Jedes
Invest
Bringt Risiken

Zinszertifikate

Wer in Zinszertifikate investiert, setzt auf die Entwicklung einer Fremdwährung, denn der dem Zertifikat zugrunde liegende Basiswert ist ein Zins-Index auf eine Fremdwährung. Das funktioniert, indem der Euro-Anlagebetrag in eine Fremdwährung getauscht und zum kurzfristigen Geldmarktzins eines Währungsraums angelegt wird. Dabei wird auf Tagesbasis der Geldmarktzinssatz berechnet, eine Zinsgutschrift erfolgt täglich. Durch die Gutschrift erhöht sich der Anlagebetrag, der Zinseszinseffekt tritt ein. Daneben erhöht sich der Ertrag des Zinszertifikats bei einer positiven Entwicklung des Wechselkurses. Bei einer negativen Entwicklung reduziert er sich dagegen.

Bei der Berechnung des Zins-Index werden die Kosten berücksichtigt, die für die Interbank-Transaktionen entstehen. Regelmäßig übersteigt der kurzfristige Geldmarktzins diese Kosten, nur in außergewöhnlichen Marktsituationen stellt es sich umgekehrt dar.



Wechselkurs und Geldmarktzins

Der Wert eines Zinszertifikats setzt sich aus dem Zinssatz und dem Wechselkurs der jeweiligen Währung zusammen. Wird die Fremdwährung aufgewertet, d.h. der Euro/Fremdwährungskurs fällt, steigt der Wert des Zinszertifikats. Bei einer Abwertung der Fremdwährung (der Euro/Fremdwährungskurs steigt), sinkt der Wert dagegen.



Unabhängig von der Entwicklung des Währungskurses partizipieren Anleger daneben am ausländischen Zinsniveau. Ist etwa bis zum Zeitpunkt des Verkaufs des Zinszertifikats der Wechselkurs konstant geblieben, führt allein die Berücksichtigung der Zinsen zu einem Plus. Bei einer Aufwertung der Fremdwährung treten neben den Wechselkursgewinn der kurzfristige Geldmarktzins und die erzielte Rendite. Ist die Fremdwährung dagegen stärker abgewertet, als der Zinsertrag hoch ist, macht der Anleger Verluste.



Risiken

Neben dem Risiko der negativen Entwicklung der Fremdwährung und des Geldmarktzinses im Verhältnis zu den Interbank-Transaktionskosten, trägt der Anleger das Emittentenrisiko. Denn als Inhaberschuldverschreibung unterliegt das Zinszertifikat nicht der Einlagen-sicherung.



Handlungsmöglichkeiten für Anleger

Anleger von Bonuszertifikaten haben teilweise erhebliche Risiken bei der Anlage. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts, was z.B. bei Lehman Zertifikaten nahezu eingetreten ist. Anleger müssen genau über die Funktionsweise und die Risiken aufgeklärt werden. Ist dies nicht geschehen, schuldet eine Bank Schadensersatz. Anleger sollten sich bei Verlusten an einen Rechtsanwalt im Anlagerecht wenden und sich beraten lassen.

 

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