HCI MPC Deepsea Oil Explorer – Verzögerungen nehmen kein Ende, Anleger bangen um ihre Einlage

Ein weiterer Schiffsfonds des Fondsanbieters HCI ist pleite: Am 14.11.2012 musst der Fonds HCI MS Heinrich Sibum Insolvenz anmelden. Zwei Restrukturierungskonzepte in den Jahren 2010 und 2012 konnten die Schiffsbeteiligung letztendlich nicht retten. Der 2007 aufgelegte Schiffsfonds HCI MS Heinrich Sibum wurde zu einem Opfer der Schifffahrtskrise, da die Einkünfte des Container-Feederschiffs unter einem drastischen Einbruch der Charterraten litten.

Zwischenzeitlich wurde aber dieser Plan wieder verworfen, da laut Informationen des Handelsblatt vom 25.11.2010 nun doch das Bankenkonsortium unter der Führung der Inter Development Bank-American (IDB) bereit ist, dem HCI MPC Deepsea Oil Explorer das zusätzlich benötigte Geld zu geben. Welche Auswirkungen dies für die Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer haben wird, bleibt aber noch abzuwarten. Ob es trotz der Finanzierung durch die Banken dabei bleiben wird, dass die Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer, wie noch in dem im September vorgelegten Plan vorgesehen, 8 Jahre lang auf ihre Ausschüttungen verzichten sollten, kann ebenfalls nicht gesagt werden. Sicher ist allerdings, dass sie wohl mit Ausschüttungskürzungen zu rechnen haben und sich von dem vorgesehenen Ausschüttungsplan des HCI MPC Deepsea Oil Explorer verabschieden können, welcher im Jahr 2001 noch 9,4 % p.a. vorgesehen hatte.



Die 5800 Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer, welche rund 220 Mio. Dollar Eigenkapital in den insgesamt rund 680 Mio. Dollar schweren geschlossenen Fonds investiert haben, wollten sich an der Erstellung einer Ölerkundungsplattform zur Förderung von Erdöl im Tiefseewassersektor beteiligen. Zunächst schien der HCI MPC Deepsea Oil Explorer auch auf soliden Säulen zu stehen, da die Plattform für 7 Jahre an den brasilianischen Petrobas-Konzern vermietet wurde. Doch noch bevor die Plattform des HCI MPC Deepsea Oil Explorer Öl zu Tage fördern konnte, geriet sie schon in Schieflage. Durch die Lieferverzögerungen kam es zu erheblichen Mehrbelastungen, aber nicht nur das, sondern vor allem das Kündigungsrecht der Petrobas bereitet vielen Anlegern des HCI MPC Deepsea Oil Explorer derzeit Kopfzerbrechen. Zwar stimmte die Petrobas einer Verlängerung der Kündigungsfrist auf 365 Tage zu, diese endet aber am 11. August 2011, sodass der Chartervertrag zu diesem Zeitpunkt kündbar wäre. Eine realistische Ablieferung ist auf Juli 2011 geplant, wobei aber die Überfahrt vom Hafen in Abu Dhabi nach Brasilien noch nicht mitgerechnet ist, sodass mit einer Anlieferung erst im Oktober 2011 gerechnet werden muss. Dies bedeutet aber, dass der Kündigungstermin um 2 Monate überschritten ist. Stimmt Petrobas also nicht neuerlich einer Verlängerung der Kündigungsfrist gegenüber dem HCI MPC Deepsea Oil Explorer zu, besteht die Gefahr der Kündigung durch Petrobas.



Anleger, die sich nicht länger mit diesen Unsicherheiten des HCI MPC Deepsea Oil Explorer abgeben wollen und von dem HCI MPC Deepsea Oil Explorer gänzlich enttäuscht sind, sollten sich von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt über mögliche bestehende Schadensersatzansprüche gegen die Anlagevermittler beraten lassen. Wenn Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer nicht über die beträchtlichen Risiken, die auch in der Bauphase, wie hier der Lieferverzögerungen bestehen können oder dem Totalverlust des investierten Kapitals aufgeklärt wurden, stellt dies eine Falschberatung dar, die zum Schadensersatz führen kann. Zudem liegt eine nicht ordnungsgemäße Aufklärung auch dann vor, wenn dem Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer Provisionen, die die Bank von dem Emissionshaus erhalten hat (sogenannte Kick-Backs), verschwiegen wurden. Anleger des HCI MPC Deepsea Oil Explorer, die kein Vertrauen mehr in den Fonds aufbringen können, sollten deshalb schnell handeln, es bestehen gute Chancen ohne Verluste aus der Anlage an dem HCI MPC Deepsea Oil Explorer loszukommen.

 

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