Jedes
Invest
Bringt Risiken

WealthCap Life Britannia 1 / HVBFF Life Britannia 1 - Schadensersatz für Anleger

Der geschlossene Lebensversicherungsfonds WealthCap Life Britannia 1 / HVBFF Life Britannia 1 wurde in den Jahren 2006 und 2007 emittiert. Die geschlossene Beteiligung investiert in „gebrauchte“ britische Kapitallebensversicherungen (TEPs). Diese von Bankberatern oft als sicher oder auch verlässlich beschriebene Investitionsmöglichkeit, überzeugte mehr als 4.700 Anleger, die sich mit einem Eigenkapital von 80 Mio. € an dem Fonds Life Britannia 1 beteiligt haben.

Lebensversicherungen verheißen Sicherheit und Zuverlässigkeit. Auch Kapitalanlagen, die in Lebensversicherungspolicen investieren, erfreuten sich daher bei Anlegern vor einigen Jahren großer Beliebtheit. Doch nicht jede Anpreisung hat sich bewahrheitet. Auch der WealthCap-Fonds Life Britannia 1 bereite den Anlegern Kopfzerbrechen.

Informationen zum Fonds

Der geschlossene Lebensversicherungsfonds WealthCap Life Britannia 1 / HVBFF Life Britannia 1 wurde in den Jahren 2006 und 2007 emittiert. Die geschlossene Beteiligung investiert in „gebrauchte“ britische Kapitallebensversicherungen (TEPs). Diese von Bankberatern oft als sicher oder auch verlässlich beschriebene Investitionsmöglichkeit, überzeugte mehr als 4.700 Anleger, die sich mit einem Eigenkapital von 80 Mio. € an dem Fonds Life Britannia 1 beteiligt haben.

Der WealthCap-Fonds hat derzeit noch unter den Folgewirkungen der Finanzkrise, in deren Folge die Lebensversicherungsgesellschaften die Rückkaufswerte sowie die Ablaufleistungen zum Teil drastisch gesenkt haben. Da sich die Beleihungsgrenze von Krediten an den Rückkaufswerten der Policen orientiert, konnte die nicht im geplanten Umfang Darlehen für neue Policen aufnehmen. Policen, die aktuell fällig wurden, konnten ihre Werte nach der Finanzkrise nicht aufholen, sodass die vereinnahmten Erlöse hinter den prospektierten zurückbleiben. Der Fonds hat daher unter einer etwas angespannten Liquiditätslage zu leiden, da die Einnahme in erster Linie für die Prämienzahlungen verwendet werden müssen.

Ausschüttungen sollen wohl auch weiterhin entfallen

Die spürbare Folge für die Anleger ist, dass bisher keine Ausschüttungen werden konnten. Und dies soll sich aller Voraussicht auch nicht ändern – so zumindest die Einschätzung in den Geschäftsberichten des Life Britannia 1. Doch es gibt noch weitere Ungewissheiten in der weiteren Entwicklung des Fonds. Denn die Prognosen, wie hoch bzw. niedrig die Kapitalrückflüsse an die Anleger am Ende der Laufzeit im Jahr 2020 ausfallen könnten, sind alles andere als erfreulich. Mit anderen Worten: Kapitalverluste können für die Anleger des WealthCap-Fonds Life Britannia 1 können demnach nicht ausgeschlossen werden, wenn sich die Entwicklung britischer Policen nicht deutlich verbessert. Wenn Anleger davon ausgingen, dass sie eine „sichere“ Kapitalanlage zeichneten, ist diese Aussicht doppelt schmerzlich.

 

Risiken Ihrer Fondsanlage

Anleger des Fonds WealthCap Life Britannia 1 die von ihrer Beteiligung enttäuscht sind, sollten deshalb alternative Möglichkeiten überprüfen lassen, um sich vor eventuell eintretenden Verlusten zu schützen. Da verschiedene Anleger in der Beratung durch Fachanwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer schilderten, dass ihnen der Fonds von den Bankberatern der HypoVereinsbank als sichere, verlässliche und gleichzeitig rentable Kapitalanlage vorgestellt wurde, bietet sich in vielen Fällen eine Überprüfung der damaligen Anlageberatung an. Denn bei fehlerhaften Anlageberatungen stehen Schadensersatzansprüche im Raum.

Eine Falschberatung liegt u.a. dann vor, wenn Anleger nicht oder nur unzureichend über die Risiken des WealthCap Life Britannia 1 aufgeklärt wurden. Denn bei der HVBFF Life Britannia GmbH & Co. Erste KG handelt es sich nicht unternehmerische Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft. Dies bringt – schon wegen der Rechtsform der Kapitalanlage – unterschiedliche Risiken für die Anleger mit sich. So unterliegt das Kapital der Anleger beispielsweise einem Verlustrisiko – schlimmstenfalls sogar bis hin zum vollständigen Verlust des investierten Geldes. Aufgrund dieses grundlegenden Risikos durften die Anlageberater die Beteiligung nicht als sicher empfehlen. Doch dies ist nicht das einzige Risiko geschlossener Fonds:

  • Risiko, dass Ausschüttungen zurückbezahlt werden müssen: in den meisten Fällen sind die Ausschüttungen an die Anleger nicht durch Gewinne gedeckt und stellen die Rückzahlung der Einlage dar, die dann unter bestimmten Voraussetzungen nach § 172 Abs. 4 HGB zurückgefordert werden können. Bei dem Fonds Life Britannia 1 ist dieses Risiko - mangels Ausschüttungen - derzeit aber theoretischer Natur.
  • Mangelnde Fungibilität, d.h. die Anteile können nur schwer verkauft werden über den Zweitmarkt und dabei sehr oft nur mit erheblichen Verlusten, was sehr nachteilig ist, wenn das Geld dringend benötigt wird.
  • Steuerliche Bewertungen können sich ändern.
  • Fremdfinanzierungsrisiko: viele Fonds nehmen hohe Kredite auf, um das Eigenkapital der Anleger zu hebeln - die HVBFF Life Britannia GmbH & Co Erste KG nahm rund die Hälfte ihres Kapitals als Fremdkapital auf. In Krisenzeiten kann dies für Anleger unangenehmen Folgen haben. Zum Beispiel können finanzierende Banken auf Sondertilgungen oder zusätzliche Sicherheiten drängen. Denn oft sind die finanzierenden Banken in einer besseren Verhandlungsposition als die Anleger und haben zusätzlich oft auch bessere Zugriff auf ihr Geld, wenn der Fonds scheitert. 

 

Weiterhin machen sich die Banken einer Aufklärungspflichtverletzung schuldig, wenn sie dem Anleger Provisionen (Kick-Backs) verschwiegen haben. Denn bei dem WealthCap-Fonds Life Britannia 1 war prospektgemäß nicht nur das offen ausgewiesene Agio in Höhe von 5% der Beteiligungssumme als Vermittlungsvergütung eingeplant. Darüber hinaus sind weitere 3,5% des Anlegergeldes in Vertriebsprovisionen geflossen. Dies musste Anlegern vor der Beteiligung bewusst gemacht werden. Doch die Vertriebsvergütungen sind nicht der einzige Kostenfaktor eines Fonds. Denn es fallen weitere Kosten an, sodass nicht 100% des Anlegergeldes in das Investitionsziel Lebensversicherungspolicen investiert werden kann. Bei dem Fonds Life Britannia 1 standen daher unter dem Strich nur rund 92% des Kapitals für die Policenkäufe zur Verfügung.

 

Wie können wir Ihnen helfen?

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts eine der führenden Kanzleien in Deutschland und vertritt seit Jahren mit zahlreichen Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht und einem Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und einem Insolvenzverwalter erfolgreich geschädigte Kapitalanleger. Es konnten mehrere tausend Verfahren gerichtlich und außergerichtlich erfolgreich für die Anleger abgeschlossen und dabei Millionenbeträge verloren geglaubten Kapitals der Anleger zurückgeholt werden.

Wir als Spezialisten im Kapitalanlage- und Gesellschaftsrecht helfen Ihnen: Sind Sie verunsichert, ob Ihre Beteiligung an der HVBFF Life Britannia GmbH & Co. Erste KG die richtige Anlage für Sie ist und befürchten Sie, durch die Anlage Geld zu verlieren? Dann wenden Sie sich zur kostenlosen Erstberatung an uns.

Kostenfreie Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung

Wir stellen als besondere Serviceleistung für Sie kostenfrei eine Anfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung und klären ab, ob Ihre Versicherung den Fall übernimmt.

 

Ihre Möglichkeiten

Unsere Erfahrung aus der erfolgreichen Beratung und Vertretung tausender geschädigter Kapitalanleger bei geschlossenen Fonds, Anleihen, Zertifikaten, Wertpapieren und sonstigen Kapitalanlagen zeigt, dass den meisten Anlegern, die sich an uns wenden erfolgversprechend geholfen werden kann. Die überwiegende Anzahl dieser Anleger wurden falsch informiert, weshalb ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

Vorgehen gegen Banken/freie Berater

Banken und Berater sind im Rahmen des Beratungsgesprächs verpflichtet, den Anleger anlage- und anlegergerecht aufzuklären. Dies bedeutet, dass der Anleger über die Risiken der Anlage aufgeklärt werden muss und dass die Anlage zu seinen Vorgaben und Lebensverhältnissen passen muss. Bei geschlossenen Fonds handelt es sich um unternehmerische Beteiligung, mit ganz erheblichen Risiken. Da die Anleger ihr gesamtes Geld verlieren können, ist ein geschlossener Fonds nicht zur Altersvorsorge geeignet. Banken müssen zusätzlich über erhaltene Provisionen (Kick-Backs / Rückvergütungen) aufklären, die sich durch die Vermittlung des Fonds erhalten haben.

Bei der Beratung tausender Fondsanleger hat sich gezeigt, dass nur äußerst selten ein Anleger richtig beraten wurde. In den allermeisten Fällen wurden Anleger nicht hinreichend informiert über die bestehenden Risiken. Bankkunden wurden meist nicht auf die geflossenen Provisionen hingewiesen.

Wurden Anleger nicht hinreichend beraten, stehen ihnen Schadensersatzansprüche zu, mit denen sie sich vollständig von der Anlage lösen können und das eingezahlte Geld inklusive Agio zurückerhalten.

Prospekthaftung

Wir haben sehr viel Erfahrung mit der Beurteilung von Prospekten und arbeiten insoweit mit sehr renommierten Prospektgutachtern zusammen. In vielen Prospekten finden sich Fehler oder Ungenauigkeiten. Nach dem Bundesgerichtshof muss ein Prospekt den Anleger richtig und vollständig informieren. Tut er dies nicht, kommen Schadensersatzansprüche zum tragen. Dabei können Ansprüche gegen unterschiedliche Personen bestehen. In Betracht kommen Initiatoren, Gründungsgesellschafter, Hintermänner oder sonstige Garanten. Aber auch die beratende Bank kann für den Inhalt haften, wenn sie sich des Prospekts zur Beratung bedient hat. Wichtig ist dabei, dass dem Anleger der Prospekt nicht überlassen worden sein muss, wie es leider meistens der Fall ist.

Einwirken auf die Gesellschaft

Manche Anleger sind mit der Beratung der Bank/ des freien Beraters zufrieden und wollen keinen Schadensersatz geltend machen. Stattdessen wollen sie auf die Gesellschaft und die Geschäftsführung des Fonds einwirken. Als Gesellschafter haben die Anleger z.B. die folgenden Rechte:

  • Zustimmungspflichten der Kommanditisten bei Geschäften, die über den gewöhnlichen Bereich hinausgehen (§§ 164, 170 HGB) insbesondere Grundlagengeschäfte (Kern der Gesellschaft betreffende Geschäfte)
  • Kontroll- und Informationsrechte (§ 166 HGB) = Abschrift Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. Lagebericht) und Prüfung dessen Richtigkeit unter Einsicht der Bücher zu prüfen.
  • Auswahl des Abschlussprüfer (§ 318 HGB)
  • Außerordentliches Überwachungsrecht wenn wichtige Gründe vorliegen (§ 166 Abs. 3 HGB). Dies ist dann gegeben, wenn besonderer Gefährdungstatbestand vorliegt; also hohe Steuernachforderung, Steuerstrafverfahren, Insolvenzantrag.

 

Interessengemeinschaft

Viele Anleger geschlossener Beteiligungen äußern den Wunsch, sich mit anderen Mitanlegern auszutauschen und sich zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschließen. Eine solche Interessengemeinschaft hat zahlreiche Vorteile. Für gesellschaftsrechtliche Fragestellungen wie die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung oder die Abberufung der Geschäftsführung sind zahlreiche Anlegerstimmen notwendig. Ein einzelner Anleger kann wirksam seine Gesellschafterrechte nur ausüben, wenn andere Anleger ihn unterstützen. Viele sind schlagkräftiger als der Einzelne!

Der Bundesgerichtshof hat daher in den Jahren 2013 und in zahlreichen Urteilen jedem Anleger das Recht zuerkannt, die Namen und Adressen seiner Mitanleger von der Fondsgesellschaft oder der Treuhänderin zu erhalten. Dadurch ist jeder Anleger in der Lage, in Kontakt mit seinen Mitanlegern zu treten, um wirksam seine Rechte als Gesellschafter wahrnehmen zu können.

Wir unterstützen Sie bei der Gründung von Interessengemeinschaften und dem Austausch der Anleger untereinander. Sprechen Sie uns an. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer vertritt bereits Anleger, die sich an dem Fonds Life Britannia 1 beteiligten.

Diese News gehört zu diesem Fall

Bank- & Kapitalmarktrecht

WealthCap

Das Emissionshaus Wealth Management Capital Holding GmbH (WealthCap) ging im Jahr 2007 aus einem Zusammenschluss dreier Fondsanbieter hervor. Die bisherigen Fondsanbieter H.F.S. HYPO-...Weiterlesen

Haben Sie Interesse an einer kostenlosen Erstberatung? Kontaktieren Sie uns: