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Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co.KG – Anlegern drohen Steuernachzahlungen, Anwälte informieren

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Für Anleger des Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG läuft es in letzter Zeit nicht gerade Rund. 2008 wurde ihnen von der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG mitgeteilt, dass sich bei einer im Vorjahr stattgefundenen Betriebsprüfung herausstellte, dass die Filmproduktionen im Rahmen einer ausländischen Mitunternehmerschaft durchgeführt wurden, was nun die Anwendung des § 2a EStG zur Folge hat.

Mit einem Schreiben vom 7.12.2010 wurden die Anleger des Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG dann schließlich in Kenntnis gesetzt, dass es womöglich gewisse Chancen gebe, sowohl beim Finanzamt als auch im Einspruchsverfahren einen positiven Bescheid zu erhalten. Allerdings verfüge die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG Fondsgesellschaft über keine liquiden Mittel, sodass die hierfür anfallenden Kosten in Höhe von 50 000 Euro von den Anlegern zu tragen sein würden.

Über die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG konnten sich Anleger als Kommanditisten oder Treugeber an der Drehbuchentwicklung und (Co-)Produktion internationaler Unterhaltungsfilme beteiligen und damit bei der Verwertung der Filme partizipieren und hierüber Einkünfte einfahren. Verwertet wurden die Filme der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG im Wesentlichen durch Kinovermarktung, aber auch mittels Video, DVD und über das Fernsehen, sowie über Merchandise-Artikel u. v. m.

Allerdings hielt die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG nicht das ein, was sie ihren Anlegern versprochen hatte: der Film „Man-Thing“ kam entgegen den Annahme erst gar nicht erst in den USA in die Kinos und die Erträge blieben somit weit hintern den Erwartungen zurück. Für die Filme „Carolina“und „To kill a king“, an denen die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG beteiligt war, sahen die Einspielergebnisse ähnlich aus, da dort der Garantiegeber ausgefallen war.

Doch als ob diese schlechten Einspielergebnisse der Filme, in die die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG investierte, nicht schon für die enttäuschten Anleger ausgereicht hätten, kam 2008 eine weitere Hiobsbotschaften über die Anwendung des § 2a EStG und die daraus folgenden drohenden Steuernachzahlungen auf die Anleger des Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG zu. Durch dessen Anwendung können ausländische Verluste nicht unmittelbar mit den übrigen Einkünften verrechnet werden, sondern erst mit Gewinnen der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG aus demselben Land. Dies aber führt für die Anleger des Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG faktisch zur Aberkennung der Verluste, da die Lizenzerlöse nicht nur in den Ländern angefallen sind, in denen auch die Verluste im Rahmen der Filmproduktion aufgetreten sind. Die Lizenzerlöse wurden vielmehr weltweit erwirtschaftet. Da die Verluste nun nicht verrechnet werden können, drohen den Anlegern des Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG drastische Steuernachzahlungen.

Wie die Fondsgeschäftsführung nach Aussagen des für die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG tätigen Steuerberaters durch einen Brief vom 7.12.2010 verlauten ließ, bestünden allerdings gewisse Möglichkeiten, sowohl beim Finanzamt als auch im Einspruchsverfahren einen positiven Bescheid zu erhalten. Da die Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG derzeit aber über keine liquiden Mittel verfügen würde, müssten die anfallenden Kosten in Höhe von 50 000 Euro von den Anlegern der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG getragen werden. Auch hier reißen also die „frohen“ Botschaften an die Anleger der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG nicht ab.

Anleger sollten deshalb schnellstmöglich handeln und sich nicht auf die Zahlung weiterer Gelder einlassen, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin nie wieder zurückerhalten werden. Es ist derzeit schon äußerst fraglich, ob Anleger der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG jemals ihr eingebrachtes Kapital wieder zurückerhalten werden. Aus diesem Grunde sollten sich Anleger der Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG durch einen im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen, um mögliche Schadensersatzansprüche, die gegenüber den Anlageberatern bestehen können, überprüfen zu lassen. Wurden Anleger nicht über die spezifischen Risiken von Filmfonds wie dem Screenland Movieworld Investitions GmbH & Co. KG aufgeklärt, wurde ihnen vor allem verschwiegen, dass auch hier ein sogenanntes Totalverlustrisiko besteht, so können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Es ist jedoch immer der Einzelfall zu überprüfen, auch muss hierbei auf die Verjährungsfrist von 3 Jahren ab dem Kauf der Anteile hingewiesen werden, da nach deren Ablauf bestehende Ansprüche nicht mehr durchgesetzt werden können.

Ihre Berater zu diesem Thema

Dr. Ralf Stoll

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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