verfahrensstadium, ob einer der gesetzlich geregelten Insolvenzgründe vorliegt und ob genügend Vermögen vorhanden ist, um ein Insolvenzverfahren durchzuführen. Wenn dies der Fall ist, dann wird das Insolvenzverfahren eröffnet.

Für die Anleger ist diese Situation heikel. Schadensersatzansprüchen, die im Zusammenhang mit der Zeichnung stehen unterfallen der 10-jährigen Höchstverjährungsfrist. Je nach der weiteren Entwicklung des Insolvenzverfahrens können für die Anleger gesellschaftsrechtliche und ggf. auch insolvenzrechtliche Fragestellungen in den Mittelpunkt rücken. Zum Beispiel steht den Gesellschaftern ein außerordentliches Überwachungsrecht zu, wenn wichtige Gründe vorliegen (166 Abs. 3 HGB). Dies ist dann gegeben, wenn besonderer Gefährdungstatbestand vorliegt; also hohe Steuernachforderung, Steuerstrafverfahren oder eben ein Insolvenzantrag.

TEU ist die Abkürzung für den Containerstandard Twenty-foot Equivalent Unit. Dementsprechend investiert die HCI Schiffsbeteiligung 1100 TEU Schiffsfonds II in Containerschiffe. Für den 2003 aufgelegten HCI 1100 TEU Schiffsfonds II fahren die drei Schiffe MS Stadt Emden, MS Stadt Bremen und MS Stadt Flensburg. Aufgrund der geringen Einnahmen dieser drei Schiffe musste für den Dachfonds im Jahr 2010 ein Sanierungskonzept entwickelt werden. Ausbesserungsbedürftig ist auch die Bilanz der bisherigen Ausschüttungen, da die Anleger des HCI 1100 TEU Schiffsfonds II wiederholt auf Ausschüttungen verzichten mussten.

Anleger, die sich von ihrer Beteiligung an dem HCI 1100 TEU Schiffsfonds II trennen möchten, können rechtliche Schritte erwägen. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann klären, ob die Anleger erfolgreich Ansprüche geltend machen können. So kann im Rahmen einer Überprüfung der Kapitalanlage ermittelt werden, ob Anlegern der verlustfreie Ausstieg aus dem Schiffsfonds HCI 1100 TEU Schiffsfonds II ermöglicht werden kann. Hierfür kann beispielsweise die Anlageberatung auf Fehler überprüft werden.

Im Rahmen eines ordnungsgemäßen Beratungsgesprächs müssen die Berater die Funktionsweise und die Risiken eines Schiffsfonds erklären. Wurden Anleger nicht auf die Risiken hingewiesen, die sich aus der Beteiligung an dem HCI 1100 TEU Schiffsfonds II ergeben, stehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Beratung im Raum. Beispielsweise wurde nicht jedem Anleger in der Anlageberatung ausreichend erläutert, was ein geschlossener Schiffsfonds ist und welche Risiken mit einer Beteiligung verbunden sind. Ein solcher Hinweis ist insbesondere dann nötig, wenn ein Anleger zuvor noch nie in einen geschlossenen Fonds investiert hatte.

Schiffsdachfonds wie der HCI 1100 TEU Schiffsfonds II sind nämlich keine sicheren Kapitalanlagen und nicht für eine sichere Altersvorsorge geeignet. Es handelt sich um eine Unternehmensbeteiligung, der Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust innewohnen. Auch mussten Anleger darauf hingewiesen werden, dass sie sich nicht jederzeit problemlos von ihrer Beteiligung an einem Schiffsfonds trennen können. Der Zweitmarkt für „gebrauchte“ Fondsanteile ist nicht geregelt. (Fehlende) Hinweise auf Provisionen sind ein Knackpunkt vieler Beratungsgespräche, da Berater oftmals gegen Aufklärungspflichten verstießen. Haben Anleger des HCI 1100 TEU Schiffsfonds II das Gefühl, dass sie bei ihrem Beratungsgespräch nicht ausreichend über die Risiken eines Schiffsfonds aufgeklärt wurden, können sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden, um ihre individuellen Ansprüche und Rechte überprüfen zu lassen.

Weitere Informationen rund um Schiffsbeteiligungen befinden sich auch auf der Internetseite www.schiffsfonds.eu

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Die HCI Gruppe bietet Kapitalanlagen in den Bereichen Transport & Logistik, Energie & Rohstoffe, Immobilien und weiteren Märkten an und sieht sich selbst als eines der führenden...Weiterlesen

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