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Rechenfehler bei ERGO Lebensversicherungen

Lebensversicherer Ergo hat durch einen Computerfehler tausende Bescheide und Gutschriften falsch berechnet - Differenzen teilweise im 5-stelligen Bereich.

Wie mehrere Medien heute zeitgleich berichten hat sich der Versicherer ERGO massiv zu Lasten seiner Kunden verrechnet. Es geht dabei um Erträge und Gutschriften für Lebensversicherungskunden. Bislang wurden bereits 35.000 Bescheide korrigiert, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage gegenüber dps einräumte. In einigen Fällen sollen Differenzen bis in den fünfstelligen Bereich bei Prüfungen aufgefallen sein. Zur Zeit kann ERGO nicht mal sagen, wie viele Kunden insgesamt betroffen sind. Dr. Ralf Stoll, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Freiburg empfiehlt betroffenen Kunden genau zu prüfen, über welche Zeiträume und in welchen Höhen es zur Berechnung falscher Ergebnisse gekommen sei: "Da geht es ja nicht nur um die Rückerstattung, sondern auch um die Geltendmachung von Schadensaufsatz auf Basis entgangener Nutzung." Bei fünfstelligen Beträgen macht das schon eine stattliche Summe aus. Allerdings hat sich der Versicherer auch nicht nur zu seinen Gunsten verrechnet. In vielen Fällen seien auch zu hohe Summen gutgeschrieben worden. Hier wird es dann entsprechende Forderungen an die Versicherten geben, die natürlich auch sorgsam geprüft werden sollten. Der Versicherer nennt einen Computerfehler als Ursache der Berechnungsfehler. Ergo verwaltet aktuell 7 Millionen Lebensversicherungsverträge

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