Jedes
Invest
Bringt Risiken

MS Vega Spinell in Nöten

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hatte bekanntlich schwerwiegende Effekte auf die Schifffahrtsindustrie. Die Chartereinnahmen sind eingebrochen, sodass viele Schifffahrtsunternehmen keine Gewinne erwirtschaften konnten und die Schiffsfinanzierung somit schwer darunter litt. So auch im Falle des Schiffsfonds MS Vega Spinell Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG der Vega Reederei, bei der die Chartereinnahmen die Zins- und Tilgungsleistungen nicht mehr decken konnte.

Hierüber wurden die Anleger der MS Vega Spinell schließlich im September 2009 informiert. Die MS Vega Spinell sei in einer schweren Krise aus welcher ihr nur noch die Anleger helfen könnten. Deswegen sollten Anleger eine Nachzahlung in das Fondsvermögen der MS Vega Spinell leisten, welche 15 % der gegengezeichneten Einlage ausmachte. Würde dieses Sanierungskapital nicht einbezahlt werden, so sei die Insolvenz der MS Vega Spinell unausweichlich, was für die Gesellschafter einen Totalverlust der geleisteten Einlage bedeuten würde. Es bestehen aber immer noch weitere Handlungsalternativen als die zwei oben genannten, vor allem, wenn Anleger der MS Vega Spinell nicht noch weitere Verluste riskieren möchten, sondern einen vorzeitigen Ausstieg aus der Anlage an der MS Vega Spinell erwägen. Es ist möglich Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater geltend zu machen, wenn diese ihren Informations- und Aufklärungspflichten bezüglich der Risiken eines Schiffsfonds wie der MS Vega Spinell nicht genügend nachgekommen sind, vor allem auch nicht auf das Totalverlustrisiko hingewiesen worden ist. Hierfür ist im Fall MS Vega Spinell für Anleger, die dem MS Vega Spinell Schiffsfonds nach dem Jahr 2007 beigetreten sind, auch ein Ansatzpunkt gegeben, da 2007 eine im Prospekt nicht aufgeführte Positionierungsreise von Asien nach Europa stattfand, wodurch sich die Chartereinnahmen deutlich verringerten. Hatten Anlageberater nicht auf diesen Gegensatz zum Prospekt hingewiesen, so stelle dies ein Beratungsfehler dar, meint Dr. Ralf Stoll von der Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Zudem könnte Schadensersatz von den Anlageberatern gefordert werden, wenn Innenprovisionen zwischen Emissionshaus und Anlageberater für die Vermittlung der Anlage geflossen sind und diese dem Anleger aber verschwiegen wurden, wobei es sich um sogenannte kick-backs handelt.

Diese News gehört zu diesem Fall

Bank- & Kapitalmarktrecht

Vega Reederei Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

Das 2006 in Hamburg gegründete Schifffahrtsunternehmen Vega Reederei GmbH & Co. KG bietet neben dem Reederei-Geschäft auch Schiffsbeteiligungen an.Weiterlesen

Haben Sie Interesse an einer kostenlosen Erstberatung? Kontaktieren Sie uns:

Newsletter abonnieren