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Beluga Chartering GmbH stellt Insolvenzantrag - Was Anleger von Schiffsfonds (z.B. HCI Capital) tun sollten

Nun ist passiert, was schon länger befürchtet wurde: die Beluga Chartering GmbH, ein Tochterunternehmen der Beluga Gruppe, stellte am 16. März 2011 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Antrag erfolgte, da erhebliche Unregelmäßigkeiten im Hinblick auf Umsatz und Liquidität aufgedeckt wurden, so die Mitteilung der Unternehmensgruppe. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Bremer Rechtsanwalt Edgar Grönda eingesetzt. Die Insolvenz der Beluga Chartering GmbH betrifft direkt auch Anleger in geschlossenen Schiffsfonds verschiedener Emissionshäuser, welche ihre Schiffe an die Beluga verchartert hatten.

Die Beluga Chartering GmbH war für die Befrachtung der Schiffsflotte zuständig und hat über 100 Beschäftigte. Die Geschäftsführung bei Beluga haben mittlerweile zwei Manager des Großinvestors Oaktree übernommen. Indessen muss sich der vormalige Gründer der Beluga Gruppe Niels Stolberg den Anschuldigungen stellen, dass er und seine Mitarbeiter in der Chefetage seit 2009 Umsatzerlöse im dreistelligen Millionenbereich falsch ausgewiesen und so Kapitalgeber über die tatsächliche finanzielle Situation des Unternehmens getäuscht haben sollen. Die Anklagebehörde ermittelt hierbei wegen des Verdachts des Betrugs im besonders schweren Fall und unrichtiger Darstellung.



Trotz allem führte die Beluga bis zuletzt Gespräche mit den Eignern der Schiffe, um vielleicht doch noch eine Lösung für die sich in der Krise befindende Reederei zu finden. Allerdings führten diese Gespräche, wie jetzt bekannt wurde, nicht zum Erfolg, da bereits die Oltmann-Gruppe und das Hamburger Emissionshaus HCI Capital ihre bestehenden Charterverträge mit der Beluga fristlos kündigten. Diese Entscheidung der Emissionshäuser hat für die Beluga erhebliche Einnahmeausfälle zur Folge.



Anleger, die über Schiffsfonds mittelbar auch in die Reederei Beluga investiert hatten, so z.B. die Fonds der HCI Capital und der Oltmann-Gruppe, sollten schnellstmöglich ihre Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater überprüfen lassen, um so möglichst schadlos aus der Anlage herauszukommen. Wurden Anleger nicht über die speziellen Risiken geschlossener Schiffsfonds aufgeklärt, so kann dies zu einem Schadensersatzanspruch führen, wobei aber immer der Einzelfall geprüft werden muss.

 

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