13.06.2016

Travel24com-Anleihe

Eine Kapitalanlage, die Schlagzeilen füllt, ist für Anleger selten ein Anlass zur Freude. So auch im Fall der 7,50%-Anleihe  des Internetreiseportals travel24.com (WKN: A1PGRG; ISIN: DE000A1PGRG2).

Das Manager Magazine berichte in dessen Onlineausgabe vom 22.07.2014, dass die Bilanzen der travel24.com AG von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung überprüft worden seien. Das Ergebnis sei nicht erfreulich für das Unternehmen ausgefallen, da Verstöße gegen Bilanzierungsgrundsätze festgestellt worden seien. Die jüngste Berichterstattung rund um den „Wert“ der travel24.com AG betrifft die Anleger in doppelter Hinsicht. Zum einen weil dies direkte Auswirkungen auf den Börsenkurs der Anleihe hatte.

Zum anderen weil die Rückzahlung des investierten Geldes von der travel24.com AG und deren Bonität abhängt. Zwar ist laut Anleihebedingungen ein Besicherungen der Anleihe in Form von Aktien der travel24 Hotel AG bestellt – sollte eine Krise des Unternehmens travel24.com AG vorliegen, könnte dies ggf. auch die Besicherung beeinflussen. Denn die travel24 Hotel AG ist ein Tochterunternehmen der Emittentin.

Die 7,50%-Anleihe der Travel24.com AG wurde am 17.09.2012 herausgegeben und ist am 16.09.2017 fällig.  Die Anleihe ist eine Inhaberschuldverschreibung mit einem Emissionsvolumen von maximal 25 Mio. Euro; die einzelne Anleihe hat einen Nennwert von € 1.000,-. Eine Schuldverschreibung ist – verkürzt dargestellt – ein Darlehen für Unternehmen in Form eines Wertpapiers. Die Anleihen können – wie Im Fall der travel24com-Anleihen – an der Börse gehandelt werden, wenn sie zum Börsenhandel zugelassen werden.

Anleger, die in die 7,50%-Anleihe der travel24.com AG investierten und in der aktuellen Situation rechtliche Unterstützung wünschen, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.