DB ImmoFlex DWS (Deutsche Bank Fonds) – Anteilrücknahme ausgesetzt, Anleger sollten Schadensersatzansprüche überprüfen lassen!

Ein weiterer offener Immobilienfonds kann sich derzeit aufgrund der schwierigen Marktlage nicht länger offen halten und musste nun die Aussetzung der Rücknahme der Anteilscheine beschließen: der db ImmoFlex der DWS Investment GmbH ist ein Dachfonds, der in verschiedene offene Immobilienfonds investierte und dessen Liquiditätsquote von derzeit 7 % laut Geschäftsführung nicht ausreiche, um alle Rückgabewünsche der Anleger bedienen zu können.

Ca. 91,9 % des Fondsvermögens des db ImmoFlex sind gegenwärtig in Immobilienfonds investiert, die selbst gerade die Anteilrücknahme ausgesetzt haben. Die Schließung des db ImmoFlex erscheint deswegen nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der db ImmoFlex an 14 verschiedenen offenen Immobilienfonds beteiligt ist und das Fondsvermögen an diesen 93,6 %, also gerade einmal 1,7 % mehr, beträgt. Unter diesen offenen Immobilienfonds befindet sich unter anderem die Beteiligung an dem Axa Immoselect, welcher in seiner Einjahres-Performance im Vergleich zu anderen Fonds am schlechtesten abschneidet und bei dem sich die Spekulationen einer Liquidation am Ende der Schließungsphase mehren. Zusätzlich teilte das Management des Axa Immoselect kürzlich mit, dass der Anteilspreis um 10 % durch die Kosten des anstehenden Verkaufs vieler Immobilien belastet werden könnte. Hier könnten dem db ImmoFlex also erhebliche Verluste entstehen.



Ein sich bereits in der Abwicklung befindender Fonds, nämlich der Morgan Stanley P2 Value, befindet sich ebenso unter den Anteilen, die der db ImmoFlex hält. Weiterhin fallen rund 26,6 % des Fondsvermögens auf Beteiligungen an den Branchen-Riesen CS Euroreal und SEB Immoinvest, welche erst kürzlich die Verlängerung der Rücknahmeaussetzung um weitere 12 Monate beschlossen haben. Zusätzlich zu der Struktur des Fondsvermögens des db ImmoFlex kommt hinzu, dass der db ImmoFlex in letzter Zeit einen massiven Mittelabfluss zu erleiden hatte: von einstmals 800 Mio. Euro beträgt das Fondsvolumen derzeit gerade einmal 259 Mio. Euro.



Anleger des db ImmoFlex sollten die sich hieraus ergebenden Verluste nicht hinnehmen und deshalb eine Klage auf Schadensersatz gegen die Anlageberater von einem im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen lassen. Während der Zeit der Schließung bleiben Anleger an den db ImmoFlex gebunden und können ihre Anteile nicht gegen Kapital zurücktauschen. Wussten die Anleger des db ImmoFlex hiervon nichts, wurden sie diesbezüglich also falsch von ihren Anlageberatern aufgeklärt, so begründet dies eine Schadensersatzpflicht. Brauchen sie nämlich nun gerade dringend ihr Geld aus dem db ImmoFlex, kommt nur ein Verkauf über die Börse in Betracht, wobei aber mit erheblichen Abschlägen auf den Anteilspreis zu rechnen ist.



Weiterhin stellt es nach der BGH Rechtsprechung eine Aufklärungspflichtverletzung dar, wenn Anlegern des db ImmoFlex Kick-Backs - Provisionen, die die Anlageberater von den Emissionshäusern für die Vermittlung ihrer Fonds erhalten - verschwiegen wurden. Allerdings ist schnelles Handeln der Anleger des db ImmoFlex gefragt, da ihre Schadensersatzansprüche jederzeit verjähren können, mithin beträgt die Frist 3 Jahre ab dem Kauf der Anteile.

 

Haben Sie Interesse an einer kostenlosen Erstberatung? Kontaktieren Sie uns:

Newsletter abonnieren