Jedes
Invest
Bringt Risiken

Blue Capital Österreich 3 – Wie können sich Anleger wehren, wenn sie falsch beraten wurden?

Sachwerte symbolisieren Verlässlichkeit. Daher erfreuen sich Geldanlagen, die in Immobilien investieren, bei Anlegern steter Beliebtheit. Doch nicht nur die eigenen vier Wände sind beliebte Anlageobjekte, auch Bürogebäude sind begehrte Investitionsmöglichkeiten. Kleinanleger, die in solche Immobilien investieren möchten, können dies aufgrund der hohen Preise oftmals nur über Immobilienfonds bewerkstelligen. Einer von zahlreichen Immobilienfonds ist der Fonds Blue Capital Österreich 3.

Der vollständige Name des 2005 aufgelegten Immobilienfonds Blue Capital Österreich 3 lautet Blue Capital Europa Immobilien GmbH & Co. Siebte Objekte Österreich KG. Das Investitionsobjekt des Fonds ist eine Wiener Büroimmobilie mit dem originellen Namen „Der Adler und die Ameise“. Doch so sehr alpenländische Immobilien auch Sicherheit verheißen - geschlossene Immobilienfonds sind mitnichten ein „absolut sicherer Hafen“ für Geld.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds um eine Unternehmensbeteiligung handelt. Der Fonds Blue Capital Österreich 3 ist ein Unternehmen, welches Immobilien unterhält und vermietet. Und wie bei Unternehmen üblich wohnen dem Fonds Blue Capital Österreich 3 nicht nur Chancen auf Erträge inne - die Kehrseite dieser Chancen sind verschiedene Risiken wie beispielsweise Verlustrisiken oder auch das Risiko einer Insolvenz. Doch solch grundlegende Risiken möchte nicht jeder Anleger in Kauf nehmen - insbesondere dann, wenn eine sichere Kapitalanlage gewünscht war.

Wenn Anleger der Fonds Blue Capital Österreich 3 dennoch von (Bank)Beratern als sichere Kapitalanlage empfohlen wurde, so wirft dies Fragen auf. Denn eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild von der Kapitalanlage vermitteln – inklusive der Risiken. Anderenfalls steht eine schadensersatzpflichtige Falschberatung im Raum.

Anlageberatung musste anleger- und anlagegerecht sein und durfte Risiken nicht aussparen

Was zeichnet eine ordnungsgemäße Anlageberatung daher aus? Grob umrissen weist sie zwei Schritte auf: Zunächst müssen die Wünsche und Ziele des Anlegers von den Beratern in Erfahrung gebracht werden; beispielsweise, ob (Nominal)Sicherheit gewünscht wird oder ob das investierte Geld jederzeit verfügbar sein soll. Anhand dieser Vorgaben sollen die Berater anschließend eine passende Kapitalanlage auswählen. Im zweiten Schritte geht es um die nähere Vorstellung der ausgewählten Kapitalanlage: Wie funktioniert sie? Welche Chancen und Risiken wohnen ihr inne?

Doch nicht jedes Anlageberatungsgespräch wird diesen Anforderungen gerecht. Die Überprüfung der Anlageberatung ist daher immer wieder ein erfolgversprechender Ansatzpunkt, um zu überprüfen, ob Schadensersatzansprüche der Anleger des Blue Capital Österreich 3 bestehen. Anleger, die wissen möchten, welche individuellen Rechte und Ansprüche ihnen zustehen, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen.

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