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Spanien Anleihen

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Seit der Misere rund um die griechischen Anleihen ist weithin bekannt, dass Staatsanleihen nicht immer vollkommen risikolose Geldanlagen sind. Bei den griechischen Anleihen mussten Anleger durch den Schuldenschnitt auf über 53 % ihres investierten Geldes verzichten. Zwar wird in Bezug auf Spanien (noch) nicht über ähnlich drastische Maßnahmen diskutiert, dennoch sind auch die Anleihen Spaniens in den Fokus der medialen Berichterstattung gerückt.

Der Grund für das gestiegene Interesse ist die dramatische Finanzlage und Überschuldung des Mittelmeerstaats. Hinzu tritt noch die Krise der spanischen Banken. Vor allem in den Bilanzen der Sparkassen wie Bankia, Catalunya Caixa und Nova Galicia sowie mittelgroßen Banken wie Banco Popular oder Banco de Valencia klaffen Löcher, die Milliarden verschlingen. Letztendlich kann nur der spanische Staat aushelfen. Dieses Risiko schlägt sich nieder in den hohen Zinssätzen, die für die Spanien Königreich-Anleihen vom spanischen Staat gezahlt werden müssen.

Für Spanien Königreich-Anleihen mit einer Laufzeit zwischen 5 und 10 Jahren werden im Juni 2012 Zinsen bis zu 6,1 % angeboten. Zum Vergleich: Deutschland zahlt für eine fünfjährige Bundesanleihe weniger als 1 % Zinsen. Die hohen Zinsen der Spanien Anleihen sind auch der Ungewissheit, wie die Krise des Landes letztendlich ausgehen wird, geschuldet. Auch können Schuldenschnitte, die bei europäischen Ländern bis vor kurzem undenkbar waren, nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Auch Privatanleger erwarben spanische Staatsanleihen. Die Spanien Anleihen befanden sich unter anderem bei folgenden Banken und Instituten: Commerzbank, Deutsche Bank, Allianz, FSM Wertmanagement (Hypo Real Estate), LBBW und Deka Bank. Gerade die Deutsche Bank trennte sich in den letzten Monaten im großen Stil von spanischen Investments.

Anleger, die in spanische Staatsanleihen investierten und nun Bedenken haben, wie sich ihre Kapitalanlage weiterentwickeln wird, sollten sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Die Erfahrungen der Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Bezug auf Griechenland Anleihen zeigen, dass die Risikoaufklärung bei Staatsanleihen vor dem Hintergrund der Finanzkrise oft Defizite aufwies. Es ist daher anzunehmen, dass auch bei den spanischen Anleihen die Anleger nicht immer ordnungsgemäß beraten wurden. Da die kommenden Wochen dramatische Entwicklungen mit sich bringen können, sollten Anleger, die in Spanien Anleihen investierten, nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden.

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Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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