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MT Wappen von Stuttgart - Schlechte Nachrichten für Anleger des Hansa Hamburg Shipping-Fonds

Der Schiffsfonds Hansa Hamburg Shipping MT Wappen von Stuttgart teilt das Schicksal zahlreicher Schiffsbeteiligungen: Die Schiffsgesellschaft MT Wappen von Stuttgart mbH & Co. KG musste den Gang zum Insolvenzgericht antreten Das Amtsgericht Niebüll eröffnete am 02.06.2015 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fondsgesellschaft (Aktenzeichen: 5 IN 53/15). Auch Schwesterfonds des MT Wappen von Stuttgart befinden sich seit Anfang Juni 2015 im vorläufigen Insolvenzverfahren.

Hansa Hamburg Shipping legte den Schiffsfonds MT Wappen von Stuttgart (Beteiligungsangebot 28) im Jahr 2005 auf. Sieben Jahre später geriet der Fonds in wirtschaftlich schweres Fahrwasser. Um die Liquiditätsprobleme zu überbrücken, wurden die Kommanditisten um Gesellschafterdarlehen gebeten. Mittelfristig ließen sich die Probleme aber offenbar nicht mehr lösen, so dass jetzt der Insolvenzantrag gestellt werden musste.

Wie wird es für die Anleger nun weitergehen?

Derzeit (Stand Juni 2015) befindet sich die die Schiffsgesellschaft Wappen von Stuttgart mbH & Co. KG noch im vorläufigen Insolvenzverfahren. Denn das Insolvenzgericht nach dem Einreichen des Antrags, ob einer der gesetzlich geregelten Insolvenzgründe vorliegt und ob genügend Vermögen vorhanden ist, um ein Insolvenzverfahren durchzuführen. Wenn dies der Fall ist, dann wird das Insolvenzverfahren eröffnet.

Wird das „eigentliche“ Insolvenzverfahren tatsächlich eröffnet, dann müssen sich die Anleger damit abfinden, dass sie in einem Insolvenzverfahren ihre Geldansprüche nur noch nach den Regeln der Insolvenzordnung einfordern können. Hierfür müssen sie ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden, wenn sie offiziell dazu aufgefordert werden. Angemeldete Ansprüche werden entsprechend der Quote befriedigt – wie hoch die Quote sein wird, kann sich erst im Lauf eines Insolvenzverfahrens herauskristallisieren. Auf besondere Schnelligkeit kommt nicht an – wird eine Forderung nicht angemeldet, dann wird dies auch nicht berücksichtigt.

Bei der Forderungsanmeldung sollten Anleger allerdings bedenken, dass es oft mehrere Möglichkeiten gibt, um eine Forderung zu begründen. Neben der Rückzahlung der geleisteten Einlage können Ansprüche zum Beispiel auch mit Schadensersatzansprüchen begründet werden. Schadensersatzansprüche, die beispielsweise an den Erwerb oder eine Anlageberatung anknüpfen, können bis zu maximal 10 Jahre nach der Zeichnung noch geltend gemacht werden.

Doch nicht nur die Anleger können Forderungen geltend machen - der Insolvenzverwalter hat in bestimmten Fällen auch die Möglichkeit, sich an die Anleger zu wenden und von diesen Geld zu fordern. Er kann beispielsweise erhaltene Ausschüttungen zurückfordern. Dies ist dann möglich, wenn die Kapitaleinlage an der Schiffsgesellschaft MT Wappen von Stuttgart mbH & Co. KG wegen Entnahmen nicht vollständig „aufgefüllt“. Allerdings ist nicht jede Ausschüttung eine Entnahme, sodass entsprechenden Forderungen daher auch nicht immer gerechtfertigt sind.

Natürlich sind dies nur einige Facetten eines Insolvenzverfahrens und das Insolvenzverfahren kann flexibel gestaltet werden, sodass auch deshalb Unsicherheiten bei Betroffenen entstehen können. Sind Anleger des Schiffsfonds MT Wappen von Stuttgart sich unsicher, wie sie sich angesichts der Insolvenzanmeldung verhalten sollen, dann sollten sie sich rechtlich beraten lassen.

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